Ich glaube ja, dass man im Leben niemals ernsthaft etwas abschließt sondern es lediglich für eine Zeit x links liegen läßt. So führe ich diverse Listen von angefangenen Gedanken und Vorhaben, die ich dann meist schnell vergesse bis sie mich irgendwie wieder einholen. “Understanding Comics” ist so ein Fall. Das Buch bzw. der Titel sind mir schon mindestens zwei Mal über den Weg gelaufen, beide Male als Buchtipps eines Dozenten bzw. eines Referenten aus der Computerspielebranche. Ich habe mir immer Notizen gemacht mit der Absicht das Buch zu lesen. Jetzt endlich hab’ ich das tatsächlich auch geschafft. *g*

Understanding Comics. The Invible Art” oder zu deutsch “Comics richtig lesen. Die unsichtbare Kunst” ist ein Comic über Comics von Scott McCloud. McCloud ist Comic-Zeichner und versucht in diesem Buch dem Comic als -scheinbar- noch recht jungem neuen Medium auf die Spur zu kommen. Das ist schon deswegen spannend, weil neben den großen visuellen Technikmedien wie Film, dem Web oder Internet die breite Palette der “Sequentiellen Kunst”, wie McCloud es neutraler benennt, gerne übersehen wird. Beginnend mit der historischen Entwicklung arbeitet sich das Buch, welches schon 1993 erschienen ist, durch alle wichtigen Fragen die Comics aufwerfen: Was bewirken Panels, wie stellt man Zeitverläufe und Bewegung dar oder wie wirken sich verschiedene Darstellungen auf die Interpretation des Lesers aus? Der Autor selbst führt dabei (als Comicfigur) durch seine Gedanken und bedient sich allerhand Beispiele verschiedener Künstler. Dabei soll das Buch keine Sammlung von unumstößlichen Wahrheiten darstellen, es versucht vielmehr eine überfällige Diskussion um ein recht unterschätztes Medium anzustoßen und war darin auch durchaus erfolgreich. Es folgten noch zwei weitere Bücher: Reinventing Comics (2000) und Making Comics (2006). Die muss ich dann wohl auch noch lesen (Notiz an mich…)

Besonders interessant ist das Buch insbesondere auch für Nicht-Comic-Geeks wegen seiner interessanten Ausführungen was das Konzept von Zeichen und Ikonografie beziehungsweise ihre Funktionen zum Transport von Bedeutung betrifft. Denn in Comics kann nur über die visuelle Darstellung und über Sprache – auch nur eine Sammlung abstrakter visueller Repräsentationen für Laute – kommuniziert werden. McCloud zieht dabei eine Ebene (“The picture plane”) zwischen

1. dem Ab-Bild, das eine Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit herstellt

2. der Bedeutung, welche durch ein Symbol repräsentiert wird, das keine Ähnlichkeit mit dem eigentlich Gegenstand hat (z.B. das Bild eines Gesichts und das Wort ‘Gesicht’) und

3. Der abstrakten Darstellung, die weder Ähnlichkeit noch Bedeutung haben muss.

Hier geht es also um essentielle Fragen der visuellen Kommunikation. So visualisiert McCloud beispielsweise die These, dass Bild und Text in einer Balance stehen und sich in verschiedenen Weisen aufeinander beziehen können um daraus spezifische Wirkungen abzuleiten. Wenn man bedenkt, dass wir uns in einer dominant visuellen Kultur bewegen und dazu die Gedanken des Buches aufnimmt, fragt man sich, warum unsere gesellschaftliche Idee von (Aus-)Bildung – ja liebe Insider, nicht im Sinne der StruMebi – so textlastig ausfällt.
Wie gesagt, man kann bestimmte Schlußfolgerungen kritisch betrachten, viele der Grundannahmen sind aber verstehenswert und können auch für andere Themenbereiche – beispielsweise die visuell-unterstützte Präsentation – wertvolle Anregungen geben. In diesem Zusammenhang werde ich dann bestimmt einige Ausführungen nochmals zu Tage fördern.

Scott McCloud hat auch einen faszinierenden Vortrag bei TED gehalten, der im folgenden zur Ansicht bereit steht, für alle, die das Thema gerne vertiefen möchten. (Und wehe ihr möchtet nicht!) Achja, und dann gibt’s natürlich überall im Text noch die Links zu den Büchern bei Amazon, bei denen ich immer ein Kleinigkeit mitverdiene, wenn ihr was bestellt. *g* Danke.

