Als ich vorgestern die Steinigstraße entlang ging, musste ich nicht nur des Schnee und Eises wegen auf meine Schrittfolge achten. Viel gefährlicher und ebenso prominent platziert bedrohten mich alle paar Schritte Darmabfallprodukte. Da ich davon ausgehe, dass die Bewohner nirgendwo in der Stadt einfach so auf die Straße kacken, schließe ich daraus, das es sich um Hundehaufen handelte.
Ich habe nun durchaus nichts gegen unsere vierbeinigen Freunde und sehe auch ein, dass sie ihr Geschäft verrichten müssen. Auch dass sie dafür nicht dem Menschen nacheifern und einfach ein Wasserklosett aufsuchen ist klar. Klar wie Kloßbrühe. Nicht einleuchten will mir aber, warum die Hundehalter es offenbar nicht für notwendig erachten Pfiffis Geschäft – soeben mitten auf dem Fußweg verrichtet – dann auch zu beseitigen. Es ist eure verdammte Pflicht!
Und an die lachenden Raucher unter euch, sei erwähnt, dass das Hinterlassen von Zigarettenresten der präferierten Marke noch nicht als urbane Alternative zum Markieren des Reviers durch körpereigene Hinterlassenschaften akzeptiert wird. Bleib’ sauber Magdeburg!
In einer perfekten Welt, so glaube ich, hätten wir anstelle von Ordnungsgeldern für derartige Verschmutzungen (wie sie auch anderenorts durchaus üblich sind) ein Gesetz, das verschmutzende Raucher zum Entfernen von Hundekot und uneinsichtige Hundehalter zum Sammeln von Zigarettenkippen im Rahmen von Sozialstunden verdonnern würde.
Soviel dazu…
Am letzten Donnerstag ist das Stadtwiki Magdeburg ein Jahr alt geworden. Das Projekt wurde am 15.10.2008 eigentlich relativ spontan gestartet und ist in einem Jahr auf 455 Artikel angewachsen, die mit derzeit 321 Bildern ergänzt werden. Wir haben die Absicht, relevante Information über, um und aus Magdeburg zu sammeln, die für die Wikipedia keine Relevanz haben. Unsere Artikel stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können unter Angabe der Quelle anderweitig verwendet werden.
Anlässlich des Jahrestages haben wir eine Rundumerneuerung gemacht. Die Software wurde erneuert, wir haben einen neuen Server und auch der optisch Auftritt wurde überarbeitet. Besonders stolz sind wir auf unser neues Logo, dass wir im Rahmen eines Wettbewerbes aus 10 Vorschlägen ausgewählt haben.
Das schöne Wetter des Sommers hat wohl dazu geführt, dass sich eher weniger neue Artikel ins Wiki verirrt haben, aber wir hoffen, dass mit den verregneten Herbsttagen nun doch die Lust wieder steigt, dem eigenen Verein, der Firma oder einer Sehenswürdigkeit einen Artikel im Wiki zu widmen.
Zusätzlich planen wir einen neuen Bereich einzuführen, in dem Zeitzeugen persönliche Erlebnisse mit geschichtlicher Relevanz einstellen können, ohne dabei auf die Anforderungen achten zu müssen, die für normale Lexikonartikel gelten. Auf diversen Veranstaltungen, auf denen ich das Projekt schon vorstellen konnte und in Gesprächen ist mir immer wieder großes Interesse an der Idee des Regional- und Stadtwikis begegnet und ich glaube, wir sind trotz einiger Widerstände immer noch auf einem guten Weg. Selbst auf Spiegel Online taucht das Thema schon auf und es gab unlängst das erste RegioWiki Camp an der Fachhochschule Furtwangen, zu dessen Besuch ich leider keine Zeit hatte. Die Zukunft für RegioWikis sieht also sehr interessant aus, da sollte das MagdeWiki keine Ausnahme machen.
Wir brauchen euch! Falls ihr Fragen zum Projekt MagdeWiki habt oder euch beteiligen möchtet (dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, auch wenn ihr keine Artikel schreiben wollt), dann gibt’s Infos im Wiki oder ihr mailt an jens(at)magdewiki.de .
…pflegt ein ehemaliger Arbeitskollege zu sagen, wenn wir uns über besonders lustige oder befremdliche Ereignisse aus dem Alltag eines Einzelhändlers unterhalten. Und in der Tat, Kunden bzw. Kundinnen (eine Unterscheidung in maskulin und feminin ist aus Erfahrung nicht relevant, weshalb im folgenden die männliche Form die weibliche impliziert) sind nicht einfach nur eine beschränkte Subklasse in der Gattung Mensch sondern davon auch eine der Interessantesten.
Kunde wird man, wenn man eine für den Verkauf von Ware jeglicher Art genutzte Gewerbefläche betritt. Ich vermute, dass, würde man das Gehirn eines durchschnittlichen Menschen, der zum Kunden wird, während dieses Vorganges mit bildgebenden Verfahren auswerten, man feststellt, dass zentrale Funktionen des menschlichen Denkapparates schlagartig ihren Dienst einstellen. Insbesondere der sogenannten gesunde Menschenverstand leidet darunter. Das zumindest läßt sich aufgrund meiner intensiven teilnehmende Beobachtung während der letzten sieben Jahre attestieren.
Aus meiner Erfahrung im Bahnhofsbuchhandel habe ich zahlreiche verschiedene Kundentypen dieser speziellen Umgebung herausgearbeitet, einige davon möchte ich hier gerne spezifizieren.
1. Der “Ich-nehme-nix-von-oben”-Typ auch genannt der Schieber
Einige Kunden sind offenbar der Meinung ein besonderes Anrecht auf möglichst frische Ware zu haben. Wir sprechen hier wohlgemerkt von alltäglichen Presseerzeugnissen (Tagespresse, Zeitschriften). Darum greifen sie vom Stapel des verfügbaren Produktes nicht wie man vermuten würde das obere Exemplar sondern schieben dieses – häufig mit geübtem Griff – beiseite, um das darunter liegenden Exemplar zu vereinnahmen. Der Schieber nimmt offenbar an, das obere Exemplar sei eine Art Leseexemplar, wobei er eben nicht berücksichtigt, dass das Lesen von Tagespresse ohne Kauf im Allgemeinen nicht erwünscht ist und geahndet wird (siehe Der Leser). Eune andere Vermutung wäre, dass der Schieber feinste Nyancen in der Abnutzung von Presseerzeugnissen binnen Bruchteilen von Sekunden visuell wahrnehmen kann. Nach intensiven Beobachtungen dieses Verhaltens habe ich persönlich ein Experiment etabliert, bei dem ich die oberen Exemplare von Zeitungsstapeln bei Gelegenheit vertausche. Ergebnisse stehen noch aus.
