Spiegel Titel 33/09

Spiegel Titel 33/09

Im Spiegel der vorvorletzten Woche war eine Titelstory zum Thema Freiheit, Kontrolle und Recht im Internet mit dem griffigen Titel “Netz ohne Gesetz” (man beachte den beinahe lyrischen Ansatz, auch wenn’s faktisch falsch ist). Die Prämisse ist also in drei Worten formuliert und sie wird noch weiter aufgebaut. Das Netz wird charakterisiert als “Parallelwelt” in dem “das Recht nichts wert sei”. Es werden Beispiele von Rufmord, Diffamierungen, käuflichen Blogeinträgen etc. versammelt, die es zweifellos so gibt, aber was beweist das schon? Das Netz ist  so wenig Heilsbringer wie Apokalypse, es ist keine Parallelwelt, es ist die Welt – nur in digital. Alles, was man sich in der tatsächlichen (physischen) Realität vorstellen kann, findet auch im Internet statt. Diese Welt ist nicht virtuell, sie ist so real wie alles andere. Und das es dort keine Regeln gebe, ist deswegen schlichtweg falsch. Es sind andere Regeln und das Problem ist, das viele sie nicht kennen oder einhalten wollen. Dagegen muss man, das macht der Artikel auch zur zentralen Frage, durchaus etwas tun. Zustimmen muss man den Autoren dann auch, wenn sie feststellen, dass massive Aushandlungsprozesse in Gang sind: Welche Gesetze gelten im Netz? Wie setzt man sie durch? Wie schnappt man Täter, die sich überall auf der Welt befinden können?

Das ist natürlich irgendwie auch wieder typisch deutsch, dass man bei neuen Freiräumen erstmal fragt, wie man das kontrollieren kann. Wir leben nunmal in einem Land, in dem selbst das gemütliche Trinken eines Bieres auf öffentlichen Plätzen durch Verwaltung und Ordnungsamt reglementiert ist (just im Reality TV gesehen), in dem sich Nachbarn schon aus Gewohnheit vor Gericht treffen, wo jeder auf den Staat schimpft ohne zu merken, dass er selbst Staat ist und ja doch irgendwie auf dessen Regeln besteht. Der Staat (besonders der Regierungsapparat) ist wichtig, denn auch Datenschutz, der ebenfalls ein großes Problem im Internet ist, gibt’s nur per Gesetz. Das haben wir gerade wieder durch den Bericht über sogenannte Auskunfteien wie die SchuFa gesehen, Firmen steht das persönliche Recht auf die eigenen Daten eher im Weg. Im Moment ist der Staat, ja die gesamte Demokratie aber selbst in einer Art Identitätskrise (dazu später mehr).

Zentrales Problemkind sind natürlich die sogenannten Urheberrechte, die ja im Internet härter umkämpft sind als Ölquellen im Irak. Und die, so deutet man auch im Spiegel mit Verweis auf eine Rede von Reto Hilty (hier ein Interview), könnte durchaus dem Fortschritt im Weg stehen, weil sie Wissenfluß derzeit eher behindern als fördern. Und das ist in der sogenannten Wissensgesellschaft schon eine vitale Einschränkung. Dabei gibt es durchaus vernünftige Ansätze, wie man beispielsweise bei Larry Lessig oder Cory Doctorow immer wieder nachlesen kann, letzterer veröffentlich seine Romane zum Download unter Creative Commons-Lizenzen mit Derivatrecht und so entstehen Übersetzungen und sogar Hörbuchfassungen durch Dritte und stehen ebenfalls zum Download zur Verfügung. So sollte die Wissensgesellschaft funktionieren. Remixen, also das aufgreifen der Werke anderer in einem eigenständigen Werk, sollte z.B. für den privaten Gebrauch uneingeschränkt möglich sein. Wirkliche kommerzielle Nutzungen und damit verbundene Einschränkungen gibt es doch eigentlich nur zwischen Firmen. Warum muss ich als Privatperson trotzdem meterlangen Nutzungsbedingungen und Lizenzverträgen zustimmen, wenn ich mir ein Computerspiel kaufe oder Mitglied bei MySpace werde? Und auch für die Wissenschaft ist Copyright zunehmend problematisch, es führt beispielsweise dazu “[..], dass Forscher oft nicht genug Geld hätten, um die [Fach-]Zeitschriften zu abonnieren, in denen sie ihre eigenen, öffentlich finanzierten Ergebnisse publizieren.”