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Aug
13
Filed Under (Allgemein, Allgemeines, blog, blog announcement, deutsch) by yodahome on 13-08-2009
Altes Layout- Wech!

Altes Layout - Wech!

Eigentlich ist es ja schon ein bissl spät für den Frühjahrsputz, trotzdem habe ich mich kurzentschlossen an die komplette Erneuerung meines geliebten – wenn auch durchaus vernachlässigten – Blogs gemacht. Das alte System war nach und nach doch sehr langsam geworden und mein Theme ging mir mittlerweile auch auf die Nerven. Also komplett neues Wordpress installiert, überflüssige Plugins rausgeworfen oder bessere gesucht, alte Posts importiert, neues Theme gesucht (weil K2 im Grunde keinen Vorteil mehr bietet und unnötigen Bauchspeck darstellt) – et Voilá!!
Nachteil ist, ich muß das Thema demnächst auch für mein Wiki umsetzen (des einheitlichen Looks wegen).

Und weil es albern wäre, nicht gleich neuen Schnickschnack einzubauen, wenn ich denn schon mal am Basteln bin, unterstützt mein Blog jetzt auch [Tataaah] Google Friend Connect. Klingt komisch, ist aber so. Außerdem möchte ich noch auf das Amazon MP3 Widget hinweisen, dass ich jetzt immer mit Lieblingsmusik bestücke (persönlich, nix automatisch). Die kann man dann übrigens auch online erwerben, besonders wenn man mir was Gutes tun möchte. :-)

Update: Ich hoffe, ich habe alles mitgenommen, was irgendwie für den Blog wichtig war. Falls ihr irgendwo Fehler oder Ungereimtheiten bemerkt, die nicht auf den Autor zurückzuführen sind, bitte mit Mails werfen. Danke!

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Offenbar hab’ ich in den letzten paar Wochen ein bißchen Bloggingsommerpause gemacht, weil ich neben meinen beiden Jobs noch mit ein bissl Bachelorarbeitschreiben beschäftigt war. Das war zwar nicht beabsichtigt, aber rückblickend hab’ ich damit auch das böse Sommerloch gut umschifft, wenngleich in der IT Branche so ein Sommerloch gar nicht mehr aufzutreten scheint. Wie sonst erklären sich die neuen 140 Posts in meinem Feedreader, jeden Tag!
In der klassischen Presse (wie eingfleischte Leser wissen, arbeite ich als Verkäufer im Presse- und Buchhandel) ist das Sommerloch mehr als präsent, vor allem, wenn man quasi gezwungen ist die Titelseite der Bild täglich zu bestaunen. [Name von präferierter religiöser Kernfigur einfügen] sei Dank gibt es jetzt die olympischen Spiele in China, so dass die Medienmacher wieder ausgelastet sind, das Gejammere ob der eigentliche weltberühmt und -berüchtigten Einstellung Chinas zu Themen wie Menschenrechten, Freiheit und Tibet, das man in Fernsehdiskussionen, Feuilletons und auch online um die Ohren gehauen bekam war ja kaum noch zu ertragen. Jetzt schwärmen  noch alle von der Eröffnungsfeier und den ersten sportlichen Wettkämpfen bzw. welche Medaillen wer abgestaubt hat, ab der nächsten Woche dürfte Doping einen wichtigen Platz auf den Titelseiten einnehmen, wenn ich mal blind in die Zukunft blicken darf.

Wichtig war auch die Rede Barrack Obamas am Brandenburger Tor an der Siegessäule in Berlin. Obwohl auch ich Herrn Obama den anderen Kandidaten um das US-amerikanische Präsidentenamt durchaus vorziehe, hat mich die Faszination der Deutschen doch etwas befremdet, immerhin ist der Mann technisch gesehen noch nicht einmal Kanditdat, sondern nur Anwärter auf den Kandidatenplatz der Demokraten. Noch befremdlicher waren aber die Beobachtungen der Medien, dass die Deutschen offenbar immer noch die Sehnsucht nach einer “FÜÖÖHRUNKSS” – Verzeihung – Führungspersönlichkeit haben, die offenbar kein innerdeutscher Politiker zu stillen vermag. Andere freuten sich über die Inspiration durch den Auftritt Obamas, ich persönlich würde mich ja mehr freuen, wenn wir alle uns mal kollektiv an die eigene Nase fassen würden, noch mal gründlich im Grundgesetz und auf Wikipedia unter “Demokratie” nachlesen würden und dann endlich mal kapieren, das jedes Volk die Politiker bekommt, die es verdient. Halt nein, oder heisst es “Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt.” – Hans Scholl, Flugblätter der Weißen Rose [de.wikiquote.org]? Oder so ähnlich. Jedenfalls waren das wohl die primären medialen Lückenbüßer, die ich so bemerkt habe. Hab’ ich sonst was versäumt?