2. Der “Ich-spreche-nicht-mit-jedem”-Typ auch genannt der Schweiger
Einkaufen ist ein sozialer Prozess – insbesondere der Bezahlvorgang. Während viele Kunden schon beim Betreten grüßen und auch ihren Einkaufswunsch in klarer Sprache formulieren können, gibt es eine beachtliche Gruppe von Kunden, die, trotz offenbar vorhandener grundlegender Artikulationsfähigkeit, es nicht vermögen, ihrem Wunsch nach finanzieller Veränderung an der Kasse akustisch Ausdruck zu verleihen. Wir als Personal gleichen dies aus, indem wir auf non-verbale Hinweise achten, wie etwa das Ablegen eine Produktes auf dem Tresen. Schlecht, wenn der Kunde auch dazu nicht Willens oder in der Lage ist. Gerne spielen wir auch “Rate, was ich kaufen will” wenn der Kunde das Produkt gekonnt verbirgt und eine abgezählte Menge Bargeld bereit hält, in der Annahme, wir würden daraus schließen können, um welche Ware es sich handelt. Auch offensive Kontaktversuche wie eine Begrüßung oder Rückfragen (“Darf es noch etwas sein?” oder “Das ist alles dann?”) verfehlen hier oft ihre Wirkung und werden nicht als Kommunikationsangebot aufgefasst. Der Schweiger ist erkennbar an seinem demonstrativ mürrischen Gesichtsausdruck, allgemeiner Bewegungsarmut und zumindest in Magdeburg besonders häufig aber nicht ausschließlich in den frühen Morgenstunden (wir öffnen um 4.30 Uhr) anzutreffen.
3. Der “Offline-Illegal-Downloader” auch genannt der Leser
Nicht alle Kunden kennen den Unterschied zwischen einer Buchhandlung und einer Bibliothek, die Unterschiede sind – zugegeben – teils auch sehr subtil. Der zentrale Unterschied: In einer Bibliothek sind sie als Besucher eingeladen die vorhandene Literatur, auch Presse, direkt vor Ort zu konsumieren, außer einer Mitgliedsgebühr entstehen dafür keine zusätzlichen Kosten. Nicht so in einer Buchhandlung. Hier sind sie als Kunde aufgerufen, die Ware käuflich zu erwerben bevor sie sie anderenorts konsumieren können. Um ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern kann die Ware bei uns in Augenschein genommen werden, Titelseiten, Klappentexte und Inhaltverzeichnisse geben ihnen in Kürze einen Eindruck vom Inhalt des Produktes. Aus Kulanz können sie bei uns darüberhinaus Bücher und hochpreisige Presseerzeugnisse anlesen. Also nicht nur Gucken, sondern auch Anfassen. Wo gibt’s das sonst schon noch bei Produkten aus dem Convenience-Bereich?
Vielen Kunden scheint das nicht genug zu sein, besonders am Bahnhof werden Wartezeiten gerne mit Auszügen aus einem guten Buch oder einer Zeitschrift überbrückt, denn wenn man sie im Laden liest, dann kostet es ja nichts, oder? Falsch kann ich da nur sagen, doch wird der Leser vor Ort auf seinen Irrtum hingewiesen (ja, es fällt auf wenn man zwanzig Minuten regungslos mit einer Zeitschrift vor einem Regal verweilt), reagiert er zumindest irritiert, häufig beleidigt und manchmal schlichtweg beleidigend.
Darum an dieser Stelle einige Hinweise: Das Lesen von Tagespresse ist grundsätzlich nicht erwünscht, auch wenn sie nur “diesen einen Artikel suchen” oder “die Inserate nach XYZ absuchen wollen”. Schon gar nicht, wenn sie dafür mehrere Zeitungen durchblättern wollen. Tagespresse enthält die Neuigkeiten des (vorhergehenden) Tages und kostet üblicherweise weniger als zwei Euro. Die Kaufentscheidung sollte entsprechend simpel sein und sichtbar gelesene Ware ist für uns schwer verkäuflich (siehe der Schieber). Und wir haben keine Zeitungen von gestern. Ehrlich.
Es gibt keine Ecke im Laden, in der sie ungestört stehen können. Und wir sind nicht begeistert, wenn sie in den Regalen sitzen. Auf dem Boden ebenso wenig. Und nein, wir servieren keine Getränke. Unser Tipp: Kaufen sie doch das Produkt und gehen sie in ein Café!
Wir wären ihnen sehr verbunden, wenn sie angelesene Ware wieder an die Stelle ins Regal stellen könnten, aus der sie sie entnommen haben. Ja, die exakte Stelle, nicht nur ungefähr dasselbe Regal. Guter Tipp: Gleiche Produkte sehen exakt gleich aus. Danke.
Soviel für heute, beim nächsten Mal stelle ich dann den Händler, den Flüchtling und den Orientierungslosen vor.
Im Spiegel der vorvorletzten Woche war eine Titelstory zum Thema Freiheit, Kontrolle und Recht im Internet mit dem griffigen Titel “Netz ohne Gesetz” (man beachte den beinahe lyrischen Ansatz, auch wenn’s faktisch falsch ist). Die Prämisse ist also in drei Worten formuliert und sie wird noch weiter aufgebaut. Das Netz wird charakterisiert als “Parallelwelt” in dem “das Recht nichts wert sei”. Es werden Beispiele von Rufmord, Diffamierungen, käuflichen Blogeinträgen etc. versammelt, die es zweifellos so gibt, aber was beweist das schon? Das Netz ist so wenig Heilsbringer wie Apokalypse, es ist keine Parallelwelt, es ist die Welt – nur in digital. Alles, was man sich in der tatsächlichen (physischen) Realität vorstellen kann, findet auch im Internet statt. Diese Welt ist nicht virtuell, sie ist so real wie alles andere. Und das es dort keine Regeln gebe, ist deswegen schlichtweg falsch. Es sind andere Regeln und das Problem ist, das viele sie nicht kennen oder einhalten wollen. Dagegen muss man, das macht der Artikel auch zur zentralen Frage, durchaus etwas tun. Zustimmen muss man den Autoren dann auch, wenn sie feststellen, dass massive Aushandlungsprozesse in Gang sind: Welche Gesetze gelten im Netz? Wie setzt man sie durch? Wie schnappt man Täter, die sich überall auf der Welt befinden können?
Das ist natürlich irgendwie auch wieder typisch deutsch, dass man bei neuen Freiräumen erstmal fragt, wie man das kontrollieren kann. Wir leben nunmal in einem Land, in dem selbst das gemütliche Trinken eines Bieres auf öffentlichen Plätzen durch Verwaltung und Ordnungsamt reglementiert ist (just im Reality TV gesehen), in dem sich Nachbarn schon aus Gewohnheit vor Gericht treffen, wo jeder auf den Staat schimpft ohne zu merken, dass er selbst Staat ist und ja doch irgendwie auf dessen Regeln besteht. Der Staat (besonders der Regierungsapparat) ist wichtig, denn auch Datenschutz, der ebenfalls ein großes Problem im Internet ist, gibt’s nur per Gesetz. Das haben wir gerade wieder durch den Bericht über sogenannte Auskunfteien wie die SchuFa gesehen, Firmen steht das persönliche Recht auf die eigenen Daten eher im Weg. Im Moment ist der Staat, ja die gesamte Demokratie aber selbst in einer Art Identitätskrise (dazu später mehr).
