Feb
15
Filed Under (Allgemein, fun, life, music, nerdy, thoughts) by yodahome on 15-02-2010

Jepp, lange nichts mehr über Musik gebloggt. Das können wir ändern: Ich habe eben eine neue Wiedergabeliste mit dem schönen Titel “building-up”. Die Idee dabei ist, Lieder aus meiner Datenbank zu fischen, die sich von einer minimalistischen-leisen-zurückhaltenden Stimmung in eine breite-multiinstrumentelle-wildeverzweigte Klangfläche hineinsteigern. Dabei nimmt sie den Hörer (meiner Meinung nach) im besten Fall emotional auf eine – möglicherweise kurze – Reise mit. Auf Genres, Stile, Länge oder Qualität wird dabei keine Rücksicht genommen. Es muß noch nicht mal Musik sein. Bislang sind da 14 Stücke drin, die ich gerne auflisten und kurz kommentieren würde. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja ein Kleinod. *g*

1. The Blower’s Daughter (von Damien Rice)

Toller Herzschmerz-Song, der mir im Film “Closer” (zu Deutsch: Hautnah) erstmals aufgefallen ist. Von einem minimalistischen Thema, fast versteckter Gitarre und einer passiven Stimme hin zu subtilen Streichern, einer kontrastierenden Frauenstimme (in der Studioversion). Auch inhaltlich: Während der Protagonist zunächst -nur- seine Augen nicht von ihr lassen kann (“I can’t take my eyes off of you”), ist er am Schluß vollständig in ihrem Bann gefangen (“I can’t take my mind off of you”). Die letzte Zeile bringt allerdings die Wendung (“‘Til I find somebody new”).

2. Heart And Soul (von Gary Go)

Eine dieser Überraschungssongs von einem Album, dass man eigentlich nur aus Neugier gekauft hat. (Oder nicht gekauft hat. *g*) Für mich ein Mutmach-Lied, dass auch unabhängig von seinem Text, der sich wie ein Mantra über die tongebende Melodie legt, super eignet um schlechte Stimmung zu beseitigen. Toller Muntermacher, wenn ich fröhlich Samstags früh um 4.00 zur Arbeit trotte. :-)

3. Mixtape (von Jamie Cullum)

Ich liebe Klavier. Schon allein deswegen ein Favourite. Tolles Tempo zum Wachwerden, kleine Soloeinlagen bauen die Stimmung zum orchestralen Finale auf. Beste Textstelle: “You’re the only angel in headphones”. Hat ein bißchen was von Elton John, finde ich. Den Schluß kann man toll mitsingen (wenn keiner in der Nähe ist, der einen verklagen kann).

4. Central Services / The Office (von Michael Kamen)

Ja, der Klang von Schreibmaschinen… War im Trailer von WALL-E und ich habe ewig danach gesucht, weil es dann im Film und im Soundtrack nicht auftauchte. Kann auch nicht, ist ja schon auf einem anderen Soundtrack! Nämlich dem von “Brazil” aus 1985, Regisseur ist niemand geringerer als Terry Gilliam. Den Film muss ich noch sehen. Die Musik fetzt schon mal. (Warum sagt man das eigentlich nicht mehr?)

5. The Planet Krypton (von John Williams)

Uih, jetzt kommen viele Soundtracks. Dieser Track stammt aus ‘Superman’ von 1976 und besonders mag ich die ersten 90 Sekunden. Williams pirscht sich mit wenigen Instrumenten von hinten an, steigert sich ins ganze Orchester hinein und haut zu. Dann fährt alles wieder zurück, während wir im Film die spannenden Ereignisse auf Kal-Els Heimatplaneten verfolgen. Zum Schluß wird’s dann wieder etwas aufgeregter, aber der erste Teil ist das Beste.

6. Run Forrest Run (von Alan Silvestri)

Eine der tollsten Szenen im Film “Forrest Gump“, nicht nur musikalisch. Die Musik kommt hier verhalten daher und steigert sich relativ fix zu einem Punkt, wo einen die Bläser vom Platz fegen. Da krieg’ ich fast immer Gänsehaut. Kann man nicht beschreiben, muss man hören.

