I made it quite a habit to criticise televison. Mostly german television, which in my opinion does a great job at ignoring the audience most of the time. They cripple movies so they fit the ads, they replicate certain formats like crazy because they’re cheap and to some people at least create a fake impression of mild entertainment. And, for the most part, they import shows from abroad, shows that might actually be great but are put into the most invaluable timeslots. It takes some effort to find the gems on german television and they don’t always get the attention they deserve. Well, today I’d like to recommend a truly good program. And it’s not from Germany. *g*
I recently watched a number of episodes of “Inside the Actors Studio“, a remarkable television show that runs on its 16th season in the US right now and has been broadcasted in 125 countries. Funny enough although it used to be shown in Germany (on EinsFestival, an exclusive digital channel where the show is named “Ungeschminkt”) and it took about 9 years to make its way here, it’s not scheduled at the moment and I’ve never seen it on german tv which – once more – illustrates the state of the german tv cosmos. UPDATE: Just learned that it ran in german free tv as well but it’s not on at the moment.
So, what is it about? Well, during the course of every show one actor or actress, director, musician or comedian is interviewed by James Lipton about their lives and their art in chronological order beginning with birth and covering all mayor events that shaped the person and artist including their most outstanding works. In some cases groups of people visited the show for example the Cast of the Simpsons, the Cast of Family Guy or the members of Bon Jovi. The show typically lasts one hour – cut from a several hour interview – with some episodes being 90 minutes or even 2 hours long.
I understand the Actors Studio Drama school offers Master’s degree programs for actors, playwriters and directors and the interviews conducted by James Lipton, who is also the Dean Emiritus of the school, are considered classes for the students who are therefore the main live audience.
At the end of each interview there is a Q & A session with the students but before that Lipton asks the interviewee a recurring questionaire that was used for many years by Bernard Pivot on French television and is derived from the Proust questionaire. Those questions are:
It is the simplicity of this concept and the purity of the presentation that makes this show extraordinary to me. But it’s hard to explain so I’d like to recommend just giving it a look. A number of episodes are scattered over YouTube in 10 minute clips so you might just have a look here and pick a show that features one of your favourite actors (over 200 guests have already been there). If you consider that too much work let me link you to the great interview with comedian Dave Chapelle (1st of 9 parts) from 2008 and furthermore to the 200th episode in which James Lipton himself is interviewed by Dave Chapelle and some of the greatest moments on the show are collaged together. There are also DVDs of some of the shows but – and I don’t usually recommend this – many more can be found as torrents.
James Lipton himself is a vital part of the phenomenon of the show as he is a respectful host and manages to have the person on the chair next to him open up as most talk shows – and/or host – don’t allow for. He’s famous (maybe even infamous) for thoroughly researching his guest’s life and preparing a huge deck of blue note cards on which quite often he collects the most private or obscure facts, repeatedly to the guest’s astonishment. He also wrote a book on the history of “Inside the Actors Studio” named “Inside Inside“.
So next time when you’re unhappy with the television program I hope you enjoy a few moments from “Inside the Actors Studio”.
Maybe next time, I’ll pick some of our national gems currently available. We’ll see.
Möglicherweise ist GIGA vielen gar kein Begriff mehr. Es begann im Jahr 1998, zufälligerweise das Jahr, indem ich erstmals intensiven Kontakt mit einer (schon nicht mehr ganz so) neuen Technologie genannt World Wide Web hatte. Vor 98 gab’s das nur in der Schule (da war ich in der achten oder neunten Klasse) aber dann auch zuhause, mit unserem ersten hauseigenen Internetanschluß über ein tolles 56k Modem(!).
Auch im deutschen Fernsehen wurde das Thema Internet ernsthaft aufgegriffen, als am 30. November 1998 “NBC GIGA” das erste Mal über den Bildschirm flimmerte, damals noch auf dem europäischen Kanal des Fernsehsenders NBC, der seinen Sender aber an die DFA abgetreten hatte. Täglich zwischen 15 und 20 Uhr konnte man hier Zeuge eines ersten Experiments zur Medienkonvergenz von TV und WWW werden, allerlei digitale und nicht-digitale Themen (Computerspiele, Stars, neue Websites, Sport etc.) wurden hier in kurzen Bausteinen und einem fluiden Format verarbeitet, immer begleitet durch eine große Chatcommunity, an der jeder Communityforscher seiner Zeit seine helle Freude hätte haben können. (Die intensive Communityforschung am Uni-Standort Magdeburg kam ja wohl erst Jahre später zur Blüte.) GIGA war Innovation pur, junge Medienmacher, ein Hauch von Anarchie und der direkte Draht zu den Zuschauern, die hier tatsächlich Einfluss auf das Programm nehmen konnten.