LONDON, ENGLAND - MARCH 25: In this photo illu...
Image by Getty Images via Daylife

Als ein weiteres Problem wird die Einhaltung der Privatheit genannt. Gerade lief im Mittagprogramm der Privaten [ha,  zwei Definitionen von privat, wie schön] wieder eine Pseudoreportage, wie leicht es doch wäre ‘private’ Informationen fremder Menschen aus Profilen bei StudiVZ, Facebook oder MySpace zu gewinnen. Alter, Freunde,Fotos, Job, Interessen und mehr kann man meist problemlos herauskriegen, jeder weiß, was du letzten Samstag getan hast. Die Lehre: Wir müssen aufpassen, was wir ins Netz einstellen.
Bullshit!!! Natürlich ist das leicht, das ist die Idee dieser sozialen Netzwerke. Einen der wenigen vernünftigen Beiträge zu diesem Thema liest man auf Spiegel Online unter dem Titel “Warum die Dummheit des Internets ein Segen ist“. Punkt 4: “Wir sollten aufhören, den Exhibitionismus anzuprangern, solange wir den Menschen schamlos und ohne jede Hemmung durchs Wohnzimmerfenster starren“. Und in der Tat, ich kann auch im Café, im Kino und auf der Strasse Menschen belauschen und private Details über sie erfahren. Ich arbeite ja auch in einem Buchladen und selbst dort erzählen die Menschen mir oft unaufgefordert viele private Details. Mich interessieren die eher selten, aber was wenn ich Böses im Schilde führen würde? Und so macht auch der Artikel eindeutig klar:

Wer bei Facebook, StudiVZ oder MySpace Bilder von sich ins Netz stellt, wer von der rauschenden Party am Vorabend berichtet, der ist in der Regel keineswegs “exhibitionistisch”, wie das in den vergangenen Jahren in nahezu jedem Artikel über die Jugend und das Netz zu lesen war. Die Leute, die da kommunizieren (denn nichts anderes geschieht dort), reden ja gar nicht mit Ihnen. Sondern mit ihren eigenen Freunden und Bekannten. Ihrem privaten Umfeld. Wenn im Park jemand auf einer Bank sitzt und seinem besten Freund Fotos von der Party gestern Abend zeigt, setzt man sich ja auch nicht daneben und glotzt.

Exakt. Also, liebe faule Redakteure und liebe neugierige Personalchefs: Finger weg von meinen privaten Profilen, was ihr wissen müßt steht bei xing und wenn das nicht reicht, ich komme gerne zum persönlichen Gespräch vorbei!
Nichtsdestotrotz schadet es natürlich auch nichts, wenn man auch die Privacy Funktionen der diversen Netzwerke kennt und nutzt. Andererseits würde es einem in der physischen Welt durchaus als Verfolgungswahn ausgelegt werden, wenn man keine Gespräche mehr an öffentlichen Orten führt und dafür immer alle Türen und Fenster schließt.

Zurück zum einleitenden Gedanken: Die Demokratie ist in der Krise oder wie Hans-Ulrich Jörges es formuliert: Das entmündigte Volk. Money Quote: “Deutschland hat ein Demokratiedefizit. Es ist nur noch Zuschauerdemokratie.” Und das Gefühl kann man durchaus bekommen, wenn man die im Artikel versammelten Beispiele liest und dann noch ein paar eigene Erinnerungen dazu wirft.

Meine Hoffnung ist darum, durch die Diskussion um das Netz die Karten neu verteilt werden, denn zumindest einige der offenbar schon etabliert geglaubten Regeln kommen wieder auf den Tisch und werden neu verhandelt. Sie mobilisieren sogar eine neue politische Gruppe. Insofern sind die Fragen, die das Internet aufwirft, möglicherweise wichtige Schritte in eine neue Welt mit neuen Regeln. Denn schon Albert Einstein wußte: ” The significant problems we have cannot be solved at the same level of thinking with which we created them.”

Reblog this post [with Zemanta]
Mrz
26

logo-klein…und das soll mal keine Anspielung auf die Killerspieldebatte sein, denn die war ja eigentlich gar nicht primär der Inhalt der Tagung. Allerdings holte uns auch dieses Thema ein, denn schon die ersten Presseanfragen am Mittwoch zeigten, dass in den Köpfen der Reporter wohl derzeit kein anderer Zugang zum Thema Computerspiele denkbar war. Aber dazu später.

Zunächst mal war die Vorbereitung der Tagung durchaus anstrengend, da werden sicher alle Beteiligten meiner Meinung sein. Die Website wollte in den Wochen und Tagen zuvor mit allerlei Informationen bestückt werden, was wegen technischer Probleme nicht immer ganz einfach war. Man muss dem URZ dankbar sein, dass man dort immer relativ schnell auf Probleme reagiert hat. Für mich spannend war ebenfalls die Idee des Livestreams, auch wenn der in weiten Teilen technisch nicht in unserer Hand lag. Anfang der Woche lösten die Vorbereitungen für das Tagungsbüro dann entgültig die Arbeiten im Web ab. VPN Accounts besorgen und ordnen, Listen wälzen, wer kommt, wer spricht, haben wir genug Mappen für alle.

IMG_4559
Image by yodahome via Flickr

Waren wir für die Arbeit an Website und Tagungsmaterial noch drei motivierte Studenten, vergrößerte sich das Team im Büro dann auf fünf und wie sich bald herausstellen sollte, war die Zusammenarbeit, trotz eher kurzer Einspielzeit, gleichermaßen großartig. An dieser Stelle noch mal ein Dank an alle Mitstreiter.