7. Goodbye Lenin (von Yann Tiersen)

Yann Tiersen ist der Meister im musikalischen Minimalismus, hier ein perfektes Beispiel aus “Goodbye, Lenin”. Er beginnt nur mit dem Klavier hinzu kommen Streicher. Die Spannungskurve der Szene, als Alex’ Mutter erstmals ihr Zimmer verläßt, auf die Straße geht (in einer Welt, die sie noch immer für die DDR hält) und dort der fliegenden Statue von Lenin begegnet ist hier perfekt eingefangen. Die Musik nimmt einen vollkommen in Beschlag und läßt erst 30 Sekunden vor Schluß wieder locker. Und Luftholen. Auch toll und in der Liste: Mother’s Journey (was man nur am Klavier erreichen kann).

8. Ich bin ein Wochenendseminar (von Rainald Grebe)

Unauffällig vom Klavier begleitet handelt es sich weniger um Musik als um untermalte Poesie. Die besten Stücke von Rainald Grebe sind die, wo er ganz unscheinbar ein Thema zusammenhanglos beginnt und dann peu á peu mit immer absurderen Assoziationen um sich wirft, ohne das es wirklich sinnfrei wird. Man kann ihm folgen, wenn man will. Er nimmt den Zuschauer ungefragt mit (“Wir geben unserem Atem einen neuen Namen…”), wirbelt durch die Gegend (“..wir atmen einen Lutz”) und läßt ihn nach drei Minuten irgendwo sitzen. Und man wundert sich nur, wie man da hin gekommen ist. Anderes Beispiel: Dr. Fuchs vom letzten Album, ein Streifzug durch die bunte Werbewelt. Kann ich immer wieder hören. (“Würden sie ihr Kind in Dornkaart baden?”)

9. Everloving (von Moby)

Wieder zurück zur Musik, Moby kennt man vielleicht eher aus der Technoecke (war mal in im letzten Jahrtausend), aber dieser Song vom 98′er Erfolgsalbum “Play” kommt zunächst nur mit einer Gitarre daher. Später gesellen sich eine Beat und diverse Klangfarben hinzu und der Song, der Moby-typisch intrumental ist, nimmt erst richtig Form an.

10. On a Day Like Today (von Keane)

Ein perfektes Beispiel für Einfachheit sowohl was den Text betrifft als auch die Melodie. Es beginnt lediglich mit Beat, Gesang und ein wenig Synthies. Über die 5:27 wächst es sich aber in ein musikalisches Mantra mit diversen Klanglinien aus, über allem steht die Stimme von Tom Chaplin.

11. Exogenesis: Symphony, Part 3 (Redemption) (von Muse)

Zunächst unverfängliches Piano (tolle Melodie), wird dann aber zur Rock Symphonie. Vom aktuellen Album “The Resistance” mein absoluter Lieblingssong.

12. Still (von Ben Folds)

Längster Titel in der Liste! Ein Song über Veränderung, der von einer eher versönlichen Stimmung in nahezu aggressive Tendenzen verfällt. War glaube ich im Soundtrack von “Ab durch die Hecke”. Und wieder ein Klavier. ;-) “Even the things that seems still, are still changing.” Konnte ich nicht in der vollständigen Version auf YouTube finden, hier isses komplett (LastFm).

Wahrscheinlich gibt’s noch Hunderte mehr, aber mit dieser knappen Stunde Musik sei die Klasse entlassen. Was würdet ihr zu dieser Playlist hinzufügen? Kommentare erwünscht!

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Sep
13
Filed Under (Allgemein, deutsch, fun, thoughts) by yodahome on 13-09-2009

Sag’ mal Freitag, wenn das keiner sieht, was wir hier machen, für wen mach’ ich’s dann? Für wen denn? Ich mein’, das ist doch gut was wir hier machen, das ist doch gute Arbeit, oder? [..] Freitag, das muss doch jemand sehen, wir müssen’s doch reinstellen, das muß doch nach Youtube, das muß.., das ist doch für alle da. Wenn schon kein Schiff vorbeikommt, wo ist denn jetzt der Mann von Google Earth? Muß man doch mal winken: “Hallo lieber Google-Mann, der Google-Mann, hallo, hier sind wir, hier sind wir, wir machen gute Arbeit! Ich weiß gar nicht Freitag, seit Gott nicht mehr da ist, für wen mach’ ich’s denn?