Zentrales Problemkind sind natürlich die sogenannten Urheberrechte, die ja im Internet härter umkämpft sind als Ölquellen im Irak. Und die, so deutet man auch im Spiegel mit Verweis auf eine Rede von Reto Hilty (hier ein Interview), könnte durchaus dem Fortschritt im Weg stehen, weil sie Wissenfluß derzeit eher behindern als fördern. Und das ist in der sogenannten Wissensgesellschaft schon eine vitale Einschränkung. Dabei gibt es durchaus vernünftige Ansätze, wie man beispielsweise bei Larry Lessig oder Cory Doctorow immer wieder nachlesen kann, letzterer veröffentlich seine Romane zum Download unter Creative Commons-Lizenzen mit Derivatrecht und so entstehen Übersetzungen und sogar Hörbuchfassungen durch Dritte und stehen ebenfalls zum Download zur Verfügung. So sollte die Wissensgesellschaft funktionieren. Remixen, also das aufgreifen der Werke anderer in einem eigenständigen Werk, sollte z.B. für den privaten Gebrauch uneingeschränkt möglich sein. Wirkliche kommerzielle Nutzungen und damit verbundene Einschränkungen gibt es doch eigentlich nur zwischen Firmen. Warum muss ich als Privatperson trotzdem meterlangen Nutzungsbedingungen und Lizenzverträgen zustimmen, wenn ich mir ein Computerspiel kaufe oder Mitglied bei MySpace werde? Und auch für die Wissenschaft ist Copyright zunehmend problematisch, es führt beispielsweise dazu “[..], dass Forscher oft nicht genug Geld hätten, um die [Fach-]Zeitschriften zu abonnieren, in denen sie ihre eigenen, öffentlich finanzierten Ergebnisse publizieren.”

Als ein weiteres Problem wird die Einhaltung der Privatheit genannt. Gerade lief im Mittagprogramm der Privaten [ha, zwei Definitionen von privat, wie schön] wieder eine Pseudoreportage, wie leicht es doch wäre ‘private’ Informationen fremder Menschen aus Profilen bei StudiVZ, Facebook oder MySpace zu gewinnen. Alter, Freunde,Fotos, Job, Interessen und mehr kann man meist problemlos herauskriegen, jeder weiß, was du letzten Samstag getan hast. Die Lehre: Wir müssen aufpassen, was wir ins Netz einstellen.
Bullshit!!! Natürlich ist das leicht, das ist die Idee dieser sozialen Netzwerke. Einen der wenigen vernünftigen Beiträge zu diesem Thema liest man auf Spiegel Online unter dem Titel “Warum die Dummheit des Internets ein Segen ist“. Punkt 4: “Wir sollten aufhören, den Exhibitionismus anzuprangern, solange wir den Menschen schamlos und ohne jede Hemmung durchs Wohnzimmerfenster starren“. Und in der Tat, ich kann auch im Café, im Kino und auf der Strasse Menschen belauschen und private Details über sie erfahren. Ich arbeite ja auch in einem Buchladen und selbst dort erzählen die Menschen mir oft unaufgefordert viele private Details. Mich interessieren die eher selten, aber was wenn ich Böses im Schilde führen würde? Und so macht auch der Artikel eindeutig klar:
Wer bei Facebook, StudiVZ oder MySpace Bilder von sich ins Netz stellt, wer von der rauschenden Party am Vorabend berichtet, der ist in der Regel keineswegs “exhibitionistisch”, wie das in den vergangenen Jahren in nahezu jedem Artikel über die Jugend und das Netz zu lesen war. Die Leute, die da kommunizieren (denn nichts anderes geschieht dort), reden ja gar nicht mit Ihnen. Sondern mit ihren eigenen Freunden und Bekannten. Ihrem privaten Umfeld. Wenn im Park jemand auf einer Bank sitzt und seinem besten Freund Fotos von der Party gestern Abend zeigt, setzt man sich ja auch nicht daneben und glotzt.
Exakt. Also, liebe faule Redakteure und liebe neugierige Personalchefs: Finger weg von meinen privaten Profilen, was ihr wissen müßt steht bei xing und wenn das nicht reicht, ich komme gerne zum persönlichen Gespräch vorbei!
Nichtsdestotrotz schadet es natürlich auch nichts, wenn man auch die Privacy Funktionen der diversen Netzwerke kennt und nutzt. Andererseits würde es einem in der physischen Welt durchaus als Verfolgungswahn ausgelegt werden, wenn man keine Gespräche mehr an öffentlichen Orten führt und dafür immer alle Türen und Fenster schließt.
Zurück zum einleitenden Gedanken: Die Demokratie ist in der Krise oder wie Hans-Ulrich Jörges es formuliert: Das entmündigte Volk. Money Quote: “Deutschland hat ein Demokratiedefizit. Es ist nur noch Zuschauerdemokratie.” Und das Gefühl kann man durchaus bekommen, wenn man die im Artikel versammelten Beispiele liest und dann noch ein paar eigene Erinnerungen dazu wirft.
Meine Hoffnung ist darum, durch die Diskussion um das Netz die Karten neu verteilt werden, denn zumindest einige der offenbar schon etabliert geglaubten Regeln kommen wieder auf den Tisch und werden neu verhandelt. Sie mobilisieren sogar eine neue politische Gruppe. Insofern sind die Fragen, die das Internet aufwirft, möglicherweise wichtige Schritte in eine neue Welt mit neuen Regeln. Denn schon Albert Einstein wußte: ” The significant problems we have cannot be solved at the same level of thinking with which we created them.”
Das schöne am Web 2.0 ist, dass man sich auf Millionen verschiedene Arten zum Klops machen kann. Dies ist ein EXPERIMENT und zwar in jeglicher Hinsicht. Es ist mit Sicherheit nicht gut, aber ich wollte mal sehen, wie lange so’n Podcast basteln in etwa dauert und ähnlich wie meine ersten Websites kann ich in ein paar Jahren diesen Clip vielleicht als tolles Beispiel irgendwo zeigen. Also, als tolles Negativ-Beispiel natürlich. Anmerkungen und Kritik (insbesondere, aber nicht nur die von der ernsthaften Sorte) gerne hier in den Kommentarbereich.
Achtung: Aufgrund von Problemen mit dem PodPress Plugin, hab’ ich diese Funktion wieder deaktiviert.
Die Bücher, über die ich da quatsche sind:
Eigentlich ist es ja schon ein bissl spät für den Frühjahrsputz, trotzdem habe ich mich kurzentschlossen an die komplette Erneuerung meines geliebten – wenn auch durchaus vernachlässigten – Blogs gemacht. Das alte System war nach und nach doch sehr langsam geworden und mein Theme ging mir mittlerweile auch auf die Nerven. Also komplett neues Wordpress installiert, überflüssige Plugins rausgeworfen oder bessere gesucht, alte Posts importiert, neues Theme gesucht (weil K2 im Grunde keinen Vorteil mehr bietet und unnötigen Bauchspeck darstellt) – et Voilá!!
Nachteil ist, ich muß das Thema demnächst auch für mein Wiki umsetzen (des einheitlichen Looks wegen).
Und weil es albern wäre, nicht gleich neuen Schnickschnack einzubauen, wenn ich denn schon mal am Basteln bin, unterstützt mein Blog jetzt auch [Tataaah] Google Friend Connect. Klingt komisch, ist aber so. Außerdem möchte ich noch auf das Amazon MP3 Widget hinweisen, dass ich jetzt immer mit Lieblingsmusik bestücke (persönlich, nix automatisch). Die kann man dann übrigens auch online erwerben, besonders wenn man mir was Gutes tun möchte.
