
Meine Einschätzung zum Fernsehen hab’ ich ja durchaus in einigen Artikeln schon thematisiert. Heute soll es um ein spezielles Segment der Fernsehunterhaltung gehen, die sogenannten “Late-Night-Shows”. Wie immer hat da das US-amerikanische Fernsehen dem deutschen etwas voraus, dort gibt es Late-Night Talkshows schon seit über 50 Jahren, populär geworden ist das Format insbesondere durch die Tonight Show Starring Johnny Carson. In Deutschland beginnt Late-Night wohl erst mit Aufkommen des Privatfernsehens und wurde primär durch Thomas Gottschalk und Harald Schmidt begründet, die sich stark am amerikanischen Vorbild orientierten. Wichtige Bestandteile sind meist eine Komiker als Gastgeber, eine Live-Showband, ein Sidekick, prominente Gäste (die üblicherweise Sendungen, CDs oder Filme anzupreisen haben), Auftritte von Musikern und lustige Einspieler, meist in Form von regelmäßigen Segmenten.
Hier einige amerikanische Shows, die ich gerne konsumiere/konsumiert habe.
Meine allererste Begegnung mit Late-Night war 1998 oder 99 weil wir da Satelitenfernsehen bekamen und ich plötzlich NBC Europe gucken konnte. Dort liefen ab abends um 10 nacheinander die Tonight Show mit Jay Leno und die Late Night Show mit Conan O’Brien. Beide gab’s über Videotext auf Wunsche deutsch untertitelt, was praktisch war, weil Schulenglisch durchaus nicht ausreicht, um einen Amerikaner in nativer Sprachgeschwindigkeit zu verstehen. Leno fand ich schon damals nicht so prall (lief auch parallel zu einer anderen guten Sendung, darum hab’ ich’s immer verpasst), aber mit Conan O’Brien lernte ich amerikanisches Englisch und das über viele Jahre. Richtig lustig fand ich den natürlich erst Jahre später, dann aber insbesondere, weil er mit dem Lustigmachen immer bei sich selbst anfängt (insbesondere wegen seiner Frisur und Kellerbräune) und erst dann andere auf’s Korn nimmt.
Gastgeber: O’Brien begann als Autor bei Saturday Night Live und bei den Simpsons (z.B. die Folge “Marge vs. the Monorail“) bevor ihm die Nachfolge von David Letterman für die Late Night Show angeboten wurde. Während die ersten Jahre für den unerprobten O’Brien sehr holprig waren wurde die Show bis Ende der Neunziger Jahre zu einer der erfolgreichsten Late Night Shows mit besten Quoten zu seiner Sendezeit. Darum wurde, auch zu meiner persönlichen Freude, O’Brien 2009 als Nachfolger von Jay Leno die Tonight Show (die älteste amerikanische TV Sendung) übergeben, die er aber nach nur 7 Monaten wieder aufgeben musste (2010 Tonight Show Konflikt (WP:EN)). Insbesondere während der letzten Wochen vor dem Ende der Show im Februar 2010 waren die Sendungen gespickt von Gags und Seitenhieben über die Late-Night-Auseinandersetzung, die in den Medien breite Resonanz erzeugte. Aufgrund vertraglicher Verbote konnte O’Brien nach dem Ende bei NBC nicht sofort eine neue Show beginnen, weshalb er sich zunächst auf Twitter zurückmeldete und dann eine Tournee durch über 30 Städte der USA und Kanada machte. Noch Ende dieses Jahres startet O’Brien eine neue Show auf dem Kabelsender TBS.
Band: Max Weinberg (Drummer der E-Street Band von Bruce Springsteen) und die Max Weinberg Seven/Tonight Show Band
Sidekick: Bandleader Max Weinberg, Andy Richter (mit Unterbrechung)
Populäre Segmente: In the Year 2000/3000, “String-Dance“, Masturbating Bear, Triump the insult comic dog (Handpuppe), Horny Manatee
Neben Jay Leno ist David Letterman der große Talkmaster im amerikanischen Fernsehen und auch darüber hinaus vielen Leuten ein Begriff.