Del.icio.us hat sich modernisiert oder wie das Web 2.0 langsam der Betaphase entwächst

Ich benutze für meine Bookmarks ausschliesslich o.g. Service und das war gleichzeitig auch meine erste Begegnung mit dem Web 2.0, die meine Arbeitsweise einschneidend verändert hat. Man musste sich erstmal daran gewöhnen, die eigenen Bookmarks mit Stichworten zu versehen und der Öffent-/Lächerlichkeit preiszugeben, aber mittlerweile geht es kaum noch anders und dutzende anderer Services sind hinzugekommen. Lange wurde eine neue Version von del.icio.us (oder delicious.com, wie es nicht erst seit dem Relaunch auch genannt wird) angekündigt, aber man rückte nicht damit raus, möglicherweise auch wegen der Unruhen im Yahoo-Lager. Gründer Joshua Schachter ist dem Unternehmen dann auch kurz vor der Veröffentlichung entwichen, aber ich mag den optisch und technisch renovierten Auftritt meiner Bookmarks doch ganz gerne. Es zeigt auch, dass das Web 2.0 langsam aber sicher den Kinderschuhen entwächst und auch wenn sich immer noch jede Woche Dutzende StartUps gründen, scheint mir langsam absehbar, dass das Ganze eine neue Richtung einschlägt. Mozilla startet mit einer breitangelegten Suchaktion nach Ideen für den Browser der Zukunft (ob sie wohl die Kollegen von Google nebenan mal gefragt haben?), Linux wird immer häufiger auch auf neue Rechner vorinstalliert und Tim O’Reilly stellt fest, dass die Wolke offenbar auch schon wieder proprietär zu werden droht und diskutiert was man machen kann, damit das nicht nach hinten losgeht.
Ich persönliche warte ja noch auf den integrierenden Faktor, der die ganzen wichtigen, von mir generierten Metainformation auch wieder für mich (oder andere) automatisch nutzbar macht. Gerne hätte ich zum Beispiel Widgets, die mir beim Blogschreiben sinnvolle (sprich kontextbasierte) Links aus del.icio.us oder meine Feeds aus Google Reader präsentieren. So ist das Remixen doch hin und wieder sehr aufwändig, wenn auch Zemanta die Sache schon etwas vereinfacht hat.

Oh, fast vergessen hätte ich ja die neue Wikia Search Toolbar, die der freien Suchmaschine coole neue Features hinzufügt. Erstmal kann ich jetzt aus meinem Google Suchergebnis Links direkt in den Wikia Search-Index klicken und sie gleich taggen, bewerten oder kommentieren. Damit besteht endlich für den Normalsterblichen Teilzeit-Geek die Möglichkeit, dem Projekt wertvolle Metainformationen zukommen zu lassen um damit auf lange Sicht die Suchergebnisse zu verbessern. Allerdings vermute ich mal, dass Google das mit seiner Toolbar (wenn auch offenbar versteckt) und den Millionen anderer Tools, die sie gratis auf die IT-Gesellschaft loslassen, nicht viel anders macht. Von daher bleibt abzuwarten, ob Wikia Search damit tatsächlich einen Vorteil gewinnt.

Nebenbei hab’ ich begonnen, ein neues Design für meine Website + Blog zu entwerfen, möglicherweise hoste ich jenen [Blog] dann auch wieder selbst, denn Platz und Datenbanken werfen sie einem bei 1&1 derzeit hinterher. Ebenso liegt meine Bachelorarbeit in den letzten Zügen, das Ergebnis werde ich dann wohl auch online abstellen, irgendwo neben die übrigen Machwerke.