Update: Ich hoffe, ich habe alles mitgenommen, was irgendwie für den Blog wichtig war. Falls ihr irgendwo Fehler oder Ungereimtheiten bemerkt, die nicht auf den Autor zurückzuführen sind, bitte mit Mails werfen. Danke!
Endlich ein paar Tage Urlaub. Da das Semester durchaus stressig war, glaube ich mir die paar Tage Ruhe durchaus verdient zu haben. Eine der typischen Urlaubstätigkeiten sind Bücher, ich habe meine Zeit in das überaus erleuchtende Buch “Gestatten: Elite” von Julia Friedrichs investiert. Mehr aus Zufall als aus Absicht bin ich bei uns im (Buch-)laden – dort arbeite ich neben der Uni – auf das Buch gestoßen, so wie meistens war das ein absoluter Glücksgriff.
Das Buch begleitet die Journalistin Julia Friedrichs, die mit 25 Jahren ein Jobangebot von McKinsey ausschlägt um herauszufinden, was wir heutzutage unter Elite verstehen, wer das eigentlich ist und warum der Begriff derzeit solch eine fulminante Renaissance erlebt.
Ohne zuviel aus dem Buch vorwegzunehmen, denn ich möchte die Lektüre dem geneigten Leser meines Blogs durchaus ans Herz legen, möchte ich einige Kernpunkte aufgreifen.
Zunächst mal wird versucht den Begriff Elite zu definieren. Dazu besucht die Autorin diverse Bildungseinrichtungen in Deutschland und außerhalb (Internate, Privatunis etc.), die sich selbst vollmundig als Elitezentren bewerben und deren Absolventen demnach wissen sollten, warum sie die Elite stellen. Es zeigt sich schnell, dass es sich um einen höchst diffusen Begriff handelt, der eine weite Ebene aufspannt unter die man nahezu alle gewünschten Kriterien versammeln kann. Zunächst mal wird über die Leistung argumentiert. “Wer mehr leistet, hat mehr verdient. Wer mehr leistet, darf mehr bestimmen.” Die Eliten legitimieren ihre Sonderstellung primär damit, dass sie länger und härter arbeiten, mehr Verantwortung übernehmen. Durch die Gespräche wird aber klar, der Großteil der besuchten Eliteschmieden hat neben der Leistung ein weiteres, häufig nicht weniger bedeutendes Zugangskriterium: Geld. So wird im Verlauf deutlich, dass es eher die Oberschicht ist, die ihre Kinder auf Sprachschulen für Säuglinge, in luxuriöse Schlossinternate und auf private Wirtschaftsschulen fernab der restlichen Welt schicken kann, weil man von Hartz IV keine 10000 € Schulgeld stemmen kann und weil es kaum Möglichkeiten gibt, die finanziellen Hürden zu umgehen. Mal ganz abgesehen, dass man in einer Gruppe wohlsituierter Jugendlicher eh immer herausstechen wird. Man könnte zunächst annehmen, dies seien alles Klischees, und selbst die Autorin gibt zu, dass sie bis zu ihren Recherchen nicht wirklich an die Existenz dieser Parallelwelt geglaubt hat. Und doch stellt sie fest:
”[..]Mir ist klargeworden, dass in Deutschland eine gewaltige Eliten-Revitalisierungskampagne läuft. Der Satz ‘Wir brauchen wieder Eliten’ ist inzwischen so oft gesagt worden, dass ihn fast niemand mehr hinterfragt. Inzwischen hat man die zweite Phase der Kampagne gestartet. Die Phase der Realisierung. Kindergärten, Schulen und Universitäten versprechen, dass sie diese Eliten, die wir angeblich brauchen, ausbilden. Eltern überweisen Geld, damit ihre Kleinen dazugehören. Gebühren für den Kindergarten, für die Schule, das Internat, den Karrierecoach und die Uni. Wenn man die zusammenzählt, kommt man auf mindestens 300 000 Euro. Die sollte jedes Elternpaar für die Finanzierung eines solchen Elitebildungswegs beiseitelegen. Es wachsen Menschen heran, die vor allem eines lernen: Euer Platz ist unter den Gewinnern. Ihr dürft die wichtigen Posten in der Gesellschaft übernehmen. Ihr seid Elite.”
Den Rest (also beispielsweise mich), der sich nicht den Leistungskriterien unterordnet, keine regelmäßigen 16 Stundentage absitzt und nicht zu McKinsey will, nennen sie Niedrigleister und meinen damit, wenn wir nur wollen würden, könnten wir das auch erreichen, kämen wir auch in den – für mich fragwürdigen – Genuss von höherer Bildung, höherem Einkommen und elitärer Lebenssicherheit. Tatsächlich aber haben sich die meisten Elitisten nicht unbedingt die Position erarbeitet, in der sie sich als Elite sehen. Das widerspräche auch meinem Weltverständnis, denn die Welt halte ich für ein chaotisches System, dass nur sehr eingeschränkt unserer Kontrolle unterliegen kann und letztendlich sind nicht alle, die viel leisten, automatisch auf der Siegerstrasse.
Besonders die Moderne, und darin sind sich Theoretiker wie Sennett, Bauman oder Giddens wohl einigermaßen einig, mit ihren fragmentierten Lebensläufen, Brüchen mit langgehegten Traditionen und der Auflösung beziehungsweise Neuordnung raumzeitlicher Verhältnisse, bietet viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten als Menschen jemals gegenüberstanden, viele Abzweigungen auf dem Lebensweg aber eben auch immer weniger Dinge, auf die man vertrauen kann – Verlust der ontologischen Sicherheit – und folglich auch mehr Chancen zu Scheitern. Die Oberschicht konstruiert für ihre Nachfahren etwas, dass die Moderne eigentlich aufgelöst hat: die lineare Biografie über feste Stationen in die anhaltende Vollbeschäftigung und den garantierten Wohlstand. Und einen Führungsanspruch. “Leader” nennt man das heute, und meint dasselbe. Aber der Satz “Natürlich, mein Leader!” ist historisch noch nicht so negativ belegt. Realisiert wird das offenbar durch gezielte Vernetzung. So sind nicht nur die Leistungen sondern die Ehemaligen, Altschüler, Alumni etc. also die Zugehörigkeit zur Gruppe entscheidend für die Zukunftschancen. Und das gilt scheinbar unabhängig vom politischen Lager und in nahezu allen Organisationen, auch den NGOs. Da kann man natürlich sagen: Ja, so ist es halt.