“Für wen Mach ich das” aus dem Album ‘Das Robinson Konzert’

Rainald Grebe ist ein Vertreter der sehr heterogenen Sparte Musik-Comedy (oder Musikkabarett) und damit insbesondere in den letzten 10 Jahren graduell immer mehr aufgefallen. Rainald Grebe gibt es solo oder zusammen mit der Kapelle der Versöhnung. Seine Präsentation ist eine Mischung aus gesprochenem Wort, musikuntermaltem Rezitativ (vergleichbar mit Hagen Rether) und thematischen Liedern (ähnlich wie Bodo Wartke). Letztere sind sprachlich geschliffen und entfalten ihre Wirkung meist aus assoziativen, gedanklichen Stolpersteinen. Grebe ist nicht nur einfach lustig, er beherrscht eine Bandbreite von kontrolliert nachdenklich albern bis bewußt dem Wahnsinn nachempfunden. Damit steht R. Grebe meiner Meinung nach symptomatisch für ein neues, aufgeklärtes Unterhaltungsbedürfnis des neuen Jahrtausends, wo einfach nur lustige Liedchen wie sie z.B. Maik Krüger oder Otto in den 1980ern bringen konnten, nicht mehr ausreichen. Thematisch beackert Grebe das weite Feld der Gesellschafts- und Gegenwartskritik und entwirft dazu häufig Charaktere wie Dörte, Bengt oder Bernd, an denen er sich gekonnt abreagiert. Berühmt ist er auch ob seiner Hymnen für die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Brandenburg,  ein Ausdruck von Grebes Affinität für Ostdeutschland, obwohl er selbst in Köln geboren wurde. Den starren Blick ins Publikum oder die meist überraschenden Wechsel zwischen laut und leise kann man dabei wohl als Markenzeichen verstehen.

Grebe ist regelmäßig mit seinen Programmen in ganz Deutschland unterwegs, wirft jährlich mindestens eine Platte auf den Markt und bleibt auch dem Medium Fernsehen gewogen. Allerdings, Berichten zufolge ist Rainald Grebe als Live-Erlebnis mit nichts zu vergleichen. Auf YouTube kann man seine diversen Machwerke bestaunen, was, wenn man ihn denn noch nicht persönlich erlebt hat, für die Initialzündung schon ausreichend ist. Lange Zeit war Rainald Grebe eine Art Geheimtipp unter den komischen Talenten der Republik, doch mittlerweile hat sich seine Popularität ja schon bis ins öffentlich-rechtliche Fernsehen herumgesprochen und er ist durchaus massenkompatibel.

Was genau das Faszinierende an Rainald Grebes Performanz ist, kann man nur schwer beschreiben, darum kann ich nur jedem nahelegen, einen oder zwei Blicke zu riskieren oder eine der diversen verfügbaren Platten zu erstehen. Für mich ist Rainald Grebe ganz große Kleinkunst. Sein letztes Album “Das Hong Kong Konzert” ist im August 2009 erschienen.

Die folgenden Videos zeigen die Laudatio von Jochen Malmsheimer für Rainald Grebe beim bayerischen Kabarettpreis 2009 sowie dessen Auftritt im Anschluß.


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Jun
15

Jaja, eigentlich wollte ich den zweiten Teil schon viel früher fertig schreiben. Aber was lange währt, wird endlich fertig. Viel Freude!

17 Tage nach Auferstehung

Teamwork! Hätte ich viel eher drauf kommen können. Wenn meine Texte nicht gut genug sind, warum soll ich sie selbst verfassen? Sind doch genug talentierte Jünger da, also hab’ ich heute verkündet, ich möchte gerne, dass jeder der schreiben kann, ein Evangelium verfasst. Über mein Leben. Hauptsächlich. Da kam Johannes gleich von wegen “Bäh, wie langweilig.” und “Wo bleibt die künstlerische Freiheit?”. Hab’ dann gemeint, da kann ruhig jeder selbst was draus machen, sich was einfallen lassen und interpretieren. “Überrascht mich!” Als Beispiel hab’ ich dann noch die Geschichte vom See Genezareth erzählt. Da bin ich ja mal voll aus dem Boot gefallen, weil wir alle mächtig einen im Tee hatten. “Nun stellt euch mal vor, da wäre ein mächtiger Sturm gewesen oder so. Da kann man doch was draus machen! Seid mal kreativ! Überhöht das Ganze ein bißchen!” Johannes hat wieder den Vogel abgeschossen: “Na, was zum Beispiel. Das du über’s Wasser läufst?” Alle haben gelacht, aber im Nachhinein dachte ich: Gar nicht mal so übel. Vater steht ja auf solche Sachen. Ich wollte es gleich twittern, musste dann aber feststellen, dass wir Twitter ja erst in 1977 Jahren geplant haben. Schon doof, wenn man so gar kein Zeitgefühl hat. Mal schauen was draus wird.