Schon während des informellen Treffens am Mittwochabend vor der eigentlichen Konferenz, bestätigte sich mein Gefühl, dass das eine ganz spannende Veranstaltung werden würde. Und eine teuere, denn das Essen im französischen Spezialitätenrestaurant war zwar durchaus mein Geschmack (den offenbar die Kollegen nicht alle teilten), die Preise waren aber eben auch auf vergleichbar hohem Niveau. Schon am Abend hatten wir Material, Technik, Kabel und dergleichen ins Gebäude 5 verbracht, wo die Konferenz stattfinden sollte. Am Donnerstag morgen, nachdem wir den Campus mit Dutzenden Hinweisschildern übersäht hatten, brach dann erstmal ein mittleres Chaos aus, als nicht nur die ersten Teilnehmer eintrafen sondern auch diverse technische und organisatorische Probleme offenbar wurden, die wir schnell und möglichst unbemerkt beheben mussten. Dazwischen mischten sich Anrufe von Teilnehmern, die ihre spätere Ankunft oder gar Krankheit und Fehlen ankündigten, die schon erwähnten Presseanfragen beispielsweise des MDR und der Bild sowie kleinere und größere Wünsche, die wir natürlich zu erfüllen trachteten.

img_5238

Image by yodahome via Flickr

Etwas Ruhe kehrte erst zum späteren Nachmittag ein, weshalb ich auch keine der ersten Veranstaltungen so richtig mitbekommen habe, beispielsweise die faszinierende Keynote von Richard Bartle (hier als Video, leider noch mit miesem Ton, das wird noch getauscht). Der Empfang am Abend war dann auch sehr gesellig und unterhaltsam (faszinativ tolle Musik gab’s von der MillerJazzBand), das Essen war auch sehr lecker. Leider trieb uns die Müdigkeit dann doch relativ früh dazu Richtung Matratze aufzubrechen, weil es ja am nächsten Morgen in aller Frühe wieder losging. Während Schlüsselmeister Fabian wie immer der erste am Set war, nahmen einzelne Mitglieder der Orga eine extra Mütze voll Schlaf. (No hard feelings! :-) ) Während die ersten Fotos vom Vortag eintrafen und online gestellt werden mussten (kann man auf der Game Cultures-Website oder bei flickr in ihrer Gesamtheit betrachten, Dank geht an Herrn Arendt, Mandy und Karo) fand sich doch die ein oder andere Gelegenheit den erfahrenen Medienwissenschaftler/Innen bei ihren Vorträgen zu lauschen.

img_5146
Image by yodahome via Flickr

Ohne Namen zu nennen oder die Inhalte kritisieren zu wollen, fiel mir in der Breite schon negativ auf, dass es mit den Präsentationsfähigkeiten eher mau aussah (von den Keynotes mal abgesehen, die waren durchweg klasse). Häufig wurden gar keine Folien (digitaler Art) benutzt und wenn, dann eher als schmuckloses Beiwerk. Mediennutzung war eher verhalten und viele Redner gaben sich für meine Begriffe eher wenig Mühe, ihr Thema gut zu verkaufen. Noch dazu hatten viele ihren Vortrag offenbar nicht gut geprobt, die Zeit wurde doch das ein oder andere Mal sehr strapaziert oder der Vortrag spontan empfindlich zusammengekürzt. Rein formal betrachtet, halten die Medienbildung B.A. Stundenten da häufig bessere Präsentationen ab (als Orientierung sei hier das Buch “Presentation Zen: Simple Ideas on Presentation Design and Delivery (Voices That Matter)” von Garr Reynolds empfohlen, dass in Medienbildungskreisen als eine Art Bibel gehandelt wird).

IMG_4618
Image by yodahome via Flickr

Ansonsten war die Pressekonferenz und Podiumsdiskussion am Samstag noch ein Highlight, natürlich wollten die Medienvertreter primär mit Blick auf den Amoklauf in Winnenden in der Woche zuvor informiert werden und die Fragen zielten also darauf ab, eine Verbindung von gewalttätigen Computerspielen zu Gewalttaten herzustellen. Das Thema der Diskussion war dann aber eigentlich “Computerspielesucht” und damit auch ein heißes Eisen aber scheinbar nicht sonderlich medienwirksam (zumindest im Moment).

Eigentlich alle Teilnehmer, mit denen wir als Tagungsbüro zu tun hatten, waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung, viele bedankten sich bei ihrer Abreise nochmal explizit und auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch Raum für Verbesserung gibt, so bin ich zumindest im Großen und Ganzen auch sehr zufrieden mit der Tagung, die für mich in dieser Form die erste war (man beachte, dass es im Oktober wieder einen Open-Source-Tag geben soll, an dem ich hoffentlich auch wieder beteiligt bin).  Nach knapp zwei Stunden waren auch die gröbsten Spuren unserer Anwesenheit im Gebäude 5 beseitigt und wir gingen alle zufrieden nach Hause, zurück zu den Hausarbeiten und Internetprojekten, die da auf uns warteten.