Spätestens seit die Vernetzung vor allem im WWW explizit und sichtbar gemacht wird (Stichwort Soziale Netzwerke) wird wohl vielen klar, wie wichtig diese Netzwerkbildung und -nutzung in vielen gesellschaftlichen Bereichen schon längst ist. Freunde, Kollegen, Geschäftspartner – unser soziales Netz ist ein wichtiger Teil unserer Identität und bestimmt sehr stark unseren Handlungspielraum. Das ein Netzwerk – die selbsternannte Elite eben -, welches sich nur selbst repliziert und ansonsten nach außen abgrenzt, aber eben daraus einen Führungsanspruch ableitet ist ein Gedanke, den wir eigentlich mit der Aufklärung und der französischen Revolution abgelegt haben sollten und der sich mit der Idee der Herrschaft des Volkes so wie ich sie verstehe gar nicht verträgt. Und so kommunizieren auch einige Interviewte sehr klar ihre Überzeugung, dass sie führende Positionen in der Gesellschaft übernehmen wollen und zwar ganz klar außerhalb des geltenden politischen Systems und ohne Rücksicht auf den Rest, weil der sie bei der Weltneuordnung eher behindere. Kaum einer der auftauchende Charaktere stellt sich eine klassische politische Karriere vor. Viel mehr haben Beratungsfirmen wie eben McKinsey und andere, in denen sich die neue Elite längst versammelt und Konzepte für nahezu jeden Bereich der Politik und Verwaltung entwickelt, schon heute direkten Einfluss auf die Politik und damit ganz konkret auf unsere Leben, ohne dass wir sie dazu legitimieren können würden und wohl auch ohne nachvollziehbare und transparente Prozesse. Wäre ich Pessimist, würde ich befürchten, dass unsere Demokratie allmählich unterminiert wird und sich ein neuer Adel (oder Klerus) auf die Herrschaft vorbereitet.
Ich gehe auf eine staatliche Universität, was mich offenbar per Definition aus der Elite aussschließt. Zudem ist die Uni Magdeburg auch keine der neuen Elite-Unis. Zum Glück, wie ich finde. Aber wir beschäftigen uns mit imho wichtigen Fragen, zum Beispiel der Frage, wie die Welt von morgen aussehen könnte und was wir heute tun können, um uns nicht nur darauf vorzubereiten sondern sie mitzugestalten. Ein demokratisches Bildungssystem sollte, schon um die Demokratie selbst zu erhalten, für jeden Menschen die Bildung bereitstellen, die er, unabhängig von sozialem Rang und finanzieller Ausstattung der Eltern, benötigt. Das schließt durchaus besondere Unterstützung für besondere Begabungen ein. Reichtum ist keine solche Begabung, Vitamin B meiner Meinung nach auch nicht.
Es überkommt einen beim Lesen auch hin und wieder ein Unwohlsein ob des Engagements und des Fleißes, den junge Menschen dort offenbaren. Es ist die leise Angst, dass man selbst doch nicht genug leistet, sich zu viele oder zu ausgedehnte Pausen gönnt. Ich halte mich selbst durchaus nicht für außergewöhnlich strebsam und tendenziell wohl eher faul. Ich habe mein Abi mit 2,2 und meinen BA nach 8 statt 6 Semestern mit 1,5 gemacht. Oh, und ich hatte vier Semester Fehlstart. Nebenbei arbeitete ich auch immer (also für Geld). Sicherlich nicht schlecht, aber ein 16-Stunden-Tag oder eine 7-Tage-Woche gehören bei mir – Gott sei Dank – nicht zur Regel. Ich liege auch nicht faul rum, aber nicht alles, was ich tue, dient unmittelbar einer Karriere oder nur einem konkreten Zweck. Und vieles von dem, was ich tue, läßt sich oft eher schwierig monetarisieren. Trotzdem möchte ich dass nicht zum bestimmenden Faktor in meiner Lebensplanung erheben. Muss ich mich fürchten, von einer Gruppe, die sich selbst als das Ultimum begreift, abqualifiziert zu werden?
Das klingt jetzt vorsätzlich sehr überspitzt und genau so wirkt auch der Schluß des Buches, aber trotzdem sollten wir uns fragen. Meine Hoffnung ist, dass bei all den Unvorhersehbarkeiten, die die Zukunft mit sich bringt, auch die selbsternannte Elite irgendwann ins Schwimmen gerät. Das materieller Reichtum, wenn er nicht von der Mehrheit der Erdbevölkerung bessessen wird, schlicht und einfach irgendwann kein Maßstab einer globalen Gesellschaft mehr sein kann. Das man die Leute mit Argumenten überzeugen muß, um die Welt zu verändern, und sie nicht einfach dem Leader folgen. Das klingt vielleicht utopisch, aber das klang ein Flug zum Mond vor 50 Jahren auch noch und dieser Tage feiern wir dessen 40. Jahrestag.
Das Buch liest sich gut weg, bleibt aber doch im Hinterkopf. Möglicherweise ist das Szenario, welches dort gezeichnet wird, sehr einseitig und auch durch die – unverblümt offen kommunizierte – eher kritische Grundhaltung der Autorin beeinflusst. Aber es soll auch lediglich eine Diskussion anregen, die scheinbar nicht geführt wird. Und letztendlich steht ja allen Widerstreitern frei, eigene Argumente und Definitionen des Begriffes “Elite” einzubringen. Auch in Form eines Bestsellers, wenn’s sein muß.

Eines der sich fortsetzenden Themen meines Blogs sind ja die diversen Einschränkungen der persönlichen Freiheit, die uns das Grundgesetz garantieren sollen, unter meist fadenscheinigen oder zumindest fragwürdigen Begründungen.
In den letzten Wochen und Monaten war das Netz im Aufruhr ob des Vorschlages der Familienministerin (Zens)Ursula von der Leyen, ein nationales technisches System zu installieren, um den Zugang zu Websites mit Kinderpornografie zu sperren. Was erstmal ganz nobel klingt ist aber in den Augen der vielen Gegner zum einen eine wirkungslose Maßnahme, weil die Websites nur innerdeutsch geblockt werden, tatsächlich aber nicht gelöscht sind. Zum anderen ist die Art, wie das System umgesetzt werden soll intransparent und kann, wie auch schon von Politikern meist unabsichtlich gefordert, auch genutzt werden um den Zugang zu anderen unliebsamen Websites zu blockieren. Das können die bösen Torrent-Websites sein, die in Augen der Content-Industrie noch immer der digitale Antichrist sind. Oder aber Seiten des politischen Gegners, unabhängige Medien, die Möglichkeiten sind im Grunde endlos und da die Liste blockierter Seiten nicht öffentlich sein kann, erfährt man erst davon, wenn es geschehen ist. Wie Praktisch!
Nun ist die Maßnahme technisch allerdings ja halbgar, es werden lediglich DNS Server (der großen Provider) so manipuliert, dass sie Namen entsprechender Websites nicht mehr in die Rechneradresse übersetzen sondern auf eine entsprechende Warnseite. Wer das zu umgehen weiß (z.B: mit ausländischen DNS Servern oder Proxies), der ist schon aus dem Schneider.
Das eigentliche Problem ist aber imho, dass die Unkenntnis, also fehlende Medienkompetenz der Menschen hier durch die ebenso uninformierten Politiker ausgenutzt wird. Nicht zum ersten Mal zweifellos, die erzählen ja immer nur, was die Wähler hören wollen. Da sind Leute wie ein mir bekannter Fitnesstrainer Mitte 30, der seinen MP3-Player nicht selbst befüllen kann und von Internet “nur gehört” hat oder mein Vater (60), der sich mit anderen technisch komplexen Systemen beschäftigt, aber das Internet schlicht nicht braucht und wahrscheinlich auf der Straße auf die Frage, ob man diese Maßnahme gegen Kinderpornografie im Internet bräuchte, auch mit Ja antworten würde. Warum sollte man auch dagegen sein??