20 Tage nach Auferstehung

Zeit für Musik! dachte ich heute früh und fing an ein paar Songtexte für das Christentum zu schreiben. Besondere Herausforderung, denn sie sollten Ohrwurmqualitäten haben, müssen aber in viele Sprachen übersetzbar sein, wie die Evangelien auch. Babylon sei Dank… Habe jetzt was auf Hebräisch und Latein. Um die Musik kümmere ich mich aber nicht, Vater hat gesagt, dafür hätte ich wenigstens Klavierstunden haben müssen. Abgesehen davon ist das zu sehr vom Zeitgeist abhängig. Meint er auch. Naja, bastele noch an ein paar Texten für Requiems – hab’ ‘Pie Jesu‘ gestern Johannes gezeigt, er meinte das hat Hitpotential – und dann kämpfe ich mich mal an was Modernes vor, mir schwirrt da was im Kopf herum wie “Rock my soul” oder “He’s got the whole world in his hands”. Überlege, ob’ ich den Aposteln sagen soll in die Evangelien auch ein paar Songtexte einzubauen, so wie die Psalmen, aber weniger “in the face”. Schließlich soll uns die Geschichte ja auch in tausend Jahren noch einer abnehmen.

30 Tage nach Auferstehung

Hab’ heute die Apostel in die Spur gesetzt, von wegen predigen und taufen und so. Wollte fast eine flammende Rede anstimmen, aber die hebe ich mir lieber für die Himmelfahrt auf. Dann hab’ ich mir sechs Jünger beiseite genommen und sie wegen der Evangelien instruiert. Hab’ letztendlich entschieden, wir werden einfach mehrere Leute schreiben lassen und gucken was dabei rauskommt. Im Grunde eine Art Casting, wenn man so will. Aber wenn man gar keinen Input gibt, scheinen sie auch ein bissl denkfaul zu sein. Also habe ich gesagt, ich rezitiere noch mal ein paar Statitionen meiner Reisen. Wie ich Aussätzige heile beispielsweise. Haben sich auch alle fleissig Notizen gemacht, allerdings hab’ ich immer ein bissl das Gefühl, dass die auch untereinander abschreiben. Vor allem Markus, Lukas und Johannes. Matthäus ist auch ein bissl faul. Ich hoffe aber, die lassen sich auch selbst was einfallen. Auch damit die Historiker und Theologen später schön dran zu knabbern haben. Vater sagt, je uneindeutiger wir das schreiben, desto größer wird der Spaß. Ist ein bißchen wie ein chaotisches Pendel, wenn es richtig anstellt, kann nach ein paar Bewegung keiner mehr voraussagen, was als nächstes passiert. Ansonsten werden wir morgen ein Brainstorming machen, wir brauchen noch ein Symbol für das Christentum. Ich hab’ ein paar Designer und natürlich Jünger zum Brunch eingeladen, mal schauen was wir uns so einfallen lassen. Ich mach jetzt noch eine Mindmap, damit ich nichts vergesse. Viel Zeit ist ja nicht mehr. Immer dieser Termindruck! Das nervt…