Popkultur wurde bei GIGA ebenso zelebriert, unter anderem mit Stargästen und Musikvideos. Direkter Kontakt zu den Studiogästen und Machern im Chat, das war im Grunde eine Vorstufe des Web 2.0 (man nehme MySpace oder Youtube als Beispiel), in vielen Belangen war diese Sendung ihrer Zeit weit voraus. Für Leute wie mich, die zwar Internet hatten, aber aus Kostengründen noch nicht 24/7 surfen konnten, war GIGA die Möglichkeit, das Netz kennenzulernen und dann gezielt zu Surfen (man beachte, dass der Siegeszug von Google erst zu dieser Zeit begann). Ich kann wohl behaupten, dass mich GIGA für das Web erst sozialisiert hat, was dazu geführt hat, dass ich heute ohne kaum noch Leben könnte. Neuigkeiten und Entwicklungen rund um das aufkommende digitale Leben wurden quasi in Echtzeit kommuniziert, mit Kopfschütteln mag man sich beispielsweise noch an die desaströsen Zustände erinnern, als Mobilcom die erste Dial Up-Flatrate für 77,77 DM auf den Markt brachte und sie wenig später wieder einstampfen mußte.
Die Sendung entwickelte sich, wurde professioneller und zog in ein größeres Studio um, lange Zeit war das in der Tat mein ausschließliches Nachmittagsprogramm, Musikfernsehen für Geeks quasi. Man konnte problemlos ein- und aussteigen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Aus der zentralen Sendung, später auch GIGA Green genannt, erwuchsen Ablegerformate, die in eigenen Sendungen nach 20 Uhr stattfanden, außerdem kamen Lokalstudios und -redaktionen über die Bundesrepublik verteilt hinzu.Viele zeitgenössische Moderatoren haben bei GIGA laufen gelernt: Miriam Pielhau, Joey Grit Winkler und Fero Andersen (heute RTL 2), Charlotte Engelhardt oder Jana Ina Zarella (beide Pro Sieben).
Seit 2002 konnte ich persönlich GIGA nicht mehr sehen, weil ich kein Kabel bzw. später digitalen Satelitenanschluß hatte. Das Konzept lebte aber durchaus noch auf, bis der Sender von NBC wieder übernommen und durch “das Vierte” ersetzt wurde, also bis ins Jahr 2006. Diesen Umbruch überlebte die Muttersendung und damit das Kernkonzept wohl nicht (wenn ich den Artikel in Wikipedia richtig interpretiere), die Produktion zog um (nach Köln, später auch Berlin), es wurden dann hauptsächlich Sendungen zu (Computer-)Spielethemen und E-Sports gemacht und nur langsam kamen Alternativen dazu, allerdings war hier schon der Großteil der ehemaligen Community abgesprungen, auch weil sie die Sendungen, die zuletzt nur noch im IPTV und digital angeboten wurden, nicht mehr empfangen konnten. Nach der Übernahme durch Premiere 2008 wurde wieder erheblicher Aufwand in einen Neustart gesteckt, der auch durchaus erfolgreich zu verlaufen schien. So erklärt Geschäftsfüher Stefan Borg im Firmenblog: “GIGA hat seit Einführung der neuen Struktur zwar stark zugelegt, wird den Herausforderungen – gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise – aber nicht gewachsen sein.” Der Werbemarkt sei erschreckend geschrumpft, auch bei den großen Privaten, doch bei den kleinen schlägt es sich natürlich zuerst nieder. Premiere, derzeit Besitzer von GIGA, entschl0ß sich daher sich wieder seinem Kerngeschäft – dem Bezahlfernsehen – zu widmen. Darum wird Ende März der Sendebetrieb komplett eingestellt, derzeit laufen nur noch Wiederholungen und alls Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten. Die Website selbst soll nach Möglichkeit mit einem anderen Partner weiter betrieben werden, immerhin ist sie derzeit wieder eine erfolgreiche, junge Community (aber möglicherweise nicht 2.0ig genug?).