Zum Abschluss der Tagung wurde auch das “Medienpädagogisches Manifest” präsentiert, worin die Forscher eine bessere medienpädagogische Ausbildung fordern. Da weise ich natürlich gerne drauf hin, immerhin ist das ja genau meine Baustelle.

Reblog this post [with Zemanta]

Es ist immer wieder traurig zu hören:  Da nimmt sich jemand Waffen und Munition, geht offenbar gut vorbereitet und mit detailliert durchdachtem Vorhaben in seine Schule und beginnt scheinbar wahllos Menschen zu erschießen. Ich kann mir kaum vorstellen, was das für eine Erfahrung ist und was es mit den Beteiligten oder den Angehörigen der Opfer anstellt. Man fragt sich, in was für einer Welt wir denn leben, in der es offenbar immer mehr Menschen gibt, die nicht nur die Möglichkeit und Ausrüstung haben, solch eine Tat durchzuführen sondern was man für Gedanken haben muss, was für eine Motivation einen dazu treibt. Komplizierte Fragen in unserer noch viel komplizierteren Welt die zwar, mehr als jemals zuvor in der Geschichte, eine Vielzahl von Chancen bereithält aber eben auch neue Risiken und Belastungen, auf die keiner vorbereitet sein kann.

Der 11. März 2009 ist so ein Tag, wo plötzlich nichts mehr ist, wie es mal war. Der 17-jährige Tim K. hat mit der kaltblütigen Ermordung von 15 Menschen im ganzen Land Betroffenheit und Nachdenklichkeit ausgelöst. (Sueddeutsche.de)

Man sollte meinen, dass man so einer komplexen Fragestellung mit entsprechender Sorgfalt begegnet muss, dass man dezidiert die Verhältnisse analysiert, in der ein solcher Täter gelebt hat. Dass man fragt, wie kann jemand so einfach an Waffen und Munition in diesem Umfang kommen. Warum wählte er gerade unbekannte Mitschüler an seiner ehemaligen Schule als Ziele aus? Warum?

Doch wenn es nach den Medienberichten der letzten paar Tage geht, scheint nur die Antwort auf eine Frage wirklich von Interesse zu sein: Der Täter hat doch bestimmt intensiven Gebrauch von ‘Killerspielen‘ gemacht?

Und wenig überraschend fällt die Antwort positiv aus und überschattet damit doch auffällig die sonstige Berichterstattung in nahezu allen Medien.
Die Analyse auf sueddeutsche.de fällt im Grunde noch gemäßigt aus, aber auch hier wird von “Killerspiel-Welten” gesprochen, in die sich da die Spieler zurückziehen würden. Aus diversen Fernsehberichten habe ich entnommen, dass der Täter wohl das böse Counter-Strike auf dem Rechner hatte – wobei man auch hier das Ende der Untersuchung abwarten sollte, bei Robert Steinhäuser in Erfurt hatte man letztendlich festgestellt, dass er das Spiel allen Medien-Behauptungen zum Trotz gar nicht spielte- – und dazu noch World of Warcraft. Oh Wunder, beides sind erfolgreiche Titel und millionenfach verkauft worden, es existiert wohl kaum ein Computerspieler der sie nicht zumindest schon mal gespielt hat. In beiden Titeln gehört das ‘Killen’ von Pixelfiguren unbestritten zum Spielprinzip.

Blitzschnell, als hätte man sich schon darauf vorbereitet, hat die bayerische Landesregierung erstmal wieder ein “strengeres Verbot von Killerspielen” gefordert. Nicht sehr kreativ und auch noch falsch, denn ein Verbot von Spielen, die „grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt“ gibt es bereits und dazu noch klare Einschränkungen durch das Jugendschutzgesetz.

Unser Minister für Datensammlung und Inneres Wolfgang Schäuble spricht sich ebenso eindeutig für ein Verbot von Killerspielen aus und gleichsam eindeutig gegen strengere Waffengesetze. Im Klartext: Virtuelles Schießen wird verboten, reales Schießen wird weiter erlaubt. Zitat: „Ist es nicht wahr, dass durch diese Gewaltdarstelllungen, durch Killerspiele, durch was der Himmel es alles gibt an schrecklichen Dingen, dann bei jungen Menschen solche Mechanismen ausgelöst werden, dass dann ein junger Mensch, 17 Jahre alt, so etwas entsetzliches tut?”

Das ist zweifellos eine gute Frage, problematisch ist nur, dass Herr Schäuble es offenbar für eine rhetorische hält, tatsächlich aber mitnichten geklärt ist, wie die Zusammenhänge nun sind. Auch wenn uns das beispielsweise Christian Pfeiffer immer weißmachen will. Und wieder stehen die Hersteller und Spieler in der Defensive ohne dass es dafür irgendeinen handfesten Grund gäbe. Ich hoffe ja nur, dass daraus nicht wieder eine unsachliche Hexenjagd auf Computerspiele entsteht.