Gastgeber: Lange Jahre moderierte Letterman die Late Night Show nach der Tonight Show mit Johnny Carson, die er während seiner frühen Jahre häufig gastmoderiert hatte. Umso mehr enttäuschte es ihn, als nach dessen Abschied nicht er sondern Jay Leno die Tonight Show übernahm. Daraufhin verließ Letterman 1993, auch auf Rat von Carson hin, NBC und ging zu CBS wo er noch heute die inhaltlich kaum veränderte “Late Show” moderiert. Außerdem produziert er mit seiner Firma “Worldwide Pants” neben seiner und der “Late Late Show” TV-Sendungen wie “Alle lieben Raymond”.
Band: Paul Shafer and the CBS Orchestra (zu NBC Zeiten “Worlds most dangerous band”), Letterman nennt sie auch gerne “the mighty, mighty American party and show band”
Sidekick: Bandleader Paul Shaffer, sowie Produzentin und andere Mitarbeiter im Off
Populäre Segmente: Top Ten List, Soup of the Day/Hello Deli Bits

Erst vor kurzem entdeckte ich Dank des Internet die Show, die immer nach Letterman läuft. Mal abgesehen von dem lustigen schottischen Akzent, wird hier das Konzept von Late-Night ordentlich umgekrempelt. Craig Ferguson macht keinen geskripteten Monolog (der meist von Karten abgelesen wird) zu Beginn sondern hält stattdessen einen eher improvisierten und persönlichen, manchmal auch ernsten Monolog. Immer wieder bezieht er dabei sein Publikum ein. Er hat keinen menschlichen Sidekick, stattdessen steht ihm das Roboterskelett Geoff Peterson zur Seite, welches vordefinierte Bemerkungen zum Besten gibt. Er beendet jede Show mit dem Sgement “What did we learn on the Show tonight Craig?”, in dem er kurz die Show und den Tag Revue passieren läßt. Hin und wieder verändert er das Format komplett, so machte er beispielsweise eine Show ganz ohne Publikum, bei der er sich mit dem britischen Komiker Stephen Fry unterhielt als Hommage an die klassische Talkshow. Ein Markenzeichen der Sendung ist auch, dass ausgiebig geflucht wird, da die Flüche und Schimpfwörter in Amerika aber nicht ausgestrahlt werden dürfen, werden die Münder der Personen dann mit Landesflaggen überdeckt (anstelle des üblichen Verpixelns) und es ertönt ein passender Spruch wie “Oh lala”, “Uh Oh” oder “Aye caramba”.
Gastgeber: Craig Ferguson ist ein gebürtiger Schotte, der 1994 in die USA auswanderte und 2008 die amerikanische Staatsbürgerschaft erlangte. Schon in seiner Heimat konnte er sich als Musiker und Stand-Up Comedian einen Namen machen. Doch zu Beginn der Neunziger wirkte sich sein Alkoholismus immer stärker auf seine Karriere aus, 1992 machte er eine Entziehungskur und ging danach nach Amerika. Hier spielte er in diversen Filem und Serien mit (u.a die Drew Carey Show) und wurde 2005 der Nachfolger von Craig Killborn für die Late Late Show. Sein Stil unterscheidet sich stark von der klassischen Late-Night-Show. In vielen seiner Shows hat er auch ernste Themen verarbeitet, so erzählte er nach dem Tod seines Vaters eine Show lang sichtlich emotional Anekdoten aus dessen Leben. Die Show wurde für den Emmy nominiert und auch nach dem Tod seiner Mutter gab es eine Gedenksendung. Immer wieder thematisiert Ferguson – durchaus auch in ernste Tönen – seinen eigenen Alkoholismus. Regelmäßig verwendet er auch Handpuppen innerhalb seiner Sendung wie Brian, der Hai oder Sid, das fluchende weiße Kaninchen.