33 Tage nach Auferstehung

Ein Kreuz!! Ausgerechnet das will er. Wir haben jetzt zwei Tage lang die aberwitzigsten Symbole gedanklich durchgespielt, ein Dreieck, wegen der heiligen Dreifaltigkeit. Einen Fuss auf dem Wasser – die Idee kam von Johannes, er schreibt ernsthaft eine Geschichte für das Evangelium, wo ich über’s Wasser gehe – Stilisierte Weintrauben, wegen der Wasser-zu-Wein-Story. Wir hatten alle geometrischen Formen und Kombinationen, wir hatten Farbstreifen und allen möglichen Kram, einiges war gar nicht so schlecht. Aber Vater will unbedingt das Kreuz. Weiß gar nicht wer die Idee hatte, aber weil ich ja gekreuzigt wurde und so, wäre das ja wohl naheliegend und es wäre so schön einfach herzustellen. Kann man auch schnell mal aus zwei Hölzern zimmer (Josef wird sich freuen). Und schön einfach zu malen, schreiben und zeichnen. Da könnte man schöne Merchandisingartikel mit machen. Einfaches aber starkes Design, blah, blah. Ich fand’s dröge, wir haben uns dann aber geeinigt, dass ich auch dranhängen darf. Das stimmte mich dann doch Milde, immerhin bin ich dann sowas wie ein Rockstar, posthum. Überall werden die Leute mich sehen, dass ist schon eine tolle Aussicht. Vater hat gesagt übermorgen wird er mir seine Planung für die nächsten 200 Jahre schicken, nur damit ich es im Hinterkopf habe für meine große Rede. Na dann Prost…

35 Tage nach Auferstehung

Mein Gott (*g*), hat er sich ganz schön reingehangen, muß man sagen. Respekt. Action ist ziemlich viel drin, “Kreuzzüge” hat er das genannt und diverse Glaubenskriege. Und einen ganzen bürokratischen Apparat hat er auch entwickelt, Papst, Kardinäle, Bischöfe und was weiß ich nicht. Und viele meiner Vorschläge hat er auch eingebaut, es wird eine Spaltung der Kirchen geben im zweiten Jahrtausend und da kommen dann meine Ideen unter. Da wird es mehr um die Gemeinde gehen, viele der Traditionen werden abgebaut und auch die Bürokratie. Cool, sogar die Ideen der anderen Konfessionen hat er mit eingebaut. Reichlich Auswahl für die Menschen, ich hoffe das reicht für ein paar tausend Jahre. Denn so bald möchte ich eigentlich so ein Brimborium nicht veranstalten. Und Vater wohl auch nicht. Wir überlegen schon, wie wir die freie Zeit nutzen. Ich habe vorgeschlagen wir könnten ja mal Leben in anderen Sternensystemen erschaffen. Da hat er aber nur mit den Augen gerollt.

38 Tage nach Auferstehung

Heute große Party! Yeah, wir treffen uns nachher zum allerletzten Abendmahl. Werde dort allen erklären, was sie machen sollen. Ein letztes Mal. Und in zwei Tagen dann werde ich nach Hause fahren. Ich wollte einfach verschwinden, still und leise. Aber Vater hat schon eine Choreografie ausgearbeitet, mit Spezialeffekten und was er immer so drauf hat. Wenn’s denn sein muss. Die Aufgaben sind so gut wie verteilt, ich hoffe nur die kriegen’s auch alle hin. Ansonsten werde ich heute abend noch mal den “weltlichen” Freuden fröhnen, wer weiß, wann ich dann wieder dazu komme. Vater und ich haben uns noch was Feines für nach meiner Himmelfahrt ausgedacht. “Pfingsten” wird es heißen und wir werden allen “Christen” ein bißchen heiligen Geist schicken. Ich dachte  – eher so als Purist – wir machen das ohne großes Aufsehen, aber Vater will wieder ein Feuerwerk entfachen. Naja, soll er doch. Ich muß ja nicht dabei sein, ich mache da schon Urlaub auf Alpha Centauri. Manchmal ist es schon cool, Gottes Sohn zu sein.

40 Tage nach Auferstehung

Puh, was eine Auftritt. Vater hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Engel flogen aus einer brennenden Wolke hernieder und breiteten eine Decke aus Wolken aus, auf der ich dann langsam emporstieg. Die Apostel haben ihre Münder nicht wieder zugekriegt. Und ich habe ihnen zugerufen: “Ich bin am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Ich sitze zur Rechten des Vaters und werde wiederkommen in Herrlichkeit zu Richten die Lebenden und die Toten; meiner Herrschaft wird kein Ende sein.” Hatte mir lange überlegt, ob das nicht zu dick aufgetragen ist. Aber was solls, das macht dann auch nichts mehr. Ich bin fertig, ich brauche Urlaub.