Interessant fand ich allerdings die tiefschürfende Einsicht eines Reporters im Sat1 Frühstücksfernsehen, der vor dem Tatort stehend eingestand, dass die Menschen vor Ort der Anwesenheit der Medien (Reporter und Kamerateams belagern ja regelrecht die Schule) langsam überdrüssig wären und dies auch zum Ausdruck brächten. Sinngemäß schloß er mit “Es ist wohl Zeit für uns, die Menschen vor Ort mit ihrer Trauer allein zu lassen, es ist Zeit sich zurückzuziehen.” Im Angesicht von soviel Verständnis vor laufender Kamera, war ich dann doch etwas erstaunt.

Reblog this post [with Zemanta]
Jan
25
Filed Under (computer, games, thoughts) by yodahome on 25-01-2009
{{de|Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutsc...
Image via Wikipedia

Na, da geht doch einiges im Staate Deutschland. Heutiges Thema (auf vielfachen Wunsch, war schon mehrfach dabei, darum bitte nicht wiederwählen): Killerspiele

Als Student der Medienbildung hatte und habe ich die eher zweifelhafte Freude mit der öffentlichen, wissenschaftlichen und medienjournalistischen Diskussion zum Thema Computerspiele eng vertraut zu sein. Ich kenne den Forschungstand, die Position gewisser Medien und einzelner Protagonisten und auch die der Gamer. Ich selbst zähle mich vor allem zur letzten Gruppe (immerhin bin ich schon sehr viel länger Computerspieler als ich Student bin), allerdings hege ich selbst kein großes Interesse an Computerspielen mit Gewaltthematik. Ich habe durchaus Wolfenstein 3D gespielt, Doom, Half Life II, Dark Forces und andere Spiele, in denen Gewalt inszeniert wird und die zum Teil indiziert sind. Allerdings machen mir Adventures, Simulationen und Strategiespiele wie Sim City, Civilization, Super Mario Galaxy, Spore, Monkey Island, Geheimakte Tunguska etc. in der Regel mehr Spaß.

Das vorausgeschickt, ich bin durchaus der Meinung, es gibt zu viele dämliche Egoshooter oder Kriegssimulationen. Dämlich nicht etwa weil sie Gewalt zeigen, sondern weil sie ein hinreichend ausgeschöpftes Spielprinzip zum x-ten Mal ideenlos und unkreativ aufwärmen. Dasselbe kann man aber auch über Filme, Bücher, Fernsehsendungen und alle weiteren Medien sagen.

Die Diskussion um die Medienwirkung, also wie derlei Spiele auf Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, wirken und ob sie ihre Entwicklung beeinflussen können, ist immer wieder dann entflammt, wenn Gewaltverbrechen angeblich eindeutig aus der Nutzung von Computerspielen resultiert haben sollen. Erfurt im Jahre 2002 war das erste medial intensiv aufbereitete Beispiel in Deutschland, es folgten einige weitere. Die öffentliche Diskussion – will man sie so nennen – hält – dank einiger nimmermüder Protagonisten – bis heute an, wird sogar erneut angeheizt von dem jetzt formulierten “Kölner Aufruf”.

Read the rest of this entry »

Jan
17
Filed Under (Allgemeines, deutsch, life, news, thoughts) by yodahome on 17-01-2009

.. pflegen wir zu sagen, wenn eine Aufgabe nur langsam vorankommt und sehr mühsam zu sein scheint. Unsere Politiker haben sich offenbar zur Aufgabe gemacht der Herausforderung des Internetzeitalters (oder insgesamt des 21. Jahrhunderts) erstmal mit der Einschränkung der Grundrechte zu begegnen,  zumindest bis sie eines von beiden endlich verstanden haben.
Sie tun das nicht auf einen Schlag, sondern immer schön Schritt -für-Schritt, denn auch die Administration weiß, dass der Frosch wegspringt, wenn man ihn in heißes Wasser setzt, nicht aber wenn man ihn in kaltes Wasser setzt und die Temperatur allmählich erhöht. So war dann vor kurzem bei Spiegel-Online zu lesen:

“Deutsche Serviceprovider werden “noch in dieser Legislaturperiode” damit beginnen, Internet-Adressen mit kinderpornografischen Inhalten zu blockieren. Das gab Familienministerin Ursula von der Leyen in Berlin bekannt. Das BKA wird die täglich aktualisierten Block-Listen führen.”

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601440,00.html

Zunächst mal will ich hier gar nicht die Inhalte verteidigen, die hier unterbunden werden sollen. Kinderpornographie ist widerlich, unnötig und vollkommen zu Recht verboten, in der realen wie auch in der virtuellen Welt. Punkt aus.