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Jul
15
Filed Under (Joss Whedon, blog, fun, video) by yodahome on 15-07-2008

Dr. Horrible

No english content has been added to this blog for some time. So be it:

As you may or may not have heard already, Joss Whedon made a truly heroific step during the writer’strike in Hollywood and realized an equally cheap, ingenious and funny project called “Dr. Horrible’s Sing-along-blog”. It’s a story of a very poor supervillain who falls in love but still has to save himself from being squashed by the super hero over and over.
Neil Patrick Harris (Doogie Howser MD. and this bug science-fiction movie I never can recall the title of), Nathan Fillion (Firefly and Serenity) and Felicia Day (whose face I recognize but don’t know from where) are starring in this little musical (yes, it’s actually sung pretty much!).

Joss Whedon (if you really don’t know him) is the creator of the “Buffy, the vampire slayer“- franchise as well as other tv-show like Firefly (which was made into the Serenity movie) and a famous geek and comic writer and it seems like a big part of his family was involved, too.

The three acts (streamed video) will become available over the next few days for FREE (like in free beer), will then vanish and remain available for paid download (yes, paid like in money, which you all have plenty of, I suppose). Also a DVD containing massive amounts of hilarious material will be made.

Zemanta Pixie

Google Analytics - Number NerdImage by LollyKnit via Flickrkriegs-recht.de : Datenschützer: Google Analytics rechtswidrig

Aufmerksam geworden bin ich auf den Artikel erst durch joeriben. Hier noch mehr Infos.

Kurz zusammengefasst gibt es da offenbar ein einzelnes deutsches Urteil, dass besagt, eine Websitebetreiber habe die IP eines Besucher zu löschen nachdem dieser Nutzer die Seite verlassen hat und darf diese nicht speichern.

Daraufhin haben sich Datenschützer auf das Statistiktool Google Analytics gestürzt, weil es genau das tut: Für die Erstellung der Statistiken über Besucherströme auf der Website speichert GA alle IPs der Besucher.

Nun scheint mir hier ein deutlicher Mangel an technischem Grundverständnis zu fehlen (zumindest wird da einiges zusammengeworfen), denn jeder Websitebetreiber bzw. jeder Webserver führt IMMER ein Log der Zugriffe mit. Solch ein Eintrag sieht üblicherweise so aus:

208.80.193.47 – - [12/Jul/2008:11:34:06 +0200] “GET / HTTP/1.0″ 200 7881 “-” “Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 7.0; Windows NT 5.1; .NET CLR 1.0.3705; .NET CLR 1.1.4322; Media Center PC 4.0; .NET CLR 2.0.50727; SpamBlockerUtility 4.8.4; InfoPath.2)”

Wie man sieht geht daraus nicht nur die IP hervor, sondern neben Datum und Uhrzeit auch das Ziel und die Art der Anfrage sowie der benutzte Browser samt Betriebssystem. Anhand der IP kann ein Auswertungsprogramm wie AWStats ermitteln, ob es sich um einen eindeutigen Besucher handelt (also mehrere Zugriffe eines Users bzw. eine zusammenhängende Session), was für ein Host es ist (also den Namen auflösen, damit kann man ggf. den Anbieter des Inet-Zugangs ablesen) und wo dieser herkommt (über GeoIP zumindest grob das Land, bei Google Analytics wohl noch genauer). Das ist eine ganz gängige Praxis. Man kann das intern auf dem eigenen Server mit den Logfiles analysieren, ohne externe Dienste. (Noch mehr Infos)

Der besondere Knackpunkt bei Google Analytics (und das wird meiner Meinung nach ungenügend herausgearbeitet) ist, dass Google ggf. auch aus den anderen Datenerhebungen wie Google Suche, Google Toolbar oder anderer Google Dienste desselben Nutzers (der dann meist an einem eindeutigen Cookie identifiziert wird) Daten für die statistische Auswertung nutzen kann und dies wohl nach eigener Aussage auch tut. In der Tat gibt aber auch die GA Statistik nicht mehr Infos als eine AWStats Analyse, sie wird nur schöner präsentiert und ist leichter zu installieren. Folglich müsste mit dieser Begründung jegliche Analysesoftware und -service auf die Auswertung anhand von IPs verzichten.