Und hier noch ein bißchen interessante Lektüre zum Thema:

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Jul
15
Filed Under (Joss Whedon, blog, fun, video) by yodahome on 15-07-2008

Dr. Horrible

No english content has been added to this blog for some time. So be it:

As you may or may not have heard already, Joss Whedon made a truly heroific step during the writer’strike in Hollywood and realized an equally cheap, ingenious and funny project called “Dr. Horrible’s Sing-along-blog”. It’s a story of a very poor supervillain who falls in love but still has to save himself from being squashed by the super hero over and over.
Neil Patrick Harris (Doogie Howser MD. and this bug science-fiction movie I never can recall the title of), Nathan Fillion (Firefly and Serenity) and Felicia Day (whose face I recognize but don’t know from where) are starring in this little musical (yes, it’s actually sung pretty much!).

Joss Whedon (if you really don’t know him) is the creator of the “Buffy, the vampire slayer“- franchise as well as other tv-show like Firefly (which was made into the Serenity movie) and a famous geek and comic writer and it seems like a big part of his family was involved, too.

The three acts (streamed video) will become available over the next few days for FREE (like in free beer), will then vanish and remain available for paid download (yes, paid like in money, which you all have plenty of, I suppose). Also a DVD containing massive amounts of hilarious material will be made.

Zemanta Pixie
Jul
04
Filed Under (George Carlin, Medien, article, fun, life, video) by yodahome on 04-07-2008

LOS ANGELES - DECEMBER 11: (FILE PHOTO) Author...Image by Getty Images via DaylifeManchmal werden in der massenmedialen Nachrichtenwelt Todesfälle verkündet, die einem absolut nichts sagen. Weil sie beispielsweise in unseren Gefilden nicht sonderlich bekannt waren.

So hat es mich erstmal periphär tangiert, als ich las das George Carlin gestorben ist. Doch wie so oft kamen mir die visuellen Medien zuhilfe und über das Gesicht konnte ich ihn dann doch zuordnen denn Carlin spielte in einigen Filmen mit, wie beispielsweise den beiden “Bill & Ted” – Episoden, in denen er den Rufus gab sowie in Kevin Smiths “Dogma” (als Kardinal) und “Jay und Silent Bob schlagen zurück” (als schwanzlutschender Anhalter).

Doch Carlin war, wie mir nach eingehendem Studium einiger seiner Shows bewusst wurde, vielleicht einer der bissigsten amerikanischen Stand-up Comedians, die ich jemals gesehen habe und hat damit in den USA sehr viel mehr Prominenz erreicht als mit motherfucking Filmen.
Besonders auffällig wurde George Carlin durch die fast exzessive Benutzung von “schmutzigen” Wörtern der amerkianischen Sprache. Dies brachte ihm in den 1970′er Jahren eine Verhaftung ein und in der Folge ein Verbot besagter Worte durch die FCC mit Unterstützung des Obersten Gerichtshofes. Die Diskussion gibt es heute noch, besonders auf MTV werden ja Worte wie Titten (tits), Ficken (fuck) oder Scheiß (shit) gerne weggepiept. Carlin selbst gab’ auf die Entscheidung einen Scheiß und vertrat die Ansicht, dass es seiner Redefreiheit unterliege, welche Worte er wählt. Bei weiteren Fernsehauftritten wurden die Zuschauer darum explizit auf die Sprache in Carlins Programm aufmerksam gemacht.
In seinen Programmen nahm er oft Religion (er selbst war Agnostiker) und politische Korrektheit auf’s Korn, thematisierte die amerikanische Kultur, den Konsumterror und aktuelle Ereignisse.

Wahrscheinlich würde man ihn in Deutschland als Kabarettisten , Pardon, verfickten Kabarettisten bezeichnen, was aber Scheiße noch mal nicht wirklich der Genialität und den teilweise profunden Beobachtungen nahekommt, die der “old fuck” auf der Bühne präsentierte. Außer vielleicht Ingo Appelt wüßte ich keinen deutschen Komiker, der eine vergleichbar vulgäre Sprache verwendet, aber der kann lange nicht so gut mit Satire umgehen.