Band: Hat keine Live-Band
Sidekick: Geoff Peterson, Roboterskelett
Populäre Segmente: Check the Tweets (and E-Mails), Handpuppen
Das deutsche Fernsehen hat erst in den 1990ern überhaupt Late-Night-Programme etabliert. Vorher gab’s lediglich das Testbild. Vorreiter war hier, wie so oft, Thomas Gottschalk mit Gottschalks Late-Night, die von 1992 bis 1995 lief (und die ich niemals gesehen habe). Allerdings stieß das Format, welches wohl überaus erfolgreich auf RTL lief, die Tür auch für die folgenden Sendungen auf, die man wohl getrost als Klassiker der deutsche Fernsehlandschaft bezeichnen kann.
Derzeit versandet Schmidt mit seiner Show merklich in der ARD, wenngleich es auch hin und wieder noch die Harald-Schmidt-Momente gibt, die man aus den goldenen Zeiten der Show bei Sat 1 kennt. Weil die Sendung nur noch einmal wöchentlich – und auch das eher unregelmäßig – läuft, schalte ich zumindest nicht mehr oft ein. Nichtsdestotrotz ist die Harald Schmidt Show ein wichtiger Teil der deutschen Fernsehgeschichte. Und immer noch besser als was andere Sender um die Zeit zu bieten haben.
Gastgeber: Harald Schmidt ist ein echtes Urgestein im deutschen Fernsehen. Zu Beginn seiner Karriere spielte er vorrangig auf Theaterbühnen. Ende der Achtziger moderierte er Maz ab! für den SFB, es folgten Shows wie Pssst! und Schmidteinander (1990) mit Herbert Feuerstein. Schon mit letzterer orientierte man sich teilweise an der Late-Night-Show mit David Letterman. von 1995 bis 2003 moderierte Schmidt die nach ihm benannte Late-Night Show auf Sat.1, lange Zeit ohne wirklich Konkurrenz. Sein bissiger – bisweilen auch zynischer – Humor wurde sein Markenzeichen und in den Printmedien wurde er gerne als “Dirty Harry” betitelt. 2003 kündigte Schmidt das Ende seiner Show auf Sat 1 und eine “Kreativpause” an. Seit Ende 2004 ist Schmidt wieder in der ARD zu sehen, zunächst zwei Mal wöchentlich allein und von 2007 bis 2009 wöchentlich zusammen mit Oliver Pocher in “Schmidt & Pocher“. Aktuell moderiert er wieder das überarbeitete “Harald Schmidt” Format einmal die Woche.
Band: Helmut Zerlett (außer 2004-2007) und Band
Sidekick: Manuel Andrack, Bandleader Helmut Zerlett jr., Suzana Novinščak und Madame Nathalie Licard – nach Wechsel zur ARD 2008-2009 mit Oliver Pocher
Populäre Segmente: Weisheiten des Konfuzius, nachgespielte Szenen (z.B. mit Playmobil), Phantastische Paralipomena

Die regelmäßige Sendung von Stefan Raab hatte zu Beginn nicht allzu viel mit der klassischen Late-Night gemein, zumal sie auch nur wöchentlich ausgestrahlt wurde. Nachdem Vorbild seiner vorherigen Sendungen auf VIVA, war es zunächst Raabs Mission sich über das Fernsehen und seine Protagonisten lustig zu machen und den besten Nonsense mit dem “Raab der Woche” auszuzeichnen. Man erinnere sich hier an die Jagd nach “Dieter Bürgi” oder ähnlichen anarchischen Aktionen. Doch mit der Änderung auf das tägliche Format von Montag bis Donnerstag hat sich TV Total dem klassischen Late-Night-Format immer mehr angenähert. Raab hat die Showtreppe, eine Live-Band, einen einführenden Monolog und regelmäßig nationale und -vielleicht verwunderlicher – internationale Stars zu Gast, die üblicherweise auch live auftreten. Raab hat das Nippelbrett (das TV-Schnipsel auf Knopfdruck auslöst) etabliert, welches eine Zeit lang auch bei Craig Ferguson zu sehen war. Und er hat den fahrbaren Schreibtisch. Obwohl er eher ein mittelmäßiger Interviewer ist, hat es Raab mit Gespür für Musik und Brachialkomik geschafft, einen deutschen Fernsehklassiker zu etablieren, den ich immer gerne einschalte.