Ohne zu sehr in Prognosestimmung zu verfallen, zeigt dieser Schritt meiner Meinung nach, dass auch das Fernsehen, als ja eigentlich noch recht junges Massenmedium, das Internet als wichtiges Werkzeug zur Symbiose nicht richtig einschätzt. Wenn überhaupt, verstehen Fernsehmachern unter ‘Internet’ scheinbar einen weiteren Absatzmarkt, eine zusätzliche Plattform für die ewig gleichen Produkte – oder wie es im Jargon heisst “Content” – (siehe sämtliche Websites der Privaten oder Services wie Maxdome), wo man auch noch ein paar Werbeeinnahmen abgreifen kann. Das aber das Internet ein wichtiger Rückkanal in Echtzeit sein kann (eine Kommunikationmöglichkeit, die dem Fernsehen selbst ja faktisch fehlt) und über kurz oder lang dem TV den Rang ablaufen könnte, wird offenbar nicht wahrgenommen oder wird gezielt verdrängt. Ich glaube, dass sich Premiere in nicht allzu ferner Zukunft ärgern wird, das ja an sich erfolgreiche Experiment GIGA so abgebrochen zu haben.
Ich finde den Verlust von GIGA durchaus schade, vor allem vor dem Hintergrund der etablierten deutschen Medienlandschaft, die ja schon lange nichts Neues mehr auf die Beine stellt. (Dass ich “Desperate Housewives” jetzt auch bei iTunes runterladen kann, ist ja nun keine richtige Innovation, und falls doch, dann leider nicht der deutschen Medienmacher.) Möglicherweise aber war die Zeit für GIGA einfach noch nicht reif, letztendlich blieb es ja auch über die letzten 10 Jahre immer eher eine Randerscheinung. Wir werden es wohl noch erleben, falls das Projekt (oder ein Ähnliches) eines Tages wiederbelebt werden sollte, darum schließe ich mit dem GIGA Motto aus früheren Tagen:
The Future is you!
Ich bin sicher politisch nicht uninteressiert, dennoch finde ich das internationale oder speziell das deutsche Interesse an der Präsidentenwahl in den USA und globale Wichtigkeit, die da – meiner Meinung nach unberechtigt – hineininterpretiert wird, immer noch etwas befremdlich. In diversen Online-Tests hat man mir allerdings eine beträchtliche Nähe zu Barack Obama attestiert, weshalb also auch ich mich durchaus freue, dass er nun auch die Wahl (mit Abstand) gewonnen hat und der arme Präsident wird, der George W. Bush ablösen muss. Andererseits auch eine dankbare Aufgabe, die Erwartungen sind wohl denkbar niedrig, viel mehr falsch machen kann man auch kaum. Auch vor diesem Hintergrund hat Bush seinem Nachfolger “Viel Spass” gewünscht.
Für die Amis freuen wir uns, aber nur kurz, denn wir selbst haben immer noch Frau Merkel, Herr Steinmeier und den restlichen Clan. Und für dieses Personal kann sich offenbar keiner (ob im In- oder Ausland) so richtig erwärmen. Zumindest nicht so extrovertiert.
In anderen, persönlicheren Nachrichten habe ich heute – einigen technischen Problemen bei der Post zum Trotz – meine DVD Box “Der kleine Vampir” aus der Packstation geholt. Da ich inhaltlich ja schon eine ganze Seite zum Thema produiziert habe und auch schon darüber gebloggt habe, hier nur ein kurzes Review:
Die Box besteht aus 4 DVDs mit allen 13 Folgen, es liegen sowohl die deutsche als auch die originale englische Sprachversion vor. Die Tonqualität der deutschen Tonspur ist deutlich besser, aber da man seit 23 Jahren erstmals das englische Original hören kann, ist das eine verschmerzbarer Einschränkung. Auf der letzten DVD gibt es dann noch die Dokumentation “Der kleine Vampir hat auch eine Mutter” über die Autorin Angela Sommer-Bodenburg. Die Bildqualität ist im Grunde gut, allerdings läßt das Ausgangsmaterial zu wünschen übrig, wobei ich nicht einschätzen kann, wie stark man da hätte noch nachbearbeiten können. Rauschen gibt es nicht, aber eine chronische Unschäre und Verwischtheit. Ich persönlich empfinde das aber als liebenswerte Erinnerung und kann damit gut leben. Insgesamt eben immer noch eine Box, auf die wir – die Fans – viel zu lange gewartet haben, da kann man qualitative Abstriche machen. Schade finde ich nur, dass man auf Untertitel vollständig verzichtet hat.