Aber da sind auch Leute wie meine Nachbarin im Rentenalter, die gerne und oft im Internet surft oder aber die Gruppe Senioren, mit der ich gerade beruflich zu tun habe, die sich in Webcommunities engagieren, Artikel schreiben, das Netz entdecken und denen man wahrscheinlich sogar problemlos vermitteln kann, warum das neue Gesetz Zensur Tür und Tor öffnet. Wohin das führt haben sie zum Teil selbst schon mehrfach erlebt. Auch darum hatte ich gehofft, dass die Dummheit dieses eine Mal nicht siegt. Offenbar hat sie es trotzdem getan, am traurigsten ist eigentlich, dass die Abgeordneten des Bundestages, auch jene, die dagegen gestimmt haben (FDP, Linke, Die Grünen), wahrscheinlich nicht mal aus Überzeugung entschieden, sondern einfach pflichtgemäß ihre Rolle als Regierung/Opposition wahrgenommen haben.
Aber damit werden schon heute Grenzen aufgestellt, die meine und die folgenden Generationen -allesamt bestens mit dem Internet vertraut und deshalb auch von den Argumenten unbeeindruckt – dann prägen werden. Denn die Erfahrung zeigt, dass einmal beschlossene Gesetze nur sehr schwer wieder verschwinden, nicht umsonst blähen sich deutsche Gesetzestexte immer weiter auf, anstelle dass man sie mal entrümpelt. Wir Deutschen halten einfach gern an den alten Dingen fest, es sei denn, man zahlt uns eine dicke Abwrackprämie. Was wahrscheinlich auch der Grund ist, weshalb wir noch heute (nach 19 Jahren!) keine echte Verfassung haben, sondern nur ein “Grundgesetz” von 1959. Nicht nur weil es sich bewährt, sondern vor allem -so scheint es- weil es schon so alt ist. Und die Alten muss man respektieren. Eigentlich.

Darum feiern wir auch in diesem Jahr, dass neben der aktuellen Netzsperre ja auch schon diverse Vorschläge zur Zensur von Computerspielen gesehen hat, 60 Jahre Grundgesetz und freuen uns, dass die Mütter und Väter des Gesetzes so vorausschauend gedacht haben. Denn der alte Text ist simpel und klar verständlich, verwässert wurde er erst im Laufe der Jahre durch Ergänzungen und Zusätze. Was wahrscheinlich dazu geführt hat, dass gerade Politiker heute einfach nicht mehr wissen, was im GG drin steht. Und nicht mehr verstehen, was es bedeutet. Möglicherweise beschäftigt sich ja das Bundesverfassungsgericht noch mit der Thematik.
WARNUNG: Dieser Beitrag ist NICHT Spoilerfrei sondern nimmt dezidiert Inhalte des besprochenen Films vorweg, wenn sie den Film also nicht gesehen haben udn sich den Spass nicht verderben wollen, lesen sie einfach nicht weiter.
Mit etwas Verspätung bin ich dann gestern doch einmal ins Tschinema gegangen, um mich mit dem neuen “Star Trek”-Film mit dem unsubtil-offensichtlich-neu-definitorischen Titel “Star Trek” sowohl inhaltlich als auch formal auseinanderzusetzen. Ich bin großer Star Trek – Fan, mit TNG aufgewachsen und war spätestens mit Ende des Teenagerzeitalters komplett im Star Trek – Universum sozialisiert. Insofern war meine Ausgangsmeinung eher kritisch, zumal der letzte Star Trek Streifen (“Nemesis”) zwar gute Momente hatte, mich insgesamt aber doch sehr enttäuscht hatte.
Die Kunde verbreitet sich ja rasend schnell im Internetzeitalter und ich hatte also schon aus diversen Quellen positive Kritiken vernommen, freute mich also durchaus auf den Film und auch darüber, die englische Originalversion zu konsumieren. Synchronisation wirken immer ein bißchen entrückt zumindest wenn man die Möglichkeit hat mit den Original zu vergleichen, weswegen ich bisweile gleich darauf verzichte und mich lieber damit abfinde, dass ich bestimmte Sätze erst beim zweiten Mal komplett verstehe. Manchmal.
Die Sprache sollte sich aber im Verlauf auch gar nicht als so großes Problem erweisen, denn die Dialoge sind durchaus nicht das Herzstück des neuen “Star Trek”s. Die Geschichte ‘kurz’ umrissen:
In der Zukunft (24. Jahrhundert, also zu Zeiten von Picard und Co.) ist Spock Botschafter bei den Romulanern, warnt diese vor dem drohenden Kollaps der Sonne und will zu deren Rettung vulkanische Technologie einsetzen. Große Unterstützung erfährt er dabei nicht, nur ein junger Captain eines Bohrschiffes ist von seinen Absichten überzeugt. Jener Captain (“Nero”) bringt Spock nach Vulkan, der bedient sich eines neuen Schiffes und sogenannter “roter Materie” und macht sich auf, die Supernova aufzuhalten, weil sie auch den Rest des Quadranten bedroht. Doch die Tragödie nimmt ihren Lauf, die Sonne wird zur Nova, Romulus wird zerstört. Nero schwört Rache an Spock, baut sein Schiff um und malt sich das Gesicht an, während Spock seinen Auftrag ausführt, nur eben etwas zu spät. Beide werden durch das Schwarze Loch unabsichtlich in die Vergangenheit versetzt, wo sich dadurch eine alternative Zeitlinie etabliert. - Dieser Teil der Geschichte kann im Star Trek – Countdown Comic detailliert nachgelesen werden, er wird im Film selbst auch eher undeutlich rekonstruiert. -
Nero greift die U.S.S. Kelvin an, auf der George Kirk kurzerhand zum Captain wird und die gesamte Besatzung, unter ihnen seine Frau mit dem noch ungeborenen James T. Kirk, rettet, indem er selbst zurückbleibt und die Kelvin mit dem Feindschiff kollidieren läßt. Wir werden Zeugen wie Kirk auf der Erde und Spock auf Vulkan aufwachsen, beide als Außenseiter in ihren jeweiligen Welten, wie beide zur Sternenflotte kommen und sich dort begegnen. Von Freundschaft kann keine Rede sein. Sprung, schon muß die brandneue Enterprise (unter Captain Pike) ihre Jungfernfahrt zur Verteidigung des Planeten Vulkan antreten, der von Neros Bohrschiff angegriffen wird. Trotz spektakulären Einsatzes von Kirk (erster Offizier nicht Captain) und der restlichen Crew, wird Vulkan mittels der “roten Materie” ebenfalls spektakulär zerstört, Spock (jetzt Captain, weil Pike von Nero gefangen) kann seinen Vater aber nicht seine Mutter retten. Kirk und Spock streiten sich über den Fortgang der Mission, Spock setzt Kirk außer Gefecht und läßt ihn auf einem Eisplaneten zurück(!) wo er erst den Zukunfts-Spock (Leonard Nimoy) und dann Scotty trifft, letzterer beamt ihn und sich nicht aber den alten Spock auf die Enterprise (während Warpgeschwindigkeit!). Kirk provoziert Spock -jung-, der muß daraufhin den Stuhl räumen, Kirk ist Captain und befiehlt das Bohrschiff anzugreifen. In einem furiosem Endkampf sabotieren Kirk, Spock et al das Schiff, verhindern den Untergang der Erde und retten den Tag. Letztendlich begegnen sich noch der alte und der junge Spock, Kirk wird offiziell Captain der Enterprise und das Ende ist offen. Puh.