Gastgeber: Seine Karriere begann Stefan Raab (gelernter Metzger und Interims-Jura-Student) 1993 beim Musiksender VIVA nachdem er einige Zeit Musikjingles komponiert hatte. Seine Sendungen Vivasion und Ma kuck’n enthielten anarchisch-komische Elemente, Raabs Aktionen hatten oft den Charakter von jugendlichen Mutproben. Mit Aufnahmeleiter Markus Wolter entwickelte er die Sendung TV Total, die seit 1999 auf Pro Sieben zunächst wöchentlich, dann zweimal und seit 2001 viermal die Woche zu sehen ist. Besonders auffällig war Raab schon immer wegen seiner Musikalität. Obwohl er keine klassische Ausbildung hat oder Noten lesen kann, spielt er diverse Instrumente und komponiert. Mehrfach hat er Ausschnitte in seiner Sendung zu erfolgreichen Musikstücken verarbeitet (z.B. Maschendrahtzaun oder Wir kiffen). Aus TV Total sind diverse Spin-Off Shows entstanden, viele als Wettbewerbe von Prominenten in aberwitzigen Disziplinen (Wok-WM oder Turmspringen) aber auch sein Engagement um den Eurovision-Song-Contest, die nationale Musikshow Bundesvision-Song-Contest oder die Show “Schlag den Raab“, in der Kandidaten gegen ihn um Millionenbeträge antreten, haben ihn weithin bekannt gemacht. So hat sich Raab über die letzten zehn Jahre zu einem der größten deutschen Entertainer gemausert. Sein Privatleben schirmt er allerdings konsequent gegen die Medien ab.
Band: Die Heavytones
Sidekick: Elton und die Band
Populäre Segmente: Raab der Woche, Elton ferngesteuert, Raab in Gefahr, TV Total TV-Tipps zum Wochenende, Blamieren oder Kassieren, TV-Box
Erwähnenswert, weil auch saukomisch, wäre auch noch der Nachfolger von Conan O’Briens Late-Night Jimmy Fallon. Insbesondere die amerikanischen Late-Night-Shows gibt’s im Internet meist in Schnipseln auf den jeweiligen Websites oder komplett über (böse, böse) diverse Torrentwebsites. Der geneigte Leser möge sich also selbst ein Bild machen. Übrigens ließte ich mich gerne über Late-Night in anderen Ländern belehren, gibt’s z.B. etwas vergleichbares in Großbritannien oder Frankreich? Ich freue mich auf Kommentare. SWoL cares!

Ich bin ein PC… und mir fällt nichts Neues ein.
Derzeit nervt Microsoft den geneigten Fernsehzuschauer mit seinen 7 Sekunden Demos (die als Film 15 s dauern), in denen einige der cutting-edge Features von Windows 7 vorgestellt werden sollen. Als da wären:
Achtung, subjektive Einschätzung voraus!
1. Windows Suche (START – tippen -fertig): Naja, klingt unheimlich nach Apples Spotlight (seit 10.4), mit dem Unterschied, dass ich dort tatsächlich meinen ganzen Computer durchsuche und viel mehr Dateitypen finden kann. Besser: Google Desktop Search.
2. Schnelles Starten: Mmh. Also Muttis neuer Laptop (Quadcore, 4 Gb Ram, dedizierte Grafik, Riesenungetüm, Windows 7) braucht sowohl aus’m Stand-by als auch aus dem Ruhezustand länger als 7 Sekunden. Und damit wesentlich länger als z.B. mein MacBook Pro. Vom Booten reden wir mal gar nicht.