Trotzdem gibt es in unserem Grundgesetz eindeutige Regeln, die darauf abzielen, Zensur zu unterbinden. Weil wir glauben, dass die Grundlage von Demokratie eine gewisse Form von so-gering-wie-möglich-eingeschränkter Freiheit ist, unter anderem der Freiheit der eigenen Meinung, das Recht, diese auch zu äußern und zu veröffentlichen (Artikel 5) und weitere Rechte, die wir als kulturelle Errungenschaften betrachten. Ferner gibt es ein Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das den Schutz der eigenen(=persönlichen) Informationen auch auf diversen Wegen sicherstellen soll (real oder virtuell).

Das Internet ist ein öffentlicher aber kein rechtsfreier Raum und Anbieter von Kinderpornografie sollten zur Verantwortung gezogen und die Angebote entfernt werden (auch durch den ISP, wenn er dazu aufgefordert wird). Wenn jemand solchen Kram auf Bahnhofsklos verkauft, dann wird er festgenommen, so man ihn erwischt.  Was aber hier geschieht ist der erste Schritt zur Einschränkung der Grundrechte: Wir stellen vor jedes Klo einen Türsteher und hindern diese Leute gleich am betreten derselben. Dafür müssen wir natürlich leider alle kontrollieren, Sorry.
Und so möchte ich mit demselben Argument reagieren, dass Neil Gaiman in seinem Blog vor einer Weile formuliert hat:

Wenn wir zulassen, dass die technischen Möglichkeiten eingerichtet werden, um eine bestimmte Gruppe (illegaler) Inhalte zu blockieren (= zensieren), wird es nicht mehr lange dauern, bis die Regierung darüber nachdenkt, andere unliebsame Angebote verschwinden zu lassen. Es wäre nicht einmal mehr Aufwand. Und wer kontrolliert die Kontrolleure? Oder als Zitat:

“Because if you don’t stand up for the stuff you don’t like, when they come for the stuff you do like, you’ve already lost.”

Zugegeben die Inhalte in beiden Sachverhalten sind womöglich nicht vergleichbar, aber auch unser Verbot von Kinderpornografie ist letztendlich nur eine kulturelle Übereinkunft und somit eine -kulturelle- Geschmacksfrage. In anderen Länder dürfte man das, was bei uns ab 18 legal ist erst ab 21 Jahren tun, oder schon ab 16 oder auch gar nicht.
Ich sage auch nicht, dass wir unsere kulturellen Werte nicht verteidigen sollen. Aber wir sollten uns fragen, ob wir bereit sind bestimmte Werte (z.B. Freiheit und Grundrechte) zu verlieren nur um andere zu schützen.

Wir können natürlich abwarten und sehen was passiert, aber wenn wir merken, dass die Temperatur steigt, dann haben wir vielleicht schon ein Problem.

Oh, einen noch: “Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.” – Benjamin Franklin

Reblog this post [with Zemanta]
Eslite Bookstore in Taichung Chung-yo Departme...
Image via Wikipedia

This is probably not a very new thought but recently I read this very interesting article about the print media and the internet. Actually this short article made me read longer ones and got me thinking.

For me the idea of the internet was always connected with the idea to provide knowledge and data to whomever needs it. At no cost. Really, that’s how we got to know the internet back in 1997 when we accessed it from school:
We would open Yahoo or Altavista, wait for a few minutes, then enter some search words and after a few more minutes, we would be presented with web pages containing information, sometimes even those we were looking for. We never paid for the knowledge, the school just paid for the connection and the hardware. Anything else, well, most of anything else was freely available (as in free beer). Search engines earned money through advertisement -as they still do- but mostly the information providers were big media companies that already had the information they published and they had already financed it by selling analog media products. They just put it on the net as an unimportant additional income.

Then there was this hype (actually, there were two with a large breakdown in between) when suddenly smart people thought not being on the internet is like totally uncool and will probably hurt business so they got on the internet as quickly as possible. They provided their information for free (with ads) trying to catch customers for their ‘real’ products. We do see that in Germany: The top websites -search engines and services like amazon or ebay taken aside, which don’t publish original information- usually are portals by big media companies like Spiegel Online, Bild Online, StudiVZ (the german facebook owned by a huge publishing house), T-Online, gmx.de, web.de (big internet service providers) aso. The only exception is Wikipedia, which is famous for being financed through donations.

So, there is only one website among the 25 top websites in Germany that provides original information and is not connected to existing traditional companies that earn money from other sources. And this one doesn’t actually get paid for its content.

That may mean nothing but my guess is that most of the original information providers could not be supported just by the money earned through advertising and services offered online. They are dependent on the companies behind them to a certain extend and my guess is they will always be. Because paid content is not what the internet is all about. Imho.

