Okt
14
Filed Under (education, event, life) by yodahome on 14-10-2008
Magdeburger Open Source Tag

Magdeburger Open Source Tag

Letzten Samstag (11.10.) fand der allererste Magdeburger Open Source-Tag statt, der sich auf die Fahne geschrieben hatte, freie Softwareprojekte, freie Inhalte und neue Medien zu versammeln und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.  Ich selbst war dort organisatorisch aktiv und beteiligte mich außerdem mit einem Einführungsvortrag zum Thema Wikis. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung war die Veranstaltung erfolgreich, besonders der Gedanke einer ausgewogenen Mischung von Vorträgen für Einsteiger und Fortgeschrittene wurde ziemlich gut umgesetzt. Insgesamt war die Resonanz, trotz der Themenmischung und den doch sehr populären anwesenden Projekten – unter anderem konnten wir Vertreter von Wikipedia, OpenStreetMap, OpenOffice und SkoleLinux begrüßem – nicht ganz so hoch wie erhofft, was verschiedene Gründe hatte, unter anderem das überraschend gute Wetter aber auch möglicherweise zu subtile Promotion im Vorfeld. Auf dem Social Event am Abend teilten eigentlich alle Anwesenden diese Wahrnehmung, weshalb schon so gut wie sicher ist, dass es im nächsten Jahr wieder einen MOST (2.0?) geben wird. Termin dafür gibt es noch nicht, aber wer Interesse hat, sich zu beteiligen, möge sich schon jetzt melden.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, live Fotos und Kommentare zu twitterbloggen (ein paar gibt’s auch), war aber dann zum einen zu beschäftigt und zum anderen (ja, ich muß es zugeben) mit diesem iPhone – an das ich im Grunde gekommen bin, wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde – und seinen Tools noch nicht so vollends vertraut, wie es für einen produktiven Einsatz nötig gewesen wäre. Man lernt halt nie aus. *g*

Ganz anderes Thema: Vor einigen Wochen verteidigte ich erfolgreich meine BA – Arbeit und heute habe ich mein Zeugnis in Empfang nehmen können. Damit habe ich meinen ersten akademischen Grad nun auch schriftlich (in zweifacher Ausfertigung) und freue mich wie ein Schneekönig. :-)

Viel besser kann die Woche – die gleichzeitig meine erste im Masterstudium ist – kaum werden.

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Sep
03
Filed Under (computer, software, web2.0) by yodahome on 03-09-2008
Image representing Google as depicted in Crunc...Image via CrunchBase, source unknown

Google hat Humor. Die Ankündigung für den neuen Browser genannt ”Chrome” (so heisst auch ein Bereich der UI von Mozilla Firefox) erfolgte im Google Blog mit einem Comic des Autors Scott McCloud (einigen vielleicht bekannt durch sein Buch “Understanding Comics“). Wo historisch ja doch eher ein Zwist zwischen den Entwicklern von Apple und Mozilla liegt (für Safari entschieden sich die Entwickler KHTML anstelle der Gecko-Engine zu verwenden) basiert Chrome auf Apples Webkit enthält aber auch Komponenten aus dem Mozilla Firefox. (Ankündigung von Google). Folglich sieht es dann auch aus, wie eine Mischung aus beidem, die Tabs findet man oberhalb der Adresszeile, eine Menüleiste sucht man (wie beim IE7,8) vergeblich.

Robert Scoble weiß zu erzählen, dass Chrome sogar schon der Name eines Projektes für einen Multimedia Browser von Microsoft war. Doch was tut nun dieser Browser?

Google Chrome in Aktion

Google Chrome in Aktion

Naja, vieles was die anderen auch können. Allerdings schneller. Insbesondere soll der Browser JavaScript, dass vor allem die modernen Webapplikation massiv verwenden, schneller verarbeiten. Google Offline Service Gears hat der Browser natürlich nativ dabei. Er importiert bei Installation auf Wunsch viele Einstellungen aus Firefox (beispielsweise auch Passwörter, eine Verschlüsselung per Master-Passwort gibt es in Chrome aber nicht :-( )

Ich schreibe diesen Eintrag gerade aus Chrome, positiv fällt auf, dass die Oberfläche offenbar komplett lokalisiert ist. Schneller geladen hat der Browser auch, er braucht mit 7 offenen Tabs auch nur knapp 30 MB Speicher (Firefox braucht da 140 MB!). Im Betrieb ist mir jetzt keine besondere Beschleunigung aufgefallen, aber der Browser fühlt sich deutlich weniger behäbig an als Safari in Windows.

Die Addressezeile ist sowohl universell zu gebrauchen, beherbergt also auch eine ausgeklügelte Suchfunktion, was sonst hätte man jetzt von Google auch erwarten können. Tatsächlich kann man aber auch eine andere Suchmaschine für den Browser einstellen.

Der Browser soll komplett Open Source, d.h. Ideen aus Chrome sollten in die Entwicklung anderer Open Source Browser (eben Firefox oder auch den KDE Konqueror) zurückfließen können. Bis jetzt ein hübsches Stück Software, mal schauen was die Welt daraus macht. Bislang gibt es Chrome nur für Windows (XP und *brrr* Vista) aber er soll auch noch auf Mac und Linux erscheinen (besonders unter Linux wird das interessant, denn es gibt einige Macken, die den Firefox unter Linux hin- und wieder langsamer machen als unter Windows). Kann man mal ausprobieren, es bleibt nur zu hoffen, dass Google jetzt nicht vollends die Daten aller seiner Nutzer direkt aus dem Browser absaugt, immerhin kann man während der Installation schon ein Häkchen machen, was den regelmäßig Datenaustausch aktiviert. Ich hab’s erstmal abgeschaltet, denn ich weiß ja: Google hat Humor. *g*

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