3. Heimnetzgruppe: Wow, endlich finden sich Windows Rechner im Netzwerk! Ähm, naja Vista und 7 zumindest. Und alles andere (also mein NAS, Linux Rechner mit Samba und mein Macbook) dauert halt ein paar Sekunden. Halt mal, konnte das XP nicht auch schon?
4. Vorschaufenster: Hübsch! Gibt’s natürlich auch schon bei der Konkurrenz, aber was solls. *g*
Dann gibt’s da noch die tolle Shake (Schüttel) und die Snap (Schnapp) Funktion. Damit kann man Fenster bloßstellen (also alle anderen Fenster verkleinern) und nebeneinander anordnen (gab’s auch schon in Windows 3.1 (F)enster -> nebeneinander anordnen). Dafür gibt’s aber in der Tat zwei kleine Innovationpunkte. Das Schnappen funktioniert allerdings nicht mit zwei Monitoren.
Ich bin kein PC… der steht hier vor mir.
Seit kurzem ist das Video von Jane McGonigals Vortrag auf der diesjährigen TED Konferenz online. Unter dem Titel “Gaming can make a better world” stellt die Forscherin ihre Versuche vor, mit digitalen Spielen Probleme der echten Welt zu lösen. Dazu gibt’s auf der Website eine lebhafte Diskussion.
Conan O’Brien twittert
Es war nicht wirklich lange ruhig um ihn, nachdem Moderator Conan O’Brien seinen Job als Gastgeber der Tonight Show an Jay Leno abgegeben hatte. Zunächst legte er sich einen Twitter-Account zu und versammelte dort mit täglichen Tweets bis heute über 720,000 Follower. Er selbst folgt nur einer zufällig ausgewählten Person, nämlich der Studentin Sarah Killen, die daraufhin selbst eine gewisse Prominenz erlangte. Jetzt geht er, weil er bis September keine Fernsehshow moderieren darf unter dem Titel “Legally Prohibited From Being Funny on Television”, auf Comedy-Tournee in den USA. Bleibt zu hoffen, dass davon auch was im Netz landet.
Den Kopfschüttler des Monats gewinnt wohl ganz klar eine Mediengeburt namens Gregor Glanz. Ich wußte gar nicht, dass wir nun auch schon ‘Germany’s next Peterudo Alexanderjürgens’ suchen…
I made it quite a habit to criticise televison. Mostly german television, which in my opinion does a great job at ignoring the audience most of the time. They cripple movies so they fit the ads, they replicate certain formats like crazy because they’re cheap and to some people at least create a fake impression of mild entertainment. And, for the most part, they import shows from abroad, shows that might actually be great but are put into the most invaluable timeslots. It takes some effort to find the gems on german television and they don’t always get the attention they deserve. Well, today I’d like to recommend a truly good program. And it’s not from Germany. *g*
I recently watched a number of episodes of “Inside the Actors Studio“, a remarkable television show that runs on its 16th season in the US right now and has been broadcasted in 125 countries. Funny enough although it used to be shown in Germany (on EinsFestival, an exclusive digital channel where the show is named “Ungeschminkt”) and it took about 9 years to make its way here, it’s not scheduled at the moment and I’ve never seen it on german tv which – once more – illustrates the state of the german tv cosmos. UPDATE: Just learned that it ran in german free tv as well but it’s not on at the moment.
So, what is it about? Well, during the course of every show one actor or actress, director, musician or comedian is interviewed by James Lipton about their lives and their art in chronological order beginning with birth and covering all mayor events that shaped the person and artist including their most outstanding works. In some cases groups of people visited the show for example the Cast of the Simpsons, the Cast of Family Guy or the members of Bon Jovi. The show typically lasts one hour – cut from a several hour interview – with some episodes being 90 minutes or even 2 hours long.