Ja, das ist echt viel Story für einen einzigen Film und so hetzt man auch von einem Plotpunkt zum nächsten. Die Bildinszenierung unterstützt das auch durch wesentlich hektischere Actionszenen, die den Film weitgehend dominieren. Der Look ist gut, nicht un-trekkisch auf alle Fälle, viele Aspekte der klassischen Serie wurden wenn auch modernisiert übernommen, hier gibt es nichts zu meckern. Anders bei der Story, es gibt immer wieder Situationen die arg konstruiert wirken, man bemerkt unangenehm, wie J.J. Abrams da offenbar eine mentale Strichliste abgearbeitet hat. Viel steckt drin, darum auch einige schöne Momente, und das Filmerlebnis ist überaus atemberaubend, visuell wie akustisch. Doch am Ende des Tages stellen sich dem Zuschauer Fragen: Bei all dem Stress, was ist eigentlich der Payoff? Vulkan zerstört, die Zeitlinie offenbar permanent verändert, alles ist anders, aber heißt das auch besser? Und: Ist das jetzt Star Trek? Um es kurz zumachen, ich denke: Nein. Und das hat man ja auch im Vorhinein kommuniziert, ein Film für alle sollte es werden, für neue Fans, mehr wie Star Wars, massenkompatibler, weniger verkopft und intellektuell. Hmm, aber ist nicht genau das die Essenz von Star Trek?
Erfolg ist wichtig, zweifellos, und das eine Neuauflage alter Inhalte großartig klappen kann, hat man bei Ronald D. Moores ‘reimagined’ Battlestar Galactica sehen können. – Moore war übrigens ein wichtiger Autor für Star Trek TNG, DS9 und Voyager. Wer hätte das gedacht… – Ich glaube aber, Star Trek ist eben nicht Star Wars. Star Trek verkörpert die Idee von Gene Roddenberry, dass der Mensch sich in einer nahen, vorstellbaren Zukunft nicht nur technologisch sondern auch als Gesellschaft, Gemeinschaft und Rasse weiterentwickelt. Star Trek ist Hoffnung und hat nicht nur die Welt des Films sondern die ganze Welt entscheidend beeinflusst. Es war immer eine Parabel auf unseren Planeten und seine Mißstände, oft mit deutlichen Verknüpfungen und politischen Auseinandersetzungen. Und Probleme löste man nicht – oder nicht nur – mit dem Phaser, sondern durch Verstehen, Denken, Selbsterkenntnis und, oh welch’ ein Frevel, in dem man Dialoge führte. Auch gerne mal während man sich beschoss. Star Wars hat durchaus auch eine Geschichte zu erzählen, aber im Vergleich zu den meist profunden moralischen Erkenntnissen aus Star Trek, den über Jahrzehnte ausgestalteten Charakteren und den üblicherweise eher sinnbildlichen Kämpfen, ist diese schlicht volkstümlich und simple Unterhaltung. Durchaus wie die vom neuen “Star Trek”-Film.
Der Kunstgriff ist hier in der Tat, alles Bekannte explizit beiseite zu schieben und aus Versatzstücken ein neues Franchise zu kreieren, mit dem man ein neues Publikum erreicht und Geld verdienen kann. Das kann man aber eben, wie BSG zeigt, auch mit intelligenten Geschichten und ohne so durch den Plot zu hetzen. Letztlich ist der -vermutlich- erste Film des neuen Star Trek Universums eine zweistündige Exposition, es geht primär um Kirk und Spock und um die Etablierung einer neuen Basis, einer neuen Bildsprache, eines neuen Kontextes. “Star Trek” wie wir es noch nie gesehen haben, war das Versprechen. Irgendwas-das-entfernt-an-Star-Trek-erinnern-könnte wurde geliefert. Man hat auch durchaus einige Perlen für Fans in den Film eingestreut (z.B. spricht Majel Barett Roddenberry zum letzten Mal den Schiffscomputer der Enterprise), aber das Gefühl der Hoffnung, die positive Idee von einer Zukunft, in der die Menschen besser sind, daran konnte der Film zumindest für mich nicht anknüpfen. Zugegeben, es ist ein schweres Erbe, aber vielleicht hätte man weniger Wert auf die Effekte und mehr Wert auf eine Geschichte legen sollen, die des Franchises würdig ist.
Als letzte Note bleibt auch die Musik von Michael Giacchino (u.a. “Ratatouille”) stark hinter den tollen Soundtracks von Alexander Courage (welcher wenigstens zitiert wird), oder Jerry Goldsmith zurück, mehr Percussion als alles andere, bombastisch wie das visuell omnipräsente Linsenflimmern, aber letztlich nicht markant, erhaben oder irgendwie emotional. Ich hoffe, dass “Star Trek” in Zukunft die neue Dynamik mit der alten Bedeutungshaftigkeit verknüpfen kann, solange scheint mir aber die Arbeit am Franchise noch in der Beta-Phase und das Universum ist, wie die frühen Trailer des Filmes es formulierten, noch “Under Construction”.
Fazit: Toller Sound, tolle Effekte, tolles Popcorn-Kino, wenig Star Trek
Angesichts eines freien Tages (dem gestrigen Herren-, Vater- oder Männertags aka Christi Himmelfahrt) habe ich mir ein bißchen freiwillige Arbeit gesucht und mich daran gemacht die 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt von Jesus Christus anhand lange verschollener Tagebucheinträge zu rekonstruieren (bevor es der Stern tut). Mein Hebräisch ist relativ schlecht, darum ist die Übersetzung möglicherweise nicht originalgetreu. Trotzdem hoffe ich, dass gerade dem Christentum eher ferne Menschen durch meine Auslegung die historische Dimension des Tatsachenberichts zu würdigen wissen und ihren Horizont zu erweitern vermögen.
Anmerkung: Die folgenden religiöse Verballhornung ist in der Absicht geschrieben lustig zu sein. Wenn sie diese beiden Konzepte (Religion und Spass) für sich nicht vereinen können, lesen sie bitte hier.
Tag nach Auferstehung – 28 nach Christus

Stehe jetzt schon geschlagene 10 Stunden an der Strasse und keine Sau nimmt mich mit. Immer die gleichen Ausreden: Kein Platz auf dem Maulesel, Wagen voll beladen. Das sah vor meinem Tod noch ganz anders aus, da haben mir die Menschen freiwillig angeboten, auf ihren Tieren in die Städte zu reiten. Lang ist’s her. Langsam macht mir dieser ganze Auferstehungskram keinen Spaß mehr. Was Vater sich dabei bloß gedacht hat. Von meinen Jüngern war natürlich keiner da, als ich wieder aufgewacht bin. Woher sollten sie auch wissen, dass ich das nur übergangsweise gemacht habe. War halt so’n symbolischer Akt damit sie später sagen: “Er starb für unsere Sünden, er litt am Kreuz für uns.” Blah, blah. Bin jetzt auf dem Weg zu ihnen, Vater meinte ich soll noch 40 Tage mit ihnen abhängen, damit das mit dem Christentum klappt. Ich find’s ja ein bissl albern, aber Vater kommt ja immer auf solche Scherze. Noch eine Religion, als ob wir die nötig hätten! Gestern hatte Vater schon erwähnt er hätte wieder was neues in petto. Ich erinnere mich noch an unsere letzte neue Religion. Hab’ den Namen schon verdrängt. Irgendwas mit einem glatzköpfigen, dicken Mann und einer Sache, die er Nirvana nennt. Ich dachte, das klingt cool, wie der Name einer Rockband. Aber die haben wir ja auch erst für später geplant.