Now this article I mentioned describes the example of the TriCityNews, a small local newspaper run by people who actually get it right: “I don’t understand how putting content on the Web would do anything but help destroy our paper. Why should we give our readers any incentive whatsoever to not look at our content along with our advertisements, a large number of which are beautiful and cheap full-page ads?” The article also says that paid subscribtions to information on the web will become popular. I don’t think so because we’re already seeing new information networks like blogs, social networks and aggregators of those evolve that might at one point become as important and reliable as what we call the press nowadays. I might not need to have a look at the daily newspaper for regional news in the future but could easily find bloggers in my region and have a smart search engine compile a daily (or hourly) list of news published by them. I don’t say this will be replacing the traditional media but those new networks will probably also not depend on them anymore. Actually I hope so because that would be a great improvement to a society that becomes more and more focused on information as its primary resource.

Anybody agreeing? Or not?

Reblog this post [with Zemanta]
Dez
29
Filed Under (life, news, thoughts) by yodahome on 29-12-2008
encore
Image by David M* via Flickr

Wenn Großeltern – beispielsweise meine Omas – von ihrem Leben erzählen, sprechen sie häufig von der Zeit vor, während oder nach “dem Krieg”. ‘Der Krieg’, das bezieht sich üblicherweise auf den 2. Weltkrieg (1939-1945) , hin und wieder auch auf den 1. (1914-1918). Das sind zweifellos die beiden zentralen Zeitmarken des 20. Jahrhunderts, besonders aber in der Jugendzeit der betroffenen Generation.

Große Teile der westlichen Welt haben daraus gelernt und lassen zumindest keine Kriege mehr auf ihrem Territorium stattfinden. Sie verlegen sie einfach, so geschehen im aktuell noch stattfindenden Irakkrieg der Amerikaner. Vietnam, Golfkriege, Grenzkonflikte wie im nahen Osten und allerhand andere militärische Auseinandersetzung, die man durchaus nicht kleinreden sollte, zeigen, dass man an vielen Orten in der Welt die Botschaft der Weltkriege nicht mehr präsent zu haben scheint oder gar niemals verstanden hatte. Und die Tatsache, dass Kriege viel kürzer und wesentlich fragmentierter stattfinden als noch vor 70 Jahren, scheint die Akzeptanz auch noch zu steigern. Für uns, die wir nicht in Kriegsgebieten leben, ist der abendliche 3-Minuten Zusammenschnitt meist entschärfter, autorisierter Bilder in den Nachrichten, offenbar nicht mehr als eine Simulation, eine Inszenierung von vielen, denen wir kaum noch Beachtung und – teilweise mit Recht – auch keinen Glauben mehr schenken und damit ausblenden, dass um uns herum in der Welt jeden Tag sinnlos Menschen sterben.

Two Hamas militants with a Yasin Rocket-propel...
Image via Wikipedia

Momentan können wir medial miterleben, wie Israel mit einem massiven Militäreinsatz gegen die Hamas vorgeht, eine Terrororganisation, die offenbar für Israel eine latente Gefahr darstellt und das schon seit längerer Zeit. Das Problem im nahen Osten ist allerdings schon mehr als 60 Jahre alt (der Wikipedia-Artikel über Israel bietet eine guten Überblick) und wird auch mit dem angestrebten Ende der Hamas wohl kaum gelöst werden. Aber wie so oft im wahren Leben, gibt es keine White-Hats und Black-Hats in diesem Konflikt, denn die Reaktion Israels auf die durchaus nachvollziehbare Bedrohung scheint mir vollkommen unangemessen und es ist wohl deutlich, dass Kräfte auf beiden Seiten die Auseinandersetzung immer wieder anheizen. Israel hat nur aus historischen Gründen das Verständnis und die Unterstützung der Staatengemeinschaft, moralisch ist das Vorgehen höchst zweifelhaft.

Israel hat die beste Armee- und Militäraustattung der Region, sie haben sehr wahrscheinlich sogar Atomwaffen, trotzdem sieht man sich offenbar immer noch in der Opferrolle, stellt die Militäraktion als Verteidigung dar. Ich finde das eigenartig. Kanzlerin Merkel macht die Hamas für die erneute Eskalation des Konfliktes verantwortlich, was mich persönlich schon enttäuscht, aber alles andere wäre womöglich politisch unkorrekt gewesen. Tatsache ist, dass man keiner der beteiligten Parteien eine Schuld absprechen kann oder gar den Sieg wünscht.

Und so bleibt am Ende nur die Feststellung, dass so kurz nach Weihnachten offenbar die Welt schon wieder in ihre alten Verhaltensmuster verfällt und letztendlich unsere Aufmerksamkeit den unschuldigen Zivilisten gelten muß, die die wahren Opfer des Konfliktes sind und noch werden.

Reblog this post [with Zemanta]
Sep
09

Titelbild "einestages"

Ein paar Tage (=drei) Urlaub und – schwupps – heute war ich wieder arbeiten. Dabei fiel mir ein neues Pressemachwerk auf, das wir offenbar erst seit kurzem im Angebot haben. Der Spiegel-Verlag hat Inhalte aus seinem Online Angebot “einestages”, eine Website die unter Einbeziehung der Leser Zeitgeschichte dokumentieren will, in Printform gegossen und wirft das erste Heft “einestages” auf den Markt drauf. (siehe hier und hier) Zunächst mal scheint das eine einmalige Sache zu sein, aber bei 4,80 € bleibt sicher was hängen, sollte man meinen.