I understand the Actors Studio Drama school offers Master’s degree programs for actors, playwriters and directors and the interviews conducted by James Lipton, who is also the Dean Emiritus of the school, are considered classes for the students who are therefore the main live audience.
At the end of each interview there is a Q & A session with the students but before that Lipton asks the interviewee a recurring questionaire that was used for many years by Bernard Pivot on French television and is derived from the Proust questionaire. Those questions are:
It is the simplicity of this concept and the purity of the presentation that makes this show extraordinary to me. But it’s hard to explain so I’d like to recommend just giving it a look. A number of episodes are scattered over YouTube in 10 minute clips so you might just have a look here and pick a show that features one of your favourite actors (over 200 guests have already been there). If you consider that too much work let me link you to the great interview with comedian Dave Chapelle (1st of 9 parts) from 2008 and furthermore to the 200th episode in which James Lipton himself is interviewed by Dave Chapelle and some of the greatest moments on the show are collaged together. There are also DVDs of some of the shows but – and I don’t usually recommend this – many more can be found as torrents.
James Lipton himself is a vital part of the phenomenon of the show as he is a respectful host and manages to have the person on the chair next to him open up as most talk shows – and/or host – don’t allow for. He’s famous (maybe even infamous) for thoroughly researching his guest’s life and preparing a huge deck of blue note cards on which quite often he collects the most private or obscure facts, repeatedly to the guest’s astonishment. He also wrote a book on the history of “Inside the Actors Studio” named “Inside Inside“.
So next time when you’re unhappy with the television program I hope you enjoy a few moments from “Inside the Actors Studio”.
Maybe next time, I’ll pick some of our national gems currently available. We’ll see.
Möglicherweise ist GIGA vielen gar kein Begriff mehr. Es begann im Jahr 1998, zufälligerweise das Jahr, indem ich erstmals intensiven Kontakt mit einer (schon nicht mehr ganz so) neuen Technologie genannt World Wide Web hatte. Vor 98 gab’s das nur in der Schule (da war ich in der achten oder neunten Klasse) aber dann auch zuhause, mit unserem ersten hauseigenen Internetanschluß über ein tolles 56k Modem(!).
Auch im deutschen Fernsehen wurde das Thema Internet ernsthaft aufgegriffen, als am 30. November 1998 “NBC GIGA” das erste Mal über den Bildschirm flimmerte, damals noch auf dem europäischen Kanal des Fernsehsenders NBC, der seinen Sender aber an die DFA abgetreten hatte. Täglich zwischen 15 und 20 Uhr konnte man hier Zeuge eines ersten Experiments zur Medienkonvergenz von TV und WWW werden, allerlei digitale und nicht-digitale Themen (Computerspiele, Stars, neue Websites, Sport etc.) wurden hier in kurzen Bausteinen und einem fluiden Format verarbeitet, immer begleitet durch eine große Chatcommunity, an der jeder Communityforscher seiner Zeit seine helle Freude hätte haben können. (Die intensive Communityforschung am Uni-Standort Magdeburg kam ja wohl erst Jahre später zur Blüte.) GIGA war Innovation pur, junge Medienmacher, ein Hauch von Anarchie und der direkte Draht zu den Zuschauern, die hier tatsächlich Einfluss auf das Programm nehmen konnten.
Popkultur wurde bei GIGA ebenso zelebriert, unter anderem mit Stargästen und Musikvideos. Direkter Kontakt zu den Studiogästen und Machern im Chat, das war im Grunde eine Vorstufe des Web 2.0 (man nehme MySpace oder Youtube als Beispiel), in vielen Belangen war diese Sendung ihrer Zeit weit voraus. Für Leute wie mich, die zwar Internet hatten, aber aus Kostengründen noch nicht 24/7 surfen konnten, war GIGA die Möglichkeit, das Netz kennenzulernen und dann gezielt zu Surfen (man beachte, dass der Siegeszug von Google erst zu dieser Zeit begann). Ich kann wohl behaupten, dass mich GIGA für das Web erst sozialisiert hat, was dazu geführt hat, dass ich heute ohne kaum noch Leben könnte. Neuigkeiten und Entwicklungen rund um das aufkommende digitale Leben wurden quasi in Echtzeit kommuniziert, mit Kopfschütteln mag man sich beispielsweise noch an die desaströsen Zustände erinnern, als Mobilcom die erste Dial Up-Flatrate für 77,77 DM auf den Markt brachte und sie wenig später wieder einstampfen mußte.