Naja, ich muß jetzt erstmal weiter. Warum konnten die mich eigentlich nicht näher an Galiläa begraben? Immer diese langen Wege, und dann hat man nur diese dusseligen Jesuslatschen. Nicht mal was von Adidas! Ist doch wirklich zum aus der Haut fahren. Ich hoffe, dass irgendwann mal am Tag meiner Auferstehung, die Leute versteckte Eier suchen müssen, damit sie wissen, wie sehr mir das auf meine gegangen ist.
Jetzt erstmal weiter ins nächste Dorf.
2 Tage nach Auferstehung
Hab’ mich mächtig geärgert! Hatte noch ein paar Latschen und anderen Tinnef im Grab liegen lassen. Also flugs Maultier gemietet und bin wieder zurück um meine Habseligkeiten einzusammeln. Kaum angekommen schleichen sich drei Weibsbilder heran und fragen mich, wo denn der Jesus läge. Ungläubiges Staunen als ich ihnen erkläre, dass ich das sei, die Jünger hätten gesagt, ich wäre gekreuzigt worden. “Ja”, sage ich, “aber jetzt bin ich halt wieder da. Schickt mir die Rabauken mal nach Galiläa.” Pfahle Gesichter, ich erzähle noch kurz was von Auferstehung, dann lassen sie mir ein paar Grabbeigaben da und verschwinden wieder. Spaßig, aber ich packe mein Zeug zusammen und mache mich auch auf den Weg. Will um Gottes Willen nicht hier sein, wenn noch ein paar Pilger vorbeikommen.
6 Tage nach Auferstehung
Endlich in Galiläa angekommen! Was für ein Hallo. Waren alle ziemlich überrascht, dass ich [Achtung Wortwitz!] aufgekreuzt bin. Judas war leider nicht da, man berichtete mir er hätte wohl schon ein Auge auf Maria Magdalena geworfen. Aber nicht solange ich da bin. Sie wissen nicht, dass ich in 34 Tagen eh wieder weg bin. Noch nicht. Aber das werde ich ihnen wohl noch beibringen müssen. Unter anderem. Habe mir erstmal die Füße salben lassen. Habe Blasen so groß wie Feigen von der Lauferei. Endlich mal wieder in Ruhe ausschlafen…
7 Tage nach Auferstehung
Ok, Plan: Ich werde jeden Tag ein paar Stunden mit einzelnen oder mehreren Jünger verbringen. Ich erzähle ihnen Gleichnisse und Geschichten, ein paar Wunder hier und da, so wie früher. Sie sollen hinaus in die Welt und den neuen Glauben verbreiten. Und mein Buch verticken, wenn’s fertig ist. Habe mir hier eine gemütliche, abgelegene Pension gesucht, tolles Frühstück hier. Keiner weiss, wo die sich befindet, sonst gehen sie mir doch noch den ganzen Tag auf die Nerven. Ehrlich gesagt war diese ganze Verrat-Kreuzigung-Auferstehungsangelegenheit ziemlich anstrengend und damit hab’ ich mir wohl etwas Ruhe verdient. Nichtsdestotrotz muss ich auch weiter an den Büchern arbeiten, also den religiösen Schriften, die ich hinterlassen soll. Die Entwürfe von oben sind ja ganz nett, aber noch nicht das gelbe vom Ei.
9 Tage nach Auferstehung
Gestern hat mir einer meiner Jünger erzählt, dass ein paar Frauen mein Grab aufgesucht haben und entsetzt feststellen mussten, dass es leer ist. Dann, so sagen sie, wäre ich ihnen erschienen… Musste mich ein bißchen zusammenreißen, nicht laut loszulachen. Immerhin haben sie mich besuchen wollen, dafür gibt’s Bonuspunkte. Aber was die “Erscheinung” angeht, hoffe ich, die erzählen das nicht rum. Glaubt aber wohl auch keiner. Hoffentlich.
Bin ansonsten noch damit beschäftigt, dieses Christentum-Ding zum Laufen zu bringen. Vom Konzept her ja eher eine dogmatische Angelegenheit, zumal es quasi ein Sequel zum Judentum werden soll, wenn ich Vater da richtig verstehe. Aber gestern Nacht hatte ich eine Eingebung um die Sache zukunftsfähig zu halten: Veränderung! Das einzig Konstante im Universum ist die Veränderung pflegt Daddy doch zu sagen. Und er muß es ja wissen. Zunächst mal werden wir einen Menschen hier als Stellvertreter Gottes auf Erden einführen und wenn der stirbt (und das wird er) dann müssen sie einen neuen wählen, schön so mit festen Regeln und massenhaft traditionellen Ziermechanismen. Ich hab’ mit Johannes drüber gesprochen, aber der meinte, das wäre ihm zu stressig und das könnte vielleicht eher Simon Petrus machen. Auch keine schlechte Idee, werde ihn heute abend beim Wein mal drauf ansprechen.
12 Tage nach der Auferstehung
Heute bin ich Maria M. begegnet. Mit Judas läuft nichts hat sie mir geschworen, nachdem ich ihr alles erklärt habe, wegen der Wiederauferstehung und so. Haben uns für morgen verabredet. Simon Petrus findet die Idee mit dem Gottesvertreter wohl super, wenn er in Italien wohnen darf, sagt er, macht er den Job.
14 Tage nach Auferstehung
Heute Riesenstreit mit Gott Vater gehabt, wegen des Katholizismus. Findet er ja total toll, von wegen Brauchtum und Tradition und so. Obwohl das Buch bis jetzt relativ lahm ist. Von den Sünden freikaufen, was für eine kranke und materialistische Idee! Wo bleibt denn da das Spirituelle? Hab’ ihm meine Idee des Protestantismus erklärt, findet er natürlich überhaupt nicht göttlich. Selbst den Teil mit Luther und den Thesen, obwohl ich mir da doch wirklich den heiligen Geist aus dem Leib geschrieben habe. Meine Fähigkeiten als Autor sind scheinbar zu beschränkt, was ich aber durchaus auch von Vater habe (wenn man sich mal die Bücher Mose durchliest, läuft es einem auch eiskalt den Rücken runter, als Souffleur hat der gar nichts drauf). Muss ich wohl jemanden mit einspannen, der sich mit sowas auskennt. Vielleicht Johannes mal fragen. Heute Abend erstmal ins Theater mit Maria Magdalena. Danach schick essen gehen und dann schau’n wir mal.
Die Fortsetzung gibt es spätestens am Sonntag…