Shit, Piss, Fuck, Cunt, Cocksucker, Motherfucker, and Tits. Those are the heavy seven. Those are the ones that’ll curve your spine, warp your mind, and keep the country from winning the war.

George Carlin

Zemanta Pixie
Feb
18
Filed Under (computer, deutsch, fun, games) by yodahome on 18-02-2008

Sam and Max – Night of the Raving Dead

Ja, es ist wieder soweit: Die neueste Episode (Nummer 3) der zweiten Season von Sam and Max mit dem faszinativen Titel “Night of the Raving Dead” ist seit letzter Woche als Download verfügbar. Wie immer gibt’s die Demo gratis.

Gerade aus dem Urlaub von den Osterinseln zurück werden unsere beiden tierischen Detektive von einfallende Zombies genervt. Was sie wollen und vor allem warum sie offenbar aus Stuttgart(!) kommen, dass müssen die beiden herausfinden ohne dabei auf die üblich absurden Nebencharaktere wie den Kopf der Statue von Abe Lincoln, Stinky oder Sybil verzichten zu müssen. Werden sie den Kampf gegen die germanische Inkarnation eines Emo-Gothicvampirs namens Jürgen bestehen?
Ich bin mal gespannt, wie man diese Episode für den deutschen Markt übersetzen will, denn diesmal setzt Telltale fast ausschließlich auf amerikanische Klischees gegenüber den Europäern und insbesondere den Deutschen. Jurgen (der ein bissl aussieht wie Graf Zahl aus der Sesamstrasse) spricht dann auch einen stark eingedeutschten Akzent und auch wenn das ganze Setting wie üblich vollkommen überdreht ist, so gibt es doch zahlreiche der Realität entnommenen Anspielungen. Ich bin noch lange nicht durch, aber das Spiel verspricht soweit wieder ein voller Erfolg zu werden. Die Rätsel sind erwartungsgemäß ausbalanciert und auch kleine Minigames gibt es wieder zu bestehen. Die Story hat (soweit ich es gespielt habe) wieder einige Twists und unerwartete Wendungen. Viel Spaß ist schonmal garantiert. Die nächste Episode “Chariots of the Dogs” kommt übrigens am 14 März heraus. Die Finale Episode (ja, Season 2 hat offenbar nur fünf Folgen) kommt dann am 11 April, der Titel dafür wird noch angekündigt. Sobald ich das im Gespür habe (ich hab’s auch irgendwo gelesen, weiß aber nicht mehr wo), wird Sam & Max auch bald für die Wii und wohl auch für die Xbox 360 erscheinen.

Audiosurf

Ein faszinierendes neues Spielkonzept: Audiosurf ist ein Arcadespiel, welches eine Rennbahn basierend auf einem frei wählbaren Musikstück errechnet (dabei werden mp3, flac, m4a, wma und Audio CD als Dateiformate unterstützt). Auf dieser Bahn werden dann farbige Blöcke verteilt, die man während des Rennes aufsammelt und möglichst in in Dreiergruppen (oder mehr) anordnet, damit sie, wie beim Klassiker Tetris, wieder verschwinden und Punkte generieren. Die Geschwindigkeit des Spieles hängt dabei von der Geschwindigkeit und Rhythmik der Musik ab. Ferner werden die gewonnen Punkte gleich in die internetionale Highscoreliste eingetragen und man spielt bei jedem Song weltweit gegen die Punkte der anderen Spieler.
Das Spiel gibt es ab sofort (meines Wissens nach exklusiv) auf Valves Game Plattform Steam zusammen mit dem Orange Box Soundtrack. Ich werde ggf. noch ein genaueres Review mit Screenshots nachliefern.