Die Sendung entwickelte sich, wurde professioneller und zog in ein größeres Studio um, lange Zeit war das in der Tat mein ausschließliches Nachmittagsprogramm, Musikfernsehen für Geeks quasi. Man konnte problemlos ein- und aussteigen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Aus der zentralen Sendung, später auch GIGA Green genannt, erwuchsen Ablegerformate, die in eigenen Sendungen nach 20 Uhr stattfanden, außerdem kamen Lokalstudios und -redaktionen über die Bundesrepublik verteilt hinzu.Viele zeitgenössische Moderatoren haben bei GIGA laufen gelernt: Miriam Pielhau, Joey Grit Winkler und Fero Andersen (heute RTL 2), Charlotte Engelhardt oder Jana Ina Zarella (beide Pro Sieben).
Seit 2002 konnte ich persönlich GIGA nicht mehr sehen, weil ich kein Kabel bzw. später digitalen Satelitenanschluß hatte. Das Konzept lebte aber durchaus noch auf, bis der Sender von NBC wieder übernommen und durch “das Vierte” ersetzt wurde, also bis ins Jahr 2006. Diesen Umbruch überlebte die Muttersendung und damit das Kernkonzept wohl nicht (wenn ich den Artikel in Wikipedia richtig interpretiere), die Produktion zog um (nach Köln, später auch Berlin), es wurden dann hauptsächlich Sendungen zu (Computer-)Spielethemen und E-Sports gemacht und nur langsam kamen Alternativen dazu, allerdings war hier schon der Großteil der ehemaligen Community abgesprungen, auch weil sie die Sendungen, die zuletzt nur noch im IPTV und digital angeboten wurden, nicht mehr empfangen konnten. Nach der Übernahme durch Premiere 2008 wurde wieder erheblicher Aufwand in einen Neustart gesteckt, der auch durchaus erfolgreich zu verlaufen schien. So erklärt Geschäftsfüher Stefan Borg im Firmenblog: “GIGA hat seit Einführung der neuen Struktur zwar stark zugelegt, wird den Herausforderungen – gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise – aber nicht gewachsen sein.” Der Werbemarkt sei erschreckend geschrumpft, auch bei den großen Privaten, doch bei den kleinen schlägt es sich natürlich zuerst nieder. Premiere, derzeit Besitzer von GIGA, entschl0ß sich daher sich wieder seinem Kerngeschäft – dem Bezahlfernsehen – zu widmen. Darum wird Ende März der Sendebetrieb komplett eingestellt, derzeit laufen nur noch Wiederholungen und alls Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten. Die Website selbst soll nach Möglichkeit mit einem anderen Partner weiter betrieben werden, immerhin ist sie derzeit wieder eine erfolgreiche, junge Community (aber möglicherweise nicht 2.0ig genug?).
Ohne zu sehr in Prognosestimmung zu verfallen, zeigt dieser Schritt meiner Meinung nach, dass auch das Fernsehen, als ja eigentlich noch recht junges Massenmedium, das Internet als wichtiges Werkzeug zur Symbiose nicht richtig einschätzt. Wenn überhaupt, verstehen Fernsehmachern unter ‘Internet’ scheinbar einen weiteren Absatzmarkt, eine zusätzliche Plattform für die ewig gleichen Produkte – oder wie es im Jargon heisst “Content” – (siehe sämtliche Websites der Privaten oder Services wie Maxdome), wo man auch noch ein paar Werbeeinnahmen abgreifen kann. Das aber das Internet ein wichtiger Rückkanal in Echtzeit sein kann (eine Kommunikationmöglichkeit, die dem Fernsehen selbst ja faktisch fehlt) und über kurz oder lang dem TV den Rang ablaufen könnte, wird offenbar nicht wahrgenommen oder wird gezielt verdrängt. Ich glaube, dass sich Premiere in nicht allzu ferner Zukunft ärgern wird, das ja an sich erfolgreiche Experiment GIGA so abgebrochen zu haben.