Obwohl ich durchaus ein Freund von Datenschutz bin und die Gefahr durch die vielen Datenquellen innerhalb von Google auch mit wachem Blick verfolge, scheint mir hier ein übertriebenes Urteil gefällt worden zu sein das obendrein von technisch nicht sehr sachverständigen Menschen interpretiert wurde und jetzt wird die Google Sau durchs Dorf getrieben (weil man die ja eh schon auf dem Kieker hat).
Zunächst mal ist es vollkommen unmöglich für Webmaster, die IPs ihrer Besucher zu löschen, wenn man den Server nicht selbst betreut (und wer macht das schon). Der Webhoster speicherts definitiv ab, meiner (1&1) erstellt daraus für mich ebenfalls Statistiken bzw. erlaubt mir den Zugriff auf die Logfiles um dies selbst zu tun. Ich denke, als Betreiber ist das auch mein gutes Recht, schließlich darf ich mir zuhause auch merken, wer schon in meiner Wohnung war und wenn ich daraus eine Liste mache und die grafisch auswerte ist das auch meine Sache. Zugegeben, wenn ich jetzt einen Detektiv beauftrage um noch mehr über meinen Besuch herauszufinden, wird’s kriminell, aber da sehe ich auch keine Parallele, denn GA generiert mir kein Nutzerprofil einzelner Nutzer.

Ein etwas stärkerer Punkt, an dem sich die Rechtsprechung offenbar ja besonders stört, ist der Zusatz “ohne die Zustimmung des Besuchers”, aber ist es nicht eine Frage der Medienkompetenz zu wissen, dass die eigene IP auf Servern, die man besucht, gespeichert wird? Wenn ich das nicht möchte, kann ich einen Proxyserver oder Anonymisierungsdienst nutzen oder dem Internet ganz und gar fernbleiben.

Es ist überaus interessant was für ein Aufschrei durch Datenschutzdeutschland geht angesichts so einer, für meine Begriffe nicht neuen und seit langer Zeit gängigen Praxis, während sich niemand daran stört, dass Verbraucheranalysen per Payback et al oder Finanzdaten per Schufa gesammelt, ausgewertet und verteilt werden (und zumindest letzterem kann man meines Wissen nach in keinster Weise fernbleiben!)

Fazit: Ich nutze Google Analytics auch weiterhin und wundere mich eigentlich schon lange nicht mehr über die völlig unkundige und sachfremde Jurisdiktion in bestimmten Fachbereichen. Achja, und: Typisch deutsch!

Sollte ich da faktisch was in den falschen Hals gekriegt haben, dann bitte ich um Aufklärung.

Zemanta Pixie

AideRSSImage via WikipediaIch habe definitiv zu viele Blogs abonniert (ca. 60). Mein Google Reader begrüßt mich jeden morgen mit bis zu 50 Einträgen, wenn ich mal für ein paar Tage nicht dazu komme oder -ganz schlimm – ein paar Tage wegen Krankheit ausfalle, werden das mal ganz schnell 150 oder 200 Einträge. Puh!

Mutig kämpfe ich mich dann mit den Tasten J und K durch die Liste und überspringe schon mal gut die Hälfte der Beiträge nur anhand des Titels. Kostet aber trotzdem Zeit. Anders als bei meinen E-Mails, gibt es kaum Möglichkeiten die Zahl der Beiträge automatisch zu schrumpfen, indem Uninteressantes einfach gleich rausgefischt wird. Da setzt AideRSS an.

Bei AideRSS werden alle Blogposts mit dem sogenannten PostRank versehen (entspricht in etwa dem PageRank von Google) und ich sehe, wie wertvoll ein Blogeintrag ggf. sein könnte. Das hilft eingeschränkt vor allem bei Blogs wie Techcrunch die gerne mal 30 Posts haben und bei denen ich weiß, dass nur 10 % davon für mich interessant sind. Und es gibt ein Firefox-Plugin, mit dem ich mir die AideRSS-Bewertung in den Google-Reader einbauen kann. Bislang ist das die einzige Möglichkeit ein bissl zu filtern, aber man hat immer das dumme Gefühl, man verpasst was. Meinen eigenen Blog scheint der Service übrigens nicht problemlos bewerten zu können. Liegt vielleicht an der niedrigen Qualität meiner Postings, die auch ein sehr eingegrenztes Publikum haben.