Zurück in der Stadt der Helden (und Schurken)

Irgendwann in 2005 war ich das allererste Mal in einem MMOPRG unterwegs, hauptsächlich, weil wir uns an der Uni damit beschäftigten und ich der Meinung war, man müßte schon wissen, wovon man da spricht. Zuerst war ich kurz in Everquest 2 aber da Fantasy nicht so mein Metier ist fand ich mich relativ schnell in einer ganz anderen Welt wieder: City od Heores. In diesem Multiplayer-Rollenspiel kreiert man sein eigenen Superhelden (oder auch mehrere) und kämpft mutig gegen eine Stadt voll von echt abstoßenden Kreaturen. Das Spiel fand ich überaus interessant und spielte beinahe ein halbes Jahr dort mit. Dann wurde das Studium und meine Jobs immer anspruchsvoller und ich kam immer seltener dazu mich einzuloggen, folglich blieb ich dem Spiel immer ferner, mein Charakter entwickelte sich nicht und Ende 2006 ließ ich meinen Account schlußendlich einfrieren.
Doch in der letzten Woche packte mich die Neugier und ich meldete mich zurück. Meine alten Heldenfiguren waren alle noch gespeichert und ich konnte im Grunde da weitermachen, wo ich vor 1 1/2 Jahren aufgehört hatte. In den letzten paar Tagen war ich wieder mit einigen Teams zusammen im Spiel (die meisten meiner Freunde von früher sind offenbar nicht mehr im Spiel) und die Faszination hat mich wieder gepackt. Grafisch macht das Spiel immer noch einiges her und nach einigen Updates im letzten Jahr finde ich ist CoH zusammen mit dem Gegenstück City of Villains wieder voll auf der Höhe der Zeit. Für alle, die World of Warcraft oder eben die übrigen Fantasyrollenspiele nicht so toll finden ist City of Heroes wohl eine der wenigen Alternativen im derzeitigen MMORPG Angebot.

Dez
26
Filed Under (fun, google, video) by yodahome on 26-12-2007

Yes, we’ve again made it through the breathtaking days of christmas during which we celebrated the birthday of Jesus Christ (just to remind those of you who wondered). And the world (or at least a considerable part of it) was again wrapped up in joy and warm feelings. I could bore you to death with what I did on christmas but instead I’d like to present some cool sites and christmas related stuff that you probably missed.


http://www.samandmaxchristmas.com/

I spread the word before on Sam & Max “Ice Station Santa“. It’s really cool. And the even cooler wackos at Telltale have created a heart-warming little movie in which “Sam and Max nearly save christmas”. Look out for Spoilers!!

http://www.noradsanta.org/

Another googlesque approach in Web 2.0 application was the tracking of Santa which has been done by the NORAD for decades now to provide children around the world (and of course interested grown ups) with the exact location of Santa Claus. Google supported this project with layers on Google Earth and Maps as well as videos on YouTube.

My Christmas Card

I do a christmas card collage from photos I take from my archive every year. I’ve done that again this year and now that probably everyone who I sent it to saw it it’s going public.

New years tradition

In Germany there is one tv show that’s crucial to the last day of the year. It runs several times on several channels, some have it coloured although it’s more than 50 years old. “Dinner for one” is a small stage play about an old lady having a dinner with her friends which have all died previously and therefore have to be replaced by the butler James. I understand it’s cult in other countries, too. So if I don’t manage to post before 31st, here you are…


Dez
04
Filed Under (fun, web2.0, weird) by yodahome on 04-12-2007

I just got the MySpace newsletter. To make that clear, I’m not on MySpace meaning I do not actively use my account there. I don’t even think I put any information up there. However, I do have an account just for the sake of completeness (because I do have account on most web 2.0 services to do research and geek around). That’s why I get the newsletter.

So, at the bottom of said newsletter MySpace advertised with VIPs that have an account on MySpace. I understand that a lot of famous people are on MySpace for advertising, almost all big musicians have a site there though most of them are probably set up by the record companies etc. And there’s nothing wrong with that, because you actually can tell whether a site is rather personal or the brainchild of some PR dep. and if it doesn’t bother you too much you can still network with it. I came across the MySpace Page of Tom Hanks and I found it’s rather personal. The tone and the way it’s designed makes me believe it’s really Tom Hanks that made the site. And why shouldn’t he, he’s an actor and producer, so he needs networking and MySpace is a cool place to do that -Too cool actually, that’s why I don’t use my account there.-

If you look in to Mr. Hanks friends list, you actually see many normal users there amongst some other actors and poeple from the ‘biz’. I guess this is why MySpace still remains the largest social network. But I haven’t looked for Tom Hanks on Facebook yet.

PS: In the very same newsletter other -mostly german- stars (we call them “Promis”) were advertised, like Horst Schlaemmer or Jeanette Biedermann. So there…