Ich finde den Verlust von GIGA durchaus schade, vor allem vor dem Hintergrund der etablierten deutschen Medienlandschaft, die ja schon lange nichts Neues mehr auf die Beine stellt. (Dass ich “Desperate Housewives” jetzt auch bei iTunes runterladen kann, ist ja nun keine richtige Innovation, und falls doch, dann leider nicht der deutschen Medienmacher.) Möglicherweise aber war die Zeit für GIGA einfach noch nicht reif, letztendlich blieb es ja auch über die letzten 10 Jahre immer eher eine Randerscheinung. Wir werden es wohl noch erleben, falls das Projekt (oder ein Ähnliches) eines Tages wiederbelebt werden sollte, darum schließe ich mit dem GIGA Motto aus früheren Tagen:
The Future is you!
Ich bin sicher politisch nicht uninteressiert, dennoch finde ich das internationale oder speziell das deutsche Interesse an der Präsidentenwahl in den USA und globale Wichtigkeit, die da – meiner Meinung nach unberechtigt – hineininterpretiert wird, immer noch etwas befremdlich. In diversen Online-Tests hat man mir allerdings eine beträchtliche Nähe zu Barack Obama attestiert, weshalb also auch ich mich durchaus freue, dass er nun auch die Wahl (mit Abstand) gewonnen hat und der arme Präsident wird, der George W. Bush ablösen muss. Andererseits auch eine dankbare Aufgabe, die Erwartungen sind wohl denkbar niedrig, viel mehr falsch machen kann man auch kaum. Auch vor diesem Hintergrund hat Bush seinem Nachfolger “Viel Spass” gewünscht.
Für die Amis freuen wir uns, aber nur kurz, denn wir selbst haben immer noch Frau Merkel, Herr Steinmeier und den restlichen Clan. Und für dieses Personal kann sich offenbar keiner (ob im In- oder Ausland) so richtig erwärmen. Zumindest nicht so extrovertiert.
In anderen, persönlicheren Nachrichten habe ich heute – einigen technischen Problemen bei der Post zum Trotz – meine DVD Box “Der kleine Vampir” aus der Packstation geholt. Da ich inhaltlich ja schon eine ganze Seite zum Thema produiziert habe und auch schon darüber gebloggt habe, hier nur ein kurzes Review:
Die Box besteht aus 4 DVDs mit allen 13 Folgen, es liegen sowohl die deutsche als auch die originale englische Sprachversion vor. Die Tonqualität der deutschen Tonspur ist deutlich besser, aber da man seit 23 Jahren erstmals das englische Original hören kann, ist das eine verschmerzbarer Einschränkung. Auf der letzten DVD gibt es dann noch die Dokumentation “Der kleine Vampir hat auch eine Mutter” über die Autorin Angela Sommer-Bodenburg. Die Bildqualität ist im Grunde gut, allerdings läßt das Ausgangsmaterial zu wünschen übrig, wobei ich nicht einschätzen kann, wie stark man da hätte noch nachbearbeiten können. Rauschen gibt es nicht, aber eine chronische Unschäre und Verwischtheit. Ich persönlich empfinde das aber als liebenswerte Erinnerung und kann damit gut leben. Insgesamt eben immer noch eine Box, auf die wir – die Fans – viel zu lange gewartet haben, da kann man qualitative Abstriche machen. Schade finde ich nur, dass man auf Untertitel vollständig verzichtet hat.