Meine persönliche Beobachtung ist ja, dass besonders im Zeitschriftenmarkt in den letzten Jahren womöglich fehlende Qualität durch Quantität wettzumachen versucht wird. Alle möglichen Presseerzeuger (und auch eine Hand voll neuer, schätze ich mal) bekämpfen den Auflagenschwund mit Alternativerzeugnissen für spezielle Zielgruppen oder Inhalte: Stern bringt NEON und VIEW, Zeit bringt ZeitWissen, viele haben umfangreiche Sammlungen von Büchern, DVDs oder CDs in den Handel gebracht. Plötzlich ist jede populäre Zeitschrift eine “Marke” und man schickt mehr oder weniger verwandte Produkte ins Rennen, allen voran die Kollegen von Springer die mit Bild oder dem VolksXXX ja so ziemlich jede Produktgruppe abdecken: Bildmobil, Volks-PC, Bild-Lexikon, Bild-Geschichte, Computerbild-Software, Sportbild DVDs etc. . Das schöne ist, dass man die Produkte in den eigenen Presseerzeugnisse, die ja immer noch von genug Leuten aus Gewohnheit gekauft werden, gut bewerben kann, was bei Springer ja absolut üblich ist.
Richtig aufdringlich finde ich ja die Frauenzeitschriften, die ganz unverholen die Titelseiten etablierter Illustrierter kopieren. Auch die Titel sind wenig abwechslungsreich: Frau von heute, Woche der Frau, Frau und Welt, Welt der Frau, Frau im Trend, Frau im Glück, Frau aktuell, Frau mit Herz, Frau im Spiegel und – natürlich- Bild der Frau, um nur eine Auswahl zu nennen. Wer braucht den Mist? Wer liest das? Ich weiß es nicht.

Um nun wieder zurück zu “einestages” zu kommen, auch hier war offenbar der Wunsch nach mehr Einkommen Vater des Gedankens, denn warum sollte man Inhalte, die im Web kostenlos verfügbar sind nochmal kostenpflichtig in die Geschäfte stellen? So habe ich den Inhalt kurz überflogen und stelle fest, dass allerhand Artikel zwar wirklich aus einestages.de stammen könnten, aber auch, dass einige Prominente sowie zahlreiche Redakteure mit Artikeln zu Wort kommen, die wohl eher nicht auf der Online-Plattform entstanden sind. Das Meta-Thema des ersten Heftes sind die 1980er Jahre. Hmm. Da gibt es ein Interview mit Udo Lindenberg über sein Meeting mit Erich Honecker. Nochmal Hmm. Erinnert mich persönlich sehr an die GALORE, ein Interviewmagazin, dass eben dieses – Interviews – sehr gut macht. Gleichzeitig hätte der Spiegel auch in einem Spiegel-Spezial machen können, was hier nun “einestages” genannt wird. Man fragt sich.

Das Spiegel Online sich dem Web 2.0 nur zögernd und auch inkonsequent nähert, kann man bei Spiegel Online und ebend auch bei einestages relativ leicht sehen. Man tut sich schwer mit kompletter Offenheit, es ist mir auf die Schnelle auch nicht gelungen herauszufinden, unter welche Lizenz Inhalte in auf einestages denn nun stehen, Fotos kann der Hochladende offenbar selbst kennzeichnen, auch mit Creative Commons.

Werden Inhalte aus der Zeitschrift auch im Onlineangebot verfügbar gemacht? Werden die Autoren von einestages, deren Beiträge veröffentlicht werden bezahlt oder wenigstens um Erlaubnis gefragt? Oder werden Texte schlichtweg gar nicht übernommen und von der Redaktion für das Heft neu geschrieben?

Wordpress auf 1&1

Ich hoste meine Website seit langem bei 1&1, auch den neuen Wordpress Blog. Probleme hatte ich aber immer beim Hochladen von Bildern bzw. der Weiterverarbeitung (WP erzeugt automatisch kleinere Versionen der Bilder). Das Skript lieferte mir immer einen Error 500 (Interner Serverfehler) zurück.

Als Lösung fand ich in vielen Foren (z.B. hier) folgenden Tipp: Damit 1&1 für die PHP Skripte auch die PHP Version 5 verwendet muß folgendes in der .htaccess Datei von Wordpress stehen:

# PHP5 auf 1und1 einschalten
AddType x-mapp-php5 .php
AddHandler x-mapp-php5 .php

Und erschreckenderweise funktioniert seitdem bei mir Wordpress problemlos. Der Skriptfetzen kann auch bei Problemen mit Gallery 2 helfen.

Reblog this post [with Zemanta]