Darum versuche ich, den Nutzwert meiner Blogs mit Zemanta zu erhöhen. Zemanta bietet mir, während ich diesen Text in das Blogger Interface tippe (es werden auch Wordpress-Blogs unterstützt), frei verfügbare Bilder, Links zu verwendeten Begriffen, Tags (oder Labels, wie es bei Blogger heißt) für mein Posting und themenverwandte Postings anderer Blogs an, die ich mit einem Klick in meinen Beitrag übernehmen kann. Klick: ein Bild vom Google Reader, 7 Klicks: Alle Markennamen sind mit ihren Seiten verlinkt, Noch ein Klick: Doch ein Bild von AideRSS. Lediglich die Label-Empfehlungen passen überhaupt nicht in mein Schema (schon benutzte Tags werden eiskalt ignoriert) und die Artikelempfehlungen sind leider alle auf englisch. Aber die Macher geloben Besserung. Auch doof: Man kann nur ein Bild aus der Liste in seinen Post integrieren. Ansonsten aber ein sehr hilfreicher Service, der den Nutzwert (und die Linkdichte) erhöht während es die Arbeit -teilweise- erleichtert.

In naher Zukunft werde ich übrigens meine OpenSource Serie wieder aufnehmen mit Freemind, der Mindmap-Software.

Nov
24
Filed Under (blog, gedicht, news, poem, web2.0) by yodahome on 24-11-2007

In a constant effort to add more geek- and nerdiness to my life I’ve recently subscribed to some large web 2.0-related blogs including techcrunch.com, scobleizer and Pulse 2.0. Everyday for the last two weeks I therefore had about 40 to 50 Posts to go through and it takes some time but I understand many pro bloggers have to go thrpugh hundreds of posts everyday. For the last two days the Amazon “Kindle”, a new e-book reader, got a lot of the attention. Its only available in the US, therefore I wasn’t really interested but it’s an interesting gadgets nonetheless,. Have a few reads on this:

Because I do read so much not everything I read finds it way to a blog post of my own. Therefore I feed my favourite stuff directly into the Google Reader suggestions and my twitter account. It’s two different feeds, but I try to fill them with the same information. If you’re interested in whate I read from day to day, this is where you can keep track.

Some of you will still remember Wil Wheaton from Star Trek TNG where he played Wesley Crusher, the son of the ships medical officer Dr. Beverley Crusher. However, that’s the past, today Mr. Wheaton is a writer and only acts for fun. I’ve not read anything apart from his blog so far but since he has made several books I think it’s just a matter of choosing one to start with. His newest book is called “The Happiest Days of Our Lives”. And maybe I would have one of them reading the book, who knows.

Not so funny news for P2P users… that live in france: According to this story on Spiegel Online the french governmant wants to establish a three-strikes rule for internet surfers that use P2P for illegal files and ban them from the internet after they’ve been caught -for the third time-. I think now the french have gone completely nuts. First, we’d never keep someone from using their car if he/she ignored the red light or parked at the wrong place for three times. And yes, I think using emule, kazaa, bittorrent or any other P2P network system to download music, movies or software illegally (yes kids, it is and remains illegal, whatever your friends tell you) as big a crime as parking where it’s forbidden. It happens probably a million times a day and it’s against the rules and you should be punished if you’re caught, but frankly, it’s not such a big deal. Not big enough to remove the driver from the car permanently. Maybe this comparison is a bit too simple. But so is the idea to have a future where the music, movie or any other entertainment industry works the same way again that it worked twenty years ago, when there was no filesharing. It’s over. And I think that’s a good thing. I know most managers and executives can’t imagine this, but there will be a future where downloading high-quality entertainment for no direct payment or no payment at all will be legal and a very common thing. They should probably start to prepare for this future the right way. Most of the things they do for preparation right now is counter-productive and will ultimately fail anyway.

Ok, and because it’s Sunday evening it’s also time for the Sunday poem which I today picked again from my list of already existing poems on my website. It’s in german. Enjoy.

Glaube (2)

Ich glaube, dass auch morgen wieder die Sonne aufgeht
und dass ich dabei sein kann.
Ich glaube nicht an Gott, aber an Schicksal und die Menschen,
die mir jeden Tag aufs Neue begegnen
Ich glaube nicht, dass all den Worten, die gesagt werden, auch Taten folgen
aber ich versuche, es mit meinen Worten besser zu machen.
Ich glaube, das man nicht alles im Leben richtig machen kann
aber auch, dass man es zumindest versuchen sollte.
Ich glaube manchmal, dass ich alles schaffen kann
wenngleich ich nicht alles schaffen muss

Ich glaube nicht blindlings drauf los
zumindest nicht alles und jedem
Ich glaube, man sollte nicht von anderen mehr erwarten
als man selber bereit ist zu geben
Ich glaube, dass es immer einen Grund zur Hoffnung gibt
aber manchmal kostet es viel Kraft, ihn zu finden.
Ich glaube, dass jedes Leben einen Sinn hat
nicht immer, aber immer wieder… auch meines
Ich glaube auch, dass der Weg das Ziel ist
Aber ohne ein Ziel vor Augen geht man doch nicht los?

Ich glaube nicht, dass ich alles weiß
ich glaube nicht einmal, irgendwas zu wissen
ich glaube nur.

irgendwann 2005

The blogosphere -and with it everybody who is into web 2.0 – has been shaken by the announcement of Google’s Open Social API.
Well, obviously many people in- and outside the business have been confused by what Open Social is and what it really means. There have been lots of explanation but Tim O’Reilly brought it to a point everybody could easily follow. Myself included.
And in his eyes Open Social is not the big step it appeared to be. The new API Google has created and found partners for from various sites and developers simply allows the developers of application (like Flixxter) to build an app once using the API and by that make it work for all participating partners. It’s pretty hard to read that from any of the coverage even if you understand the programming part of APIs to a degree. So this is really all it does. Tim O’Reilly’s opinion:

Would OpenSocial let developers build a personal CRM system, a console where I could manage my social network, exporting friends lists to various social networks? No. Would OpenSocial let developers build a social search application like the one that Mark Cuban was looking for? No.
Set the data free! Allow social data mashups. That’s what will be the trump card in building the winning social networking platform.

You can not even remix data from various sources by using Open Social. So what actually needs to be done is to give the power to the people (=user) because we are still not able to move our data freely, which by the way is a core idea of the “Bill of rights for the Social Web” that was initiated by several noted bloggers. I remember an interview with Google CEO Eric Schmidt where he stated that it’s one of Google’s goals to make it possible for users to move their data between services, e.g. that emails could be completely moved to a Yahoo Mail account from a Google Mail account if the user wants to switch services. Furthermore I’d like my friends of one social network site (which actually just ressembles my real world social network to some degree) to be available in every other social network site I might be in or join later so that I don’t need to invite people or search for them again. Facebook does a smart thing by scanning my GoogleMail account for friends but that’s as far as it gets nowadays. Of course O’Reilly also had this idea and called it a “Social Network Operating System” which is the reason nobody has to come up with it, it just needs to be made. Open Social is not it.

Another thing I realized recently is that there are examples for web 2.0 sites that don’t let you delete your data or your account properly. I’m a huge fan of Zooomr, I keep most of my photos there, but I had to find out that there is not proper way of deleting your account by yourself and that even the admins are not able to completely remove all data on an account. That made me wonder and I looked for an appropriate option at various services.
Facebook offers an option to deactivate your account. But as you can easily read from the word your data is not deleted, it is instead removed from all means of access (search, links etc.) but if you decide to come back to Facebook later you can login and your data is restored for you which means it was never really gone. In my understanding you cannot control what is done with your data while your not having an eye on it. There should be a way to save the data locally and restore it from their if that’s necessary.
My Google Account can be deleted with all the accounts on services I’ve been using, however it is not said that Google doesn’t keep a backup although I would assume the best and believe everything is really gone.
The german StudiVZ offers a “Delete Account” button and promises to delete all data within 48 hours. The same option is available on plazes.com, where they say:

We don’t just delete your profile, we eliminate every comment, picture or activity you ever posted on Plazes.com. Just so you know, all that history and time it took you—poof! Gone without a trace!

So far so good, obviously most sites at least offer a decent way to kill your virtual presence. I think that is the least amount of control over your data one should have. But of course it should be possible to move data and parts of data freely between services. That would even allow more specialised and intimate social network sites for certain interests without causing too much trouble to keep track of them all. I think it’s counterproductive -and very much against the idea of Web 2.0 – to lock people inside a single platform and it gives big players like Google (and Yahoo and Microsoft) the advantage because they can integrate their services into one big cloud and offer much better interoperability. Google does this best with connecting a blogging platform (Blogger), a photo platform (PicasaWeb), a social network (orkut) with some really usefull webapps (GMail, Calendar, Docs, Search, Maps etc.). Of course, at this point the user interest might collide very harshly with the commercial interests because why would anybody let their users go? We’ll see who will win